Thailand-Info

 

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Alle Informationen stammen von der ehemaligen Site Thailand-Info.

 

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ALLGEMEINES

 

Thailand ist ein Staat in Südostasien, welches im Nordwesten und Westen an Burma (dem heutigen Myanmar), im Süden an die Andamanensee, Malaysia und den Golf von Thailand, im Südosten an Kambodscha, im Osten und Nordosten an Laos grenzt.
Die Ausdehnung vom Norden bis zum Süden beträgt etwa 1600 km; vom Westen bis zum Osten, an der breitesten Stelle, um 800 km.
Die Thais selber nennen ihr Land Müang Thai oder Phratet Thai. "Thai" bedeutet in der Landessprache "frei", eine Huldigung an die stolze Tatsache, dass das Land, im Gegensatz zu allen seinen Nachbarn, niemals kolonialisiert worden war. Bis 1939 hiess es Siam. Siam stammte vom Sanskrit-Wort "shyama" ab, was dunkel bedeutet. So waren die Bewohner Thailands einst von ihren Nachbarn genannt worden. Die Umbenennung in Thailand drückte den Wunsch nach einem moderneren Namen aus.

 

Fläche:

513'115 km2

Einwohner: 

58 Mio.

Hauptstadt:

Bangkok

Geburtenrate:

1.4% pro Jahr

Verwaltungsgliederung:

77 Provinzen (1999)

Amtssprache:

Thai

Nationalfeiertag:

5. Dezember

Währung:

1 Baht  = 100 Satang 

Zeitzone:

MEZ + 6 Std.

Klima:

Vorwiegend tropisch

Höchster Berg:

Doi Inthanon (2576 m.ü.M.)

Küstenlinie:

2575 km

 

Landesnatur:
Der Kernraum von Thailand ist das 140 km lange und an der Küste bis 100 km breite Menam Chao Phraya-Tiefland. Dieses wird von Nord-Süd-verlaufenden Gebirgsketten, welche auf der Halbinsel Malakka ihre Fortsetzung finden, umrahmt. Den Osten des Landes nimmt das Koratplateau ein. Mit Ausnahme des Südens wird Thailand vom tropischen Monsunklima geprägt. Zwischen Juni und Oktober kommen die Monsunwinde aus dem Südwesten vom Meer her und bringen oft wolkenbruchartige Regenfälle. Dann ist es bereits morgens sehr schwül und die Temperaturen liegen im Schnitt um 32° Celsius. In Bangkok und in Küstennähe erreicht die Luftfeuchtigkeit bis zu 95%, ein für viele Europäer kaum erträgliches Mass.
Von November bis Ende Februar, im sogenannten Winter, ist es trocken und kühler. Die Durchschnittstemperaturen liegen tagsüber zwischen 22 und 30° Celsius. Im gebirgigen Norden können die Temperaturen nachts bis auf 8° Celsius sinken.
Während der heissen Zeit von März bis Ende Mai liegen die Temperaturen zwischen 35 und 40° Celsius, jedoch ist es dann vorwiegend trocken.
Im Nordosten des Landes, auch Isaan genannt, gibt es gelegentlich Dürren. Anderseits wird der Isaan manchmal von sintflutartigen Regenfällen mit verheerenden Überschwemmungen heimgesucht. Diese eher trockene, vegetationsarme Region wird oft als das Armenhaus Thailands genannt, wo viele Menschen in Armut leben.
Auf der langgestreckten malaiischen Halbinsel im Süden ist es bei geringfügigen Temperaturschwankungen beständig feuchtwarm. Die Sonne scheint fast immer und Regenfälle kommen unregelmässig das ganze Jahr über vor.
Zur Zeit sind etwa 18% der Landfläche bewaldet. Ausgedehnte Wälder kommen noch im Westen an der Grenze zu Myanmar  und im Norden vor.

 

Bevölkerung:
Staatstragendes Volk sind die Thais mit rund 99% der Gesamtbevölkerung. Ferner gibt es Chinesen, Malaien, Inder und Burmesen. Im Norden des Landes wohnen in abgelegenen Berggebieten die Stämme der Maeo, Yao, Karen, Lisu, Lawa, Lahu und Akha; jeder Stamm hat eine eigene Kultur, Sprache, Religion und Lebensweise. Etwa 95% der Thais sind Buddhisten, 3-4% sind Muslime, welche vorwiegend in den vier südlichsten Provinzen leben, der Rest sind Christen, Hindus und andere. Viele früher eingewanderte Chinesen sind mittlerweile im Besitz des thailändischen Passes.

 

Wirtschaft, Verkehr:
Thailand ist einer der führenden Reisexporteure Asiens. Weitere wichtige Produkte sind Mais, Maniok, Kautschuk, Jute, Zuckerrohr, Kokosnüsse, Sago und Sojabohnen. Ebenfalls bedeutend ist die Seidenraupenzucht. Ausserdem hat Thailand auch Wolframproduktion und Zinnerzabbau. Die Industrie ist traditionell auf die Verarbeitung landwirtschaftliche Erzeugnisse ausgerichtet. Daneben gibt es wenige Erdölraffinerien sowie Betriebe der Eisen-, Stahl-, petrochemischen, Reifen- und Textilindustrie. Ebenso bedeutend ist der Fremdenverkehr, vor allem an den Küstenregionen (Phuket, Pattaya, Koh Samui, Hua Hin) und im Norden Thailands (Chiang Mai, Goldenes Dreieck). Die Länge des Eisenbahnnetzes beträgt 3924 km, die des Strassennetzes etwa 156'800 km. Bedeutendster Überseehafen ist Bangkok. Internationale Flughäfen gibt es in Bangkok, Chiang Mai, Hat Yai und Phuket.

 

Datum:
Die Zeitzählung begann im Jahre 543 v. Chr., dem Geburtsjahr Buddhas. Aus diesem Grunde sind die Jahreszahlen in Thailand um 543 höher als in Europa, beispielsweise das Jahr 2006 entspricht in Thailand 2549. Hingegen die Tage und Monate sind dort dieselben wie in Europa. Das offizielle Neujahr beginnt ebenfalls am 1. Januar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GESCHICHTE & POLITIK

 

Geschichte:
Vom Reich Sukhothai bis zur Reformzeit König Ramas V. (13.-19. Jh.):
Nachdem die Thaivölker von Yünnan kommend sich im Norden des Khmerreiches niedergelassen hatten, gründeten sie das Reich Sukhothai (1238), das unter anderem durch den Mongolensturm von 1258 weit nach Süden bis auf die Halbinsel Malakka expandierte, welches im 14. Jh. durch das um Kambodscha erweiterte Reich von Ayutthaya ersetzt wurde. Seit 1686 errichteten zeitweise die Franzosen Handelsniederlassungen. Französische Priester missionierten im Lande und französische Truppen wurden in der Hauptstadt stationiert. 1767 zerstörten die Burmesen Ayutthaya, sie wurden jedoch von Paya Tak
(1767-82), einem General chinesischer Abstammung, vertrieben. Sein Nachfolger, General Paya Chakkri, bestieg als Rama I. (1782-1809) den Thron und verlegte seine Residenz nach Bangkok. Aufgrund einer bedachten Aussen- und Handelspolitik mit den europäischen Grossmächten und den USA konnte Thailand als einziges Land Südostasiens dem euroäischen Kolonialismus widerstehen und seine staatliche Unabhängigkeit wahren, wenn es auch auf französischem und britischem Druck weite Gebiete abtreten musste. Unter König Rama V. (Chulalongkorn, 1868-1910) erfolgten Reformen in allen Bereichen des staatlichen und öffentlichen Lebens, unter anderem die Abschaffung der Sklaverei.

 

Entwicklung im 20. Jahrhundert:
Bis 1932 war Thailand eine konstitutionelle Monarchie. Zwischen 1938-1944 führte der Marschall Pibul Songgram eine Militärdiktatur. Während des 2. Weltkrieges war Thailand auf japanischer Seite. In der Nachkriegszeit geschahen zahlreiche, meist unblutige Putsche und Parlamentsauflösungen. 1946 wurde der  König Rama VIII ermordet. Pibul Songgram wurde erneut Ministerpräsident. 1957 gab es einen von Sarit Thanarat angeführten Staatsstreich, mit Ausserkraftsetzung der Verfassung. 1963-73 war Thailand wieder eine Militärdiktatur unter General Thanom Kittikachorn (1968-71 von einer Periode mit demokratischer Verfassung unterbrochen), der eine prowestliche antikommunistische Aussenpolitik mit enger Bindung an die USA verfolgte. Im Oktober 1976 beendete ein neuer Militärputsch den Versuch einer demokratischen Regierung. Die von der Militärjunta eingesetzte Zivilregierung wurde bereits 1977 erneut gestürzt. Unter dem neuen Machthaber General Kriangsak Chamanand wurde die Armee entpolitisiert und 1978 wurde eine neue Verfassung in Kraft gesetzt. Unter seinem Nachfolger, Prem Tinsulanonda, erlebte Thailand seit 1980 trotz verschiedener Putschversuche eine Phase relativer innenpolitischer Stabilität. Nach den Wahlen 1988 wurde Chatichai Choonhavan Ministerpräsident. Er wurde in einem Militärputsch 1991 gestürzt. Die Militärregierung stellte Neuwahlen und eine neue Verfassung in Aussicht; im März 1991 wurde Anand Panyarachun als Ministerpräsident eingesetzt. Nach Parlamentswahlen im März 1992 wurde auf  Druck des Militärs im April General Suchinda Kraprayoon Ministerpräsident. Nach vom Militär blutig niedergeschlagenen Unruhen im Mai musste er jedoch zurücktreten. König Bhumipol ernannte daraufhin im Juni 1992 erneut Anand Panyarachun zum Ministerpräsidenten. Im September fanden Parlamentswahlen statt, welche die Opposition deutlich gewann. Ministerpräsident wurde Chuan Leekpai; er hob 1992 das seit 1976 geltende Notstandsgesetz auf und leitete wiederum eine Demokratisierung des Landes (Reform der Verfassung) ein.

 

Politisches System:
Konstitutionelle Monarchie; Übergangsverfassung von 1991 (1992 und 1995 geändert). Staatsoberhaupt ist der König; er ist auch religiöses Oberhaupt. Die Exekutive liegt bei der Regierung unter Führung des Ministerpräsidenten. Die Legislative nimmt das Zweikammerparlament (Repräsentantenhaus, 360 von Volk auf 4 Jahre gewählte Mitglieder; Senat, 270 vom Militär ernannte Mitglieder) wahr. Der Senat ist seit 1992 vom Gesetzgebungsverfahren ausgeschlossen. Die bis 1992 festgeschriebenen Vollmachten der Streitkräfte wurden weitgehend beschnitten. Das Parteiensystem besteht aus 2 Blöcken, zum einen den jeglichen Zusammenarbeit mit den Militärs ablehnenden Parteien wie beispielsweise Democratic Party, DP; New Aspiration Party, NAP; Palang Dharma; Social Action Party, SAP, zum anderen den mit den Streitkräften sympathisierenden Gruppen wie Chart Thai und Chart Patana.

 

 

 

 

 

 

 

 

THAIFONTS

 

Schrift:
Geschrieben wird Thai mit einer Buchstabenschrift, welche jedoch nichts mit der Lateinischen gemein hat. Das Thai-Alphabet umfasst 44 Konsonanten, 21 Vokale, 10 Doppel- und Dreifachlaute, 4 Tonzeichen und 4 weitere Hilfszeichen. Eine Schwierigkeit für den Thai-Lernenden liegt darin, dass gewisse Vokale nach dem Konsonaten geschrieben werden, andere davor, wieder andere darüber oder darunter. Es gibt keine Gross- und Kleinschreibung.

 

Wollten Sie auch schon auf Ihrem PC in thailändischer Schrift schreiben, scheiterten aber, da die entsprechenden Programme nicht richtig funktionierten oder Sie hatten sogar einen Absturz ohne ersichtlichen Grund; so kann ich Ihnen folgende Lösung anbieten: 
Ich habe zusammen mit Schülern als Projektarbeit einen Satz an Thaischriften (TTF-Fonts) kreiert, welche man im deutschen Windows installieren und ohne Bedenken in den gängigen Programmen wie Winword oder Excel verwenden kann. Zusatzprogramme oder andere komplizierte Handgriffe sind dabei nicht nötig. Einfacherheitshalber sollte man eine Thai-Tastatur kaufen, damit man ungehindert schreiben kann. Andernfalls kann man auch die bestehende Tastatur mit den Thaizeichen versehen (Klebeetiketten oder mit Filzstift beschriften).  

Zu einem Selbstkostenpreis von nur Fr. 15.- (resp. 12 Euro) exkl. Porto kann ich Ihnen eine Diskette mit 21 verschiedenen Thai-Schriftarten inkl. Installationsanleitung und einem Ausdruck der Tastaturbelegung anbieten. Bitte geben Sie bei der Bestellung Ihre Postadresse an, damit ich die Diskette umgehend zu Ihnen verschicken kann.
 

  Bestellung via E-Mail

 

Wie kann ich im Internet Thai lesen?

Es gibt einige Websites, welche in Thai geschrieben sind. Allerdings werden diese Thaizeichen oft nicht korrekt dargestellt und man erhält irgendwelche Hieroglyphen auf dem Bildschirm.

Hier ist das Vorgehen, wie man die Thaizeichen korrekt anzeigen kann:
Hierfür benötigt man allerdings den Internet-Browser Microsoft Explorer Version 5.5.

 

1. Installation der Thai-Schriftart:
- Browser laden
- In der Menüleiste "Ansicht" wählen
- "Codierung" wählen
- "Mehr" wählen
- "Thai" anklicken. Das System verlangt jetzt die CD, welche Microsoft Explorer enthält, damit die Schriftart installiert wird.

 

2. Anzeigen der Thai-Websites:
- Browser laden
- Eine in Thai geschriebene Website laden
- In der Menüleiste "Ansicht" wählen
- "Codierung" wählen
- "Thai" anklicken. Nun sind alle Zeichen in Thai darstellbar.

 

 

Die Sprache:
Thai wird in ganz Thailand gesprochen, in gewissen Regionen mit zum Teil starken dialektalen Abweichungen. Die offizielle Hochsprache oder Schriftsprache ist jedoch überall im öffentlichen Leben gebräuchlich und wird an allen Schulen einheitlich unterrichtet.

Das Thai ähnelt teilweise dem Chinesischen, mit dem es gemeinsam mit Tibetisch, Burmesisch, Vietnamesich, Laotisch und Khmer in eine Sprachfamilie gehört. Eng verwandt ist Thai mit dem Laotischen. Die Laoten sind für die Thais in gewisser Weise wie Brüder oder Schwestern, sie können sich gegenseitig gut verstehen.
Im Verlauf der buddhistischen Missionierung Südostasiens gelangte viel altindisches Wortgut aus dem Sanskrit und Pali ins Thai und ist bis heute in Gebrauch. Diese sanskrit- und pali-stämmigen Wörter sind besonders häufig im kulturellen Wortschatz wie Bildung, Literatur, Wissenschaft, Religion, Gesetz, Politik, Vor- und Familiennamen zu finden; man erkennt sie an der Länge und an der komplizierten Schreibweise. Die echten Thai-Wörter dagegen sind meist ein- oder zweisilbig und gehören zum Wortschatz des Alltagslebens. Dazu kommt heute der immer stärker werdende Einfluss des Englischen, der das Vokabular spürbar erweitert.
Doppelkonsonanten werden von den Bewohnern Bangkoks nicht gesprochen und das "r" wird dort grundsätzlich zum "l".

Im Gegensatz dazu ist die Grammatik des Thai für den Europäer ausgesprochen einfach. Das Wort wird grundsätzlich nicht  verändert. Es gibt also keine Pluralform, keine Deklination, keine Konjugation und damit keine Gegenwart-, Zukunft- und Vergangenheitsformen beim Verb. Artikel vor Substantiven sind ebenfalls unbekannt. Auch die Satzbaupläne sind auf der Grundstufe ganz klar und überschaubar. Dies darf jedoch niemals zu der völlig falschen Annahme verleiten, dass das Thai deswegen eine primitive Sprache ist. Ganz im Gegenteil, Thai ist eine Sprache mit einer sehr hohen Kultur. Wer lange genug lernt, wird bald davon beeindruckt sein. Der Reichtum an Wörtern, Satzformen und festen Bedeutungsnuancen ist überwältigend.

Eine genauere Betrachtung erfordert das Lautsystem. Aus zwei Gründen: Erstens kommen viele Laute des Thai im deutschen Lautsystem gar nicht vor und zweitens gibt es im Thai 5 bedeutungsdifferenzierende Silbentöne. Dies ist etwas völlig Neues für Deutschsprachige. Spricht man ein Wort mit falschem Ton aus, ändert sich die Bedeutung und man wird miss- oder gar nicht verstanden. Diese Töne sind mittel, tief, fallend, hoch und steigend.
Beispielsweise heisst das Wort "mah" Hund, kann aber je nach Aussprache auch "Pferd" oder "kommen" bedeuten. Noch schwieriger ist es mit dem Wort "may". Es kann sowohl, je nach Aussprache, "neu", "nicht", "Seide", "brennen" bedeuten als auch ein Fragepartikel darstellen.
Auch bei den Konsonanten gibt es teilweise feine Nuancen, die wir mit unserem lateinischen Alphabet kaum umschreiben können. Deshalb ist es beim Erlernen dieser Sprache sehr wichtig, genau zuzuhören und richtig nachzusprechen.

 

Einige nützliche Ausdrücke (in lateinischer Schrift geschrieben):
 

Guten Tag (von Mann)

sawatdii khap 

Gut schmecken

aroy

Guten Tag (von Frau)

sawtdii kha

Zimmer

hong

Wasser

naam

schlafen

noon

schnell

reo

langsam

tscha

Das Essen

aahaan

essen

gin

trinken

düüm

Taxi

rot thäksii

Mensch, Person

khon

Kopf

hua

Eisenbahn

rot fay

Flugzeug

khrüang bin

Reis

khaao

Suppe

tom yam

 

Das macht nichts. Schon gut, bitte sehr

mai pen rai

Kannst Du Thai sprechen?   Können Sie Thai sprechen?

khun phuut thay daay may

Was kostet das?

rakhaa thaoray

Ich möchte Ananas essen.

tschan yaak gin sapparot

Wie spät ist es?

kii mong lääo

Magst Du Thailand?   Mögen Sie Thailand?

khun tschoob müang thay may

Was suchst Du?   Was suchen Sie?

khun haa aray

Wohin gehst Du?   Wohin gehen Sie?

khun dscha pai nai

Darf ich gerade etwas fragen?

khoo thaam aray noy

Danke

khoop khun khap (Mann), khoop khun kha (Frau)

Wie geht es Dir?   Wie geht es Ihnen?

khun sabai-dii rüü

Ich verabschiede mich.

phom laa khun (Mann), tschan laa khnu (Frau)

Wie heisst Du?   Wie heissen Sie?

khun tschüü arai

Bist Du Schweizer?   Sind Sie Schweizer?

khun pen khon sawid tschay may

 
Die Personalpronomen Du und Sie bestehen wie im Englischen nur aus einer Bezeichnung, nämlich "khun".
Khap (für männliche Sprecher) und kha (für weibliche Sprecher) sind Höflichkeitspartikel, mit denen Sätze sehr häufig abgeschlossen werden. Diese Formen können auch für "ja" verwendet werden.
 

Zahlen und Wochentage:
 

0

suun

11

sip-et

20'000

soong müün

1

nüng

12

sip-soong

100'000

sään (nüng sään)

2

soong

13

sip-saam

500'000

haa sään

3

saam

20

yii sip

1'000'000

laan

4

sii

21

yii sip-et (nicht soong-sip)

Montag

wan dschan

5

haa

30

saam sip

Dienstag

wan angkhaan

6

hok

100

rooy (nüng rooy)

Mittwoch

wan phut

7

dschedt

200

soong rooy

Donnerstag

wan pharühat

8

päädt 

1000

phaan (nüng phaan)

Freitag

wan suk

9

gau

4000

sii phaan

Samstag

wan sau

10

sip

10'000

müün (nüng müün) 

Sonntag

wan athit

 

 

Thai ist zwar keine leichte, aber durchaus eine lernbare Sprache.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

FEIERTAGE & FESTE

 

Neujahr:
Wird wie bei uns in Europa gefeiert, in Chiang Mai mit einem Corso.

 

Makha Bucha:
Ist ein nationaler Feiertag und gleichzeitig der erste wichtige im buddhistischen Jahr. Er fällt auf den Vollmondtag der dritten Mondperiode, üblicherweise Anfang Februar.

 

Blumen Festival:
Wird im Februar in Chiang Mai gefeiert.

 

Chakri-Tag:
Dieser findet zu Ehren des Begründers der Chakri-Dynastie am 6. April statt. Der gegenwärtige König, Bhumibol Adulyadej, ist der neunte Monarch dieser Dynastie.

 

Songkran:
Das buddhistische Neujahresfest wird vom 13. - 15. April besonders intensiv in Chiang Mai gefeiert. Dazu gehört nach alter Sitte das gegenseitige Besprühen mit Wasser, das dort in regelrechte Wasserschlachten ausartet.

 

Zeremonie des ersten Pflügens:
Wird Ende April/Anfang Mai in Bangkok mit der symbolischen Aussaat von Reiskörnern durch den König zelebriert.

 

Wisaka Bucha:
Ist der höchste buddhistische Feiertag überhaupt, welcher Buddhas Geburt, Erleuchtung und Tod gewidmet ist. Entsprechend dem Mondkalender mit wechselndem Datum Ende Mai.

 

Skyrocket- Festival:
Findet in den Dörfern des Nordens vor Beginn der Regenzeit im Mai statt.

 

Ashana Bucha-Tag:
Dieser findet Ende Juli statt. Die Gläubigen gedenken bei einer Kerzenprozession an die erste Predigt Buddhas.

 

Khao Pansa:
Ist der Beginn der dreimonatigen Fastenzeit der buddhistischen Mönche, dies ist meist Ende Juli.

 

Geburtstag der Königin Sirikit:
Am 12. August, dem Geburtstag der Königin Sirikit, überschlägt sich die Nation mit Glückwünschen.

 

Ork Pansa:
An diesem Tag Ende Oktober endet die Fastenzeit der Mönche. Die Regenzeit gilt als beendet.

 

Chulangkorn-Tag:
Am 23. Oktober wird der Todestag des Königs Rama V., der Vater der Thaigeschichte, geehrt.

 

Loi Krathong:
Ist im November und ist eines der schönsten thailändischen Feste überhaupt. Man setzt brennende Kerzen auf Blätter oder kleine Schiffchen und lässt sie zu tausenden auf allen Gewässern schwimmen. Sehr eindrucksvoll ist dies auf den Seen in der Ruinenanlage von Sukothai.

 

Elefanten-Round Up:
Am dritten Wochenende im November ist Surin Schauplatz des Elefanten-Round Ups, eine der grössten touristischen Attraktionen des Isaans. Surin ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Ort im Val Lumnezia des Kantons Graubünden.

 

Geburtstag des Königs:
Dieser findet am 5. Dezember statt und wird landesweit gefeiert. An einigen Orten werden die Armen kostenlos verköstigt.

 

Weihnachten:
In den touristischen Zentren wird am 25. Dezember Weihnachten gefeiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BUDDHISMUS

 

Kloster (Wat):
95% der thailändischen Bevölkerung bekennen sich zum Buddhismus. Er ist Staatsreligion und hat das Land und seine Menschen zutiefst in allen Bereichen geprägt. Etwa 25'000 Tempel zeugen von der Allgegenwart dieser Religion.
Traditionell gehört zu einem Tempel ein Klosterbezirk (Wat) mit Bibliotheken, Lehrsälen und Unterkünften für die Mönche. Die verschiedenen Bauwerke eines Tempelkomplexes sind:

- Chedi:
Kultisches Zentrum eines Wats und deshalb das höchste Bauwerk, in welchem Reliquien aufbewahrt werden. Die Form reicht von der kreisförmigen Glocke bis zum Turm mit quadratischer Basis. Je nach Kulturkreis wird dies auch Stupa oder Pagode genannt.

- Viharn:
Ist eine rechteckige Halle, in der sich die Mönche und Gläubige zur Andacht versammeln.

- Bot:
Dient den Feierlichkeiten wie der Mönchsweihe. Der Bot ist dem Viharn ähnlich, jedoch kleiner. Man erkennt ihn an den Begrenzungssteinen, die den geweihten Platz markieren.

- Mondhop:
Ist eine architektonische Verschmelzung von Chedi und Viharn zu einem Bauwerk.

- Prang:
Zierturm in Form von Chedis und Stupas. Der bekannteste ist jener des Wat Arun in Bangkok.
 

Buddha:
Der Buddhismus beruht auf der Lehre von Siddharta Gautama, einem Fürstensohn, der um das Jahr 543 vor Christus in Lumphini, im heutigen Tiefland Nepals, das Licht der Welt erblickte. Der Ehrentitel "Buddha" (= der Erleuchtete), unter dem er später in ganz Asien und darüber hinaus bekannt werden sollte, wurde ihm erst am Ende seiner religiösen Suche von seinen Anhängern verliehen.
Siddharta Gautama lebte in seiner Jugend ein ausschweifendes Leben, so wie es für die meisten Fürstenfamilien typisch war. Schon früh kamen ihm Zweifel über Sinn und Nutzen von materiellen Errungenschaften. Als er dann im Alter von 29 Jahren ausserhalb des Palastes viele alte, kranke und unterernährte Leute sah, verliess er dann das angebliche Paradies, trennte sich für immer von seiner jungen Ehefrau und dem gearde geborenen Sohn und suchte in der Einsamkeit Antworten auf die Fragen des Lebens. Dabei unterwarf er sich streckenweise asketischen Disziplinen, die er aber bald als nutzlos verwarf. Die Wahrheit lag, so erkannte er später, immer auf dem "Mittleren Weg", also niemals in zu Extremen neigenden Denk- und Handlungsweisen. Diese Philosophie von einem ausgeglichenen Handeln und Denken hat bis heute tiefgreifende Spuren in der Psyche der Thais hinterlassen.
Nach vielerlei Kasteiungen erlangte Siddharta Gautama, unter einem Bodhi-Baum meditierend, schliesslich die Erleuchtung. Der Ort des Ereignisses, das das Leben eines Grossteils der Menschheit von nun an mitprägen sollte, liegt im heutigen Nordindien und wurde von nun an Bodh Gaya genannt, frei übersetzt der Ort der Erleuchtung.
Der frisch erleuchtete Buddha fasste seine Erkenntnisse in die vier "Edlen Wahrheiten" zusammen:

 

1. Dukkha  (= Schmerz; alles Leben ist Leiden)
2. Samudaya  (=Begierde; alles Leiden wird durch Begierden hervorgerufen)
3. Nirodha  (=Beendigung; dem Leiden kann durch Auslöschen der Begierden ein Ende gesetzt werden.
4. Magga  (=Weg; die Begierden lassen sich durch das Begehen des edlen achtfachen Pfades auslöschen)

 

Der achtfache Pfad ist eine Art Lebenskodex, der dem, der ihm folgt, eine hohe moralische Haltung und ungebrochene Selbstdisziplin abverlangt. Er besteht aus den folgenden acht Punkten:

 

1. Der richtigen Erkenntnis  (Erkennen der Grundprobleme aller Existenz)
2. Dem rechten Denken  (Denken, ohne zu verletzen, dem Hegen von edlen Gedanken)
3. Der rechten Rede  (Reden, ohne zu verletzen oder ohne aus eigennützigen Motiven zu lügen)
4. Den rechten Taten  (Nicht töten, stehlen, usw., sondern seinen Mitmenschen zu helfen)
5. Dem rechtem Lebenserwerb  (Lebenserwerb, der nicht andere auf irgendeine Weise schädigt)
6. Der rechten Bestrebung  (Aus eigener Kraft die negativen Gedanken überwinden)
7. Der rechten Aufmerksamkeit  (Durch Meditation zur Selbsterkenntnis zu gelangen)
8. Der rechten Konzentration  (Gedanken bis zu seinem Ende, ohne davon abzuschweifen, zu verfolgen)
 

Philosophie (ausgehend vom Dukkha):
Leiden entsteht aus Begehren. Endet das Begehren, so endet hiermit auch das Leiden. Deshalb möchte sich der gläubige Buddhist vom Leiden befreien. Er möchte den Kreislauf der ewigen Wiedergeburt durch eine richtige Lebensführung brechen, um dann im Nirwana, dem endgültigen Erlöschen des Seins, die Erlösung von dieser Welt zu finden.
 

Tham Buun, die Pluspunkte für die Wiedergeburt:
Weil der buddhistische Thai an seine Wiedergeburt glaubt, deren Umstände von seinen vorangegangenen Handlungen abhängt, versucht er, sich durch gute Taten, auf Thai übersetzt Tham Buun, für ein möglichst günstiges Schicksal zu qualifizieren. Diese Philosophie des Tham Buun beruht also unmittelbar auf der Theorie des Karma; das heisst, gute Taten in diesem Leben werden durch ein glückliches nächsten Leben belohnt, schlechte durch ein entsprechend leidvolles.
Ein alltägliches Beispiel von Tham Buun ist die Essensspende an die Mönche:
Jeden Morgen, mit Ausnahme der dreimonatigen Fastenperiode Jam Pansa, machen sich die Mönche auf ihren Almosengang, bei dem sie sich ihre Sammelgefässe, dem Baat, von den Gläubigen mit Speisen füllen lassen. Dieses allmorgendliche, faszinierende Ritual gilt dabei keineswegs als Bettelei. Nein, im Gegenteil, da die Mönche den Gläubigen dadurch die Gelegenheit geben, etwas Gutes zu tun, ist man diesen dafür aufrichtig dankbar.
Beobachtet man den Almosengang, so fällt auf, dass es die Geber sind, die sich respektvoll und ehrfürchtig den Empfängern nähern. Letztere quittieren die Gaben wortlos und ohne Anteilnahme.
Thailands buddhistische Tradition will es, dass jeder buddhistische Mann mindestens drei Monate seines Lebens als Mönch verbringt. In den früheren Zeiten mag damit das brennende Verlangen nach Meditation und Erleuchtung verbunden gewesen sein, heute ist dies sicherlich nur noch in Ausnahmefällen der Grund für den Schritt in den Mönchsstand. Viele junge Männer halten es für ihre Pflicht ihren Eltern gegenüber, ihnen durch ihr Mönchsein Verdienste für das nächste Leben zu verschaffen. Als Nebeneffekt fällt aber auch ein grosser Teil "Tham Buun" für den Mönch selber ab.
Eine weitere Gruppe von Mönchen stammt aus ärmeren Bevölkerungsschichten, die ihren Kindern infolge der teils hohen Schulgebühren nur eine ungenügende Schulausbildung zukommen lassen können. Der Tempel bietet da eine Ausnahme. Dort können die Mönche kostenlos und nach Herzenslust studieren und werden währenddessen bei ihren morgendlichen Almosengängen mit Speisung versorgt.
Jedoch nur wenige junge Männer, welche sich zu Mönchen weihen lassen, streben eine klerikale Karriere an. Der Mönch kann jederzeit aus dem Mönchsstand austreten; ob und wann er austritt, entscheidet er alleine. Jeder aber, der einmal Mönch war, egal ob nur für einige Wochen oder mehrere Jahre, geniesst in seiner Umgebung ein gewisses Ansehen.
 

Buddhatage (Wan phra):
An den Buddhatagen, etwa viermal pro Monat zu begehende, dem Buddha geweihten Tage (keine gesetzlichen Feiertage), essen zahlreiche Gläubige nur vegetarisch. Wem das ein zu grosses Opfer erscheint, isst zumindest eine vegetarische Mahlzeit. Am Buddhatag dürfen auch offiziell keine Tiere geschlachtet werden. Der Verzicht auf das sonst so heissgeliebte Fleisch und die damit verbundene, indirekte Schonung der essbaren Tierwelt soll ebenfalls Glück im nächsten Leben verhelfen.
Manche Gläubige verzichten an den Buddhatagen sogar auf allerlei Genussmittel wie Alkohol oder Zigaretten und haben keinen Geschlechtsverkehr.
 

Jam Pansa:
Während der dreimonatigen Fastenperiode der Mönche zwischen Ende Juli bis Ende Oktober verzichten strenggläubige Buddhisten entweder auf den Alkoholgenuss oder auf das Rauchen; ausserdem ernähren sich wenige während dieser Periode streng vegetarisch.
 

Hausaltar:
In den Wohnungen oder Häusern der buddhistischen Thais steht irgendwo auf Kopfhöhe oder höher ein kleiner Altar mit einer Buddhastatue, umgeben von Bildern und Blumen. Beim Altar gibt es auch einen Platz für Opfergaben. Buddhistische Hausbesucher verbeugen sich vor dem Hausaltar.

 

Auch Mönche sind nur Menschen:
Immer wieder kann man in thailändischen Zeitungen Berichte über Mönche lesen, welche beispielsweise abends ihre orange-farbenen Mönchsroben ablegen, sie gegen Jeans und T-Shirt austauschen und dann die Nacht bei ihren Freundinnen verbringen.
Ich habe auch schon Mönche gesehen, welche Zigaretten rauchen oder Bargeld auf sich tragen, obwohl es ihnen eigentlich unterlassen ist, Geld zu besitzen.
Ausserdem haben die Zeitungen schon von Mönchen berichtet, welche sich illegal um ein paar Millionen Baht bereicherten.
 

«Sex-Eskapaden» in der Liebeslaube
Von Willi Germund, Bangkok
«Sex-Eskapaden» in der Liebeslaube, BAZ vom 06.11.2000

Sie legen ein Armutsgelübde ab und verpflichten sich, Alkohol und Frauen zu meiden. Aber während der vergangenen Wochen zeigten mehrere Skandale, dass Thailands Mönche es mit den Regeln nicht so genau nehmen. Die Folge: Der Buddhismus gerät in Thailand zunehmend in Verruf.
Als die 30 Mönche des Wat Tha Chang wie üblich mit ihren Bettelschalen auszogen, um Lebensmittel bei den Bewohnern des nahegelegenen Dorfes Tambon Khao Phra zu sammeln, erlebten sie ihres blaues Wunder. Statt Almosen gab es Prügel. Im zu 95 Prozent buddhistischen Thailand, in dem die Mönche neben der Monarchie bislang die respektierteste Institution des Landes darstellen, grenzen die Schläge für die Bettelmönche an eine Revolution. Anlass des Aufruhrs: Thammathorn Wanchai, der Abt des Klosters, war ein paar Tage früher von der versteckten Kamera eines Fernsehsenders ertappt worden, als er die Nacht mit zwei bildhübschen, jungen Damen in einem Privathaus in Bangkok verbrachte. Zu den 227 Eiden, die er vor Amtsantritt ablegte, gehörte freilich der Schwur, jeglichem intimem Kontakt zu Frauen zu entsagen - und auch die Finger vom Alkohol zu lassen.
Doch der Klosterchef nahm es mit den religiösen Regeln nicht so genau. In der Offiziersuniform des Mitglieds einer Spezialeinheit der thailändischen Streitkräfte und mit Perücke getarnt liess Wanchai sich in seiner eigenen Mercedes-Limousine zu feuchtfröhlichen Festen in Karaokebars chauffieren. Damit es nicht zu langweilig wurde, gründete Wanchai mit zehn anderen Mönchen die «Chivas Gang», benannt nach einer Whiskymarke. Bei einer Durchsuchung seiner «Liebeslaube» in Bangkok fanden die Behörden zu allem Überfluss nicht nur Kondome und Reizunterwäsche, sondern auch pornographisches Material.
Die «Sex-Eskapaden», so eine Tageszeitung in der Hauptstadt Bangkok, des 43-jährigen Mönchs versetzten Thailand in helle Aufregung. Denn kaum eine Woche früher hatte bereits Phra Pativetviset, der wichtigste Abt in Bangkok, sein Amt niederlegen müssen. Er war während einer Razzia um Haaresbreite der Festnahme in einem zweifelhaften Etablissement entkommen. Auch diese Affäre schlug in Thailand ein, als wäre der katholische Kardinal von Köln in einem Eros-Center gesehen worden.
«Noch nie in der Geschichte Thailands sah sich unsere buddhistische Institution einer ähnlich beschämenden und unerklärlichen Glaubenskrise gegenüber», klagte prompt die Tageszeitung «The Nation». Denn die beiden Sexskandale fügen sich in eine Reihe von Affären des thailändischen Klerus. Vor einigen Jahren fiel ein Mönch auf, der tote Säuglinge siedete, weil das so gewonnene Öl angeblich magische Kräfte verlieh. Ein anderer Glaubensbruder wurde der Nekrophilie in den Leichenkammern seines Klosters überführt. Erst im September brüstete sich ein weiterer Mönch in einer Zeitung mit einer seltenen Sammlung: 60 teure Mercedes-Oldies, finanziert mit den Spenden seiner Gläubigen. Der leichtfertige Umgang mit dem Geld erzürnt viele Thais. Nahezu jeder Mann verbringt während seines Lebens ein paar Wochen in einem buddhistischen Kloster. Und die Thais füttern die Bettelmönche nicht nur mit Almosen durch.
Für viele Gläubige gehören beim «Wai Phra», dem Opfer für ein Kloster, auch Geldspenden zur Routine. Traditionell zählt diese Investition in den Glauben als eine Art «Versicherung für die Zukunft».
Statt dessen scheint das Geld den Sündenpfuhl so manchen Mönches zu finanzieren. Kein Wunder, dass der Volkszorn Wellen schlägt. Denn zunehmend scheinen die Äbte sich dieser Gaben zu bedienen, um entgegen ihrem Armutsgelübde einen ausschweifenden Lebensstil zu finanzieren. Auch Wanchai, der Chef der «Chivas Gang», finanzierte seinen Mercedes mit Spendengeldern. Die «Sangha», der oberste Rat der buddhistischen Mönche in Thailand, ahndete Verstösse während der Vergangenheit freilich mit grösster Toleranz.
Wanchai zumindest wurde nach seiner ruchbar gewordenen «Sexkapade» kurzerhand aus dem Kloster verstossen. Aber die Tageszeitung «The Nation» fürchtet nach der Serie von neuen Skandalen um den Bestand des Buddhismus, der vor rund tausend Jahren aus Indien nach Thailand kam: «Es handelt sich um Symptome der Dekadenz und des Verfalls. Der Niedergang scheint unaufhaltsam.»

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SANTI ASOKE

 

Wie in jeder Religion gibt es auch innerhalb des Buddhismus verschiedene Sekten. Die bekannteste davon dürfte sicherlich die "Santi Asoke"-Sekte sein.

Phra Bhodhirak, 1934 geboren, ist ein reformistischer buddhistischer Aktivist, der im Konflikt mit Thailands offizieller Sanghahirarchie (Gemeinschaft der Mönche, bzw. ein daraus gewählter Aufsichtsrat, besteht vorwiegend aus konservativen, älteren Herrschaften) steht. Ihm wird vorgeworfen, dass er sich ausserhalb den staatsrechtlich sanktionierten Buddhismus stellt, weil er nicht als Mönch registriert ist, dass er die geistliche Hierarchie kritisiert und dass er unter den Thais Verwirrung stiftet bezüglich der Frage, wem sie in der Religion vertrauen sollten.
Phra Bhodhirak hat als Anhänger etwa 1000 Mönche und ehemalige Mönche, sowie viele Tausend Mitglieder der Santi Asoke Zentren in Bangkok, Nakhon Pathom, Korat, Nakhon Sawan und Roi Et. Seine Anhänger glauben, dass Phra Bhodhirak der asketischste und reinste buddhistische Lehrer Thailands ist.

Phra Bhodhirak wurde als Magkul Rakpong in der Provinz Sisaket geboren. Er wurde dann ein erfolgreicher Fernsehproduzent. 1970 wurde er Mönch. Bald trennte er sich von den anderen Mönchen, wurde strenger Vegetarier und beschuldigte die anderen Mönche, träge, materialistisch und zu sehr mit Magie und Riten beschäftigt zu sein. 1975 gründete er sein Santi Asoke-Centre. Gleichzeitig verkündete er seinen Bruch mit der Ordenshierarchie, blieb aber ein ordinierter Mönch.
Phra Bhodhirak kümmert sich mehr um die buddhistische Praxis als um die Lehre. Er hielt ein schlichtes, tatkräftiges Leben für wichtiger als abstrakte Meditation und er forderte von seinen Anhängern strenge Enthaltsamkeit und Verzicht auf tierische Nahrung.
Er zieht besonders Händler und kleine Geschäftsleute an. Einer der Hauptunterstützer war der populäre Bürgermeister von Bangkok, Chamlong Srimuang. Heute verneint dieser jedoch jeden Kontakt zu Santi Asoke.

Seit 1979 kritisierten die hierarchischen Gremien Phra Bhodhirak, aber erst Mitte 1989 ordnete der Sangha den Ausschluss aus dem Mönchsorden an und bat das Religionsdepartement, den Beschluss zu vollziehen. Phra Bhodhirak und 79 Santi Asoke Mönche, resp. Nonnen, wurden vor einem Gericht in Nakhon Pathom angeklagt, dass sie zu unrecht Ordenskleidung tragen. Phra Bhodhirak wurde angeklagt, diese 79 Personen zu diesem Vergehen angestiftet zu haben. Zunächst weigerte sich Phra Bhodhirak, der Anordnung Folge zu leisten. Daraufhin wurde er für kurze Zeit arrestiert. Die Fernsehanstalten erhielten die Weisung, dieses Ereignis nicht zu melden. Dann aber wechselte Phra Bhodhirak sein gelbes Mönchsgewand gegen ein weisses ein. Er weigerte sich aber weiterhin, seinen Austritt aus dem Mönchsorden zu erklären. Die führte zu einer der Anklagen gegen ihn. Die Anhänger der Santi Asoke-Sekte kritisieren den offiziellen Sangha als zu ritualistisch, materialistisch und dem Kommerz ergeben. Phra Bhodhirak fordert von seinen Anhängern, keinen wertvollen Besitz zu haben und nur einmal täglich ein vegetarisches Mahl zu essen.

1991 dauerte das Rechtsverfahren schon zwei Jahre. Beobachter meinten, dass diese lange Dauer dazu dienen sollte, Phra Bhodhirak kleinzukriegen. Santi Asoke hat unter der Mittelschicht starke Unterstützung.
Staat und Sangha mussten jedoch bald einsehen, dass eine weitere Verfolgung unsinnig wäre und der gescholtenen Sekte womöglich noch weitere Anhänger liefern könnte. Wie man weiss, ist any publicity good publicity. Einen weiteren Zulauf hätte man sicherlich nicht gewünscht, da unter anderem auch wertvolle Spendengelder in die Kasse von Santi Asoke geflossen wären. So erstarb die Diskussion allmählich.

Bei der Debatte standen grosse Teile der Bevölkerung und die allermeisten Politiker auf der Seite der Sangha. Journalisten, welche positiv über Santi Asoke berichteten, wurden sogar mit Gefängnis und ihre Zeitungen mit sofortiger Schliessung gedroht. Diese Überreaktion zeigte nun die Grenzen thailändischer Demokratie und Meinungsfreiheit auf. So wurde vor allem eine thailändische Urangst offengelegt:
Die Angst, das so mühsam aufrecht erhaltene Staatsgefüge könne jeden Moment zusammenbrechen. Es beruht auf drei den Grundpfeilern, welche auch in der Nationalflagge ihren symbolischen Ausdruck finden, nämlich der Monarchie (in der Flagge als blauer Streifen dargestellt), Nation (in der Flagge rot) und Religion, was in der Mehrheit mit Buddhismus gleichzusetzen ist (in der Flagge weiss).
Rumort es in einem dieser drei Grundpfeilern, in diesem Falle im Standbein Religion, so scheint das gesamte Staatsgefüge gefährdet.

Den Santi Asoke-Mitgliedern wird vorgeworfen, zu sehr am eigenen Gutsein zu hängen, stur und zu intolerant gegenüber anderen zu sein. Phra Bhodhirak sei in seinem Vorgehen töricht, aber sehr charismatisch.
 

Santi Asoke in der Schweiz:
In der Schweiz gibt es ebenfalls wenige Thaifrauen, welche Phra Bhodhirak verehren und gewisse Regeln von Santi Asoke befolgen. So ernähren sich diese Frauen vegetarisch, berufen sich auf Naturprodukte und leben eher zurückgezogen. Aber selbst bei diesen andersdenkenden Frauen gibt es erhebliche Widersprüche: Auf der einen Seite werden Naturprodukte, vegetarische Ernährung, sowie Enthaltsamkeit und Verzicht auf Vergnügen propagiert, auf der anderen Seite bleibt der Materialismus dennoch allgegenwärtig, was keinesfalls den Regeln des Santi Asoke entspricht. Somit tragen auch die Schweizer-Santi-Asoke-Frauen gerne Godschmuck und elegante Kleider, gehen gerne in die Ferien und nehmen am Wohlstand teil.
Wie lange noch diese Frauen die Regeln des Santi-Asoke befolgen und ob sich noch weitere gleichgesinnte Personen dieser kleinen Gruppe anschliessen, ist nicht voraussehbar. Erwiesen ist allerdings, dass dieser abrupte, für Aussenstehende nicht nachvollziehbarer Sinneswandel, sich negativ auf eine Partnerschaft auswirkt und der (europäische) Partner damit oft überfordert ist. Entweder muss er die neuartige Gesinnung seiner Frau wohl oder übel akzeptieren oder die Ehe wird mit grosser Wahrscheinlichkeit scheitern, denn der Partner wird wohl kaum bereit sein, deswegen sein Leben völlig umzustellen.
Zudem ist es für den Partner enorm schwierig, die Gründe für den Sinneswandel seiner Frau herauszufinden, da sprachliche Barrieren seitens der Frau vorhanden sind, um eine sachliche Diskussion über dieses Thema zu führen.
Es sei noch erwähnt, dass die Santi-Asoke-Anhängerinnen Thai-Vegetarische Nahrung zu sich nehmen, also täglich Sojaprodukte, Vollkornreis und Gemüse, wobei diese Nahrung nicht überall erhältlich ist und ausserdem den wenigsten "gewöhnlichen" Thais schmeckt...

Wie bemerkt der Ehemann, dass seine eigene Thaifrau eine Anhängerin von Santi Asoke ist?
 

1.

Sie ernährt sich plötzlich vegetarisch

2.

Sie trinkt keinen Alkohol und raucht nicht; dies scheint jedoch nicht verdächtig, weil viele Thaifrauen ohnehin keinen Alkohol trinken und nicht rauchen

3.

Sie schaut stundenlang Videos, welche langandauernde, eintönige Monologe des Phra Bhodhirak beinhalten 
(Phra Bhodhirak und die Anhänger der Sekte tragen dunkelbraune, teilweise auch weisse Mönchsgewänder)

4.

Sie hört stundenlang Kassetten mit den selben Texten des Phra Bhodhirak

5.

Sie lebt zurückgezogen

6.

Sie verzichtet auf Vergnügen wie Disco, Theater, Konzerte, etc. Auch der typische thailändische Sanuk fällt zum Opfer

7.

Sie ist verschlossen, ja sie wirkt teilweise egoistisch oder sogar arrogant

8.

Der alte Freundeskreis verschwindet allmählich, hingegen erscheinen neu Frauen mit derselben Gesinnung

9.

Sie propagiert Naturprodukte, vegetarisches Essen, Enthaltsamkeit und die Sekte selbst

10.

Sie verteidigt vehement die Grundsätze des Santi Asoke, sie ist manchmal intolerant gegenüber Andersdenkenden

11.

Sie grüsst weitere Sektenanhängerinnen nicht wie üblich mit "Sawadii kha", sondern mit "Tscha löön tham"

12.

Sie zeigt eher wenig Interesse an weltlichen, nicht religiösen Dingen

 
Weitere Informationen zum Thema Santi Asoke:
Santi Asoke, zu deutsch "Frieden und Sorglosigkeit", ist eine 1975 gegründete buddhistische Sekte, die sich auf den "reinen", nicht durch animistische Praktiken verfälschten Buddhismus zurückbesinnen will. Der Sangha (konfessioneller Aufsichtsrat) behauptet allerdings, Santi Asoke untergrabe den Buddhismus und ging sogar gerichtlich gegen die Sekte vor. Anzulasten war den Mitgliedern der Sekten jedoch nichts, schliesslich leben deren Mönche im Gegensatz zu den "normalen" Mönchen in schlichter Armut, widmen sich hauptsächlich der Arbeit und unterscheiden sich noch auf zahlreiche Arten von den Mönchen des herkömmlichen Buddhismus. So endeten alle Verfahren gegen Santi Asoke mit einer Niederlage des Sangha, der deren Mitglieder am liebsten im Gefängnis gesehen hätte.
Kulturschock Thailand, Rainer Krack

 

Santi Asoke ist bekannt für seinen asketischen Lebensstil, vegetarische Nahrung und puritanische Denkweise. Der Begründer und Führer der Sekte, Phra Bhodhirak, verlangt von seinen Anhängern unter anderem Enthaltsamkeit, also kein materielles Denken. Ein wichtiger Unterschied zum herkömmlichen Buddhismus ist, dass sich in den Tempeln der Santi Asoke-Sekte keine Buddhastatuen befinden, sondern deren Anhänger verehren nur den Dhamma, des Doktrin des Buddhismus. Nur dieses kann Buddha repräsentieren und nicht Bilder oder Statuen von ihm.
Phra Bhodhirak, sein bürgerlicher Name ist Mongkol Rakpong, wurde im Jahr 1934 geboren. Schon im Alter von zehn Jahren musste er arbeiten, um seine grosse Familie zu unterstützen. Später besuchte er das Kunst-College und schliesslich wurde er TV-Entertainer, Komponist und Songwriter. Dabei gelangte er zu Reichtum und Ruhm. Auf seinem Höhepunkt der Karriere begann er sich für Hypnose und schwarze Magie zu interessieren. Zudem sah er sich als spirituelles Medium und Geistheiler.
Zum Erstaunen seiner Fans rasierte er seinen Kopf, spazierte barfuss und wurde ein Vegetarier. Im Jahre 1970 beendete er seine herkömmliche Arbeit, um ein buddhistischer Mönch zu werden. Da er mit den Praktiken und mit der Denkweise des Buddhismus nicht einverstanden war, gründete er im Jahr 1975 die Santi Asoke-Sekte.
Ausschnitt von "Two Paths of Revivalism in Thai Buddhism", Marja-Leena Heikkilä-Horn

 

Politisch kann man die Anhänger der Santi Asoke-Sekte als grün bezeichnen. Deren Philosophie hat heutzutage sicherlich Berechtigung, aber deren Art wie dies nach aussen vertreten wird, kann man eher als fundamentalistisch bezeichnen. Intoleranz und Kompromisslosigkeit sind typische Eigenschaften der Sektenmitglieder.
M. Andreoli

 

Die Santi Asoke-Anhänger leben enthaltsam, verzichten auf tierische Produkte und auf Vergnügen. Die Mitglieder sind sehr sittenstreng. Gegen aussen treten sie egoistisch und arrogant auf und kennen keine Kompromisse. Teils haben sie sogar sehr extreme Ansichten. Sie versuchen, Andesdenkende von der Philosophie des Santi Asoke zu überzeugen, was natürlich nur selten gelingt. Erwiesen ist, dass labilere Charakter eher dieser Sekte beitreten als stärkere Charaktere. Vorgeworfen wird den Santi Asoke-Mitgliedern unter anderem, dass sie oft ihre eigenen Partner anlügen, um sich daraus Vorteile zu schaffen. Wie bei jeder Sekte ist Vorsicht geboten, man erfährt nämlich aus Aussenstehenden nur selten, was sich dort genau abspielt. Viele Santi Asoke-Mitglieder opfern ihre Partnerschaft, ihren Job, ja sogar ihre gesamte Familie, um sich intensiv mit dieser Sekte zu beschäftigen.
M. Akuro, "Das Leben in Sekten", Japan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ABERGLAUBE

 

Geister gibt es in Thailand überall. Beinahe zu jedem Haus gehört ein Geisterhäuschen, welches den Geistern zur Verfügung gestellt wird, die das Gelände bewohnt haben, bevor das Haus gebaut wurde. Zur Errichtung dieser Geisterhäuschen sind aber exakte Regeln zu beachten. Bei deren Missachtung können sie unter Umständen grosses Unglück auslösen .
In den Geisterhäuschen werden regelmässig Opfergaben wie Reis, Früchte, Süssigkeiten oder Trinkwasser abgelegt, die die Geister besänftigen sollen. Diese Geisterdomizile können sich von der Art und dem Aussehen enorm unterscheiden. Da gibt es beispielsweise kleine, Vogelhaus-ähnliche Konstruktionen bis zum üppigen, blumenüberstreuten Schrein vor Banken, Hotels und Shopping-Centers, welche gelegentlich grösser sind als manche menschliche Behausung.

Der Aberglaube ist in der thailändischen Bevölkerung zum Teil tief verwurzelt. Hier sind einige Beispiele beschrieben:

Niemals sollten an einem Mittwoch grössere Unternehmungen, wie längere Reisen oder Wohnungsumzüge begonnen werden. Selbst das Haareschneiden an diesem Tag könnte Unglück bringen. Deshalb bleiben dann viele Coiffeurgeschäfte, vor allem in den ländlichen Gebieten, mittwochs geschlossen.

Man sollte nie auf eine Schwelle eines Hauses treten, sondern immer darüber hinweg. Ansonsten würden die Geister verstört, welche im Hause wohnen.

Schwangere Frauen sollten nicht auf der Türschwelle sitzen, das hätte nämlich eine schwierige Geburt zur Folge. Schwangere, welche mit einem grossen Löffel essen, bekommen Kinder mit einem hässlichen, grossen Mund. Während der Schwangerschaft sollte die Frau niemals Kinder als hässlich bezeichnen, weil sie dann womöglich selber ein unansehnliches Kind zur Welt bringen würde. Um eine Geburt ohne Beschwerden zu gewährleisten, sollte die Frau unter dem Bauch eines Elefanten kriechen. Aus diesem Grunde sieht man selbst in der Grossstadt Bangkok Elefantentreiber, die gegen ein Entgelt Schwangere unter ihren Dickhäutern kriechen lassen.
 
Die Tochter des Hauses darf beim Kochen niemals singen. Ansonsten bekommt sie später einen Ehemann, welcher deutlich älter ist als sie.

Man sollte niemals beim Essen im Familienkreise gleichzeitig aufhören, weil man sonst gemeinsam sterben muss.

Wenn Glühwürmchen ins Haus fliegen, werden bald Gäste eintreffen.

Wenn jemand aus dem Hause geht und gleichzeitig ein Gecko zu rufen beginnt, so sollte er sein Unterfangen besser auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Denn es könnte ihm ein Unheil widerfahren.

Bei der Hochzeitsfeier darf unter keinen Umständen Geschirr kaputt gehen, andernfalls endet die Ehe mit Sicherheit in einer Scheidung.

In der Hochzeitsnacht versucht jeder Ehepartner als letzter einzuschlafen. Denn derjenige, der zuletzt einschläft, wird auch als letzter sterben.

Fegt jemand nachts die Wohnung, darf der Schmutz zwar zusammengekehrt werden, sollte aber nicht aus dem Haus geworfen werden. Ansonsten wird das Geld nie lange im Hause bleiben.

Man darf niemals ein Dokument mit einem roten Stift unterschreiben! Rot ist die Farbe des Blutes, und Bestattungsunternehmen schreiben den Namen des Verstorbenen ebenfalls in roter Farbe an den Sarg. Wer dennoch mit Rot unterschreibt, unterzeichnet sein eigenes Todesurteil. Ausserdem sollten Briefe ebenfalls nie in roter Farbe geschrieben und adressiert werden.

Niemals sollte man unter Wäscheleinen hindurchkriechen, und schon gar nicht, wenn daran Unterwäsche hängt. Weil der Kopf der höchste Körperteil ist, würde er dadurch entweiht. Die Folge wäre ein Unglück. Trägt jemand ein magisches Amulett, so würde dies um seine Kraft gebracht.

Frauen, deren Brüste gerade nach vorne zeigen, sind "Gattenfresserinnen". Ihnen werden die Ehemänner mit Sicherheit wegsterben.

Im Ehebett hat die Frau immer an der linken Seite des Mannes zu schlafen. Nicht, weil das etwa die schlechtere Seite wäre, sondern weil in früheren Zeiten oft Gefahr drohte und somit musste die rechte Hand des Mannes frei sein zum Griff zur Waffe.

Wenn manche Pflanzen oder Obstbäume an der falschen Stelle im Garten gepflanzt werden, bringen sie Unheil. Beispielsweise muss die Jackfruit hinter dem Haus wachsen, überall anders brächte sie Unglück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SEHENSWÜRDIGKEITEN

 

In Thailand gibt es sehr viele Sehenswürdigkeiten. Jede Region bietet für den Touristen etwas. Hier ist eine Auswahl von sehenswerten Objekten beschrieben. Diese Liste erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Bangkok:


Wat Phra Kaeo und der Grand Palace
Diese 20 Hektaren grosse, faszinierende Tempelanlage und der ehemalige Königspalast von Rama I ist ein absolutes Muss für Thailandtouristen und für die meisten der Höhepunkt eines Bangkokbesuches. Eine Besichtigung kann mehrere Stunden dauern. Im ehemaligen Königspalast befindet sich das Nationalmuseum, welches die Geschichte des Landes auf interessanter Weise vermittelt.

 

Wat Po
In diesem Tempel befindet sich ein 46 Meter langer, liegender Buddha, dessen Fusssohlen mit Perlmutt-Einlagearbeiten bedeckt sind. Dort kann man sich von ausgebildeten Masseuren eine wohltuende Massage verabreichen lassen.
Ausserdem hat man in diesem Tempel die Möglichkeit, das Massieren zu erlernen.

 

Wat Arun
Der Tempel der Dämmerung mit seinem 86 Meter hohen zentralen Prang am Chao Phraya-Fluss.

 

Wat Saket
Er liegt zu Füssen des Golden Mount mit Reliefdarstellungen des Gottes Vishnu und besitzt Türen mit gediegener Lackarbeit. Von dem 78 Meter über dem Tempel thronenden Chedi Golden Mount (300 Stufen führen dorthin) geniesst man einen beeindruckenden Rundblick über die Millionenstadt.

 

Suan Pakkard-Palast
Die Residenz der Prinzessin Panthip Boriphat, eine bekannte Kunstexpertin und Gartenarchitektin, besteht aus einem Komplex von fünf traditionellen Thaihäusern. Diese architektonischen Meisterwerke beherbergen eine umfangreiche Sammlung an asiatischen Antiquitäten.

 

Thaiboxen
Einen Live-Kampf dieses auch bei uns bekannten Nationalsportes kann man täglich ausser sonntags erleben. Bangkok verfügt über drei Stadien (Lumpini-Stadion, Ratchadamnoen-Stadion und das Army-TV Stadion).

 

Chinatown
Chinatown ist ein grösseres Stadtviertel, westlich des Hua Lamphong Hauptbahnhofes; mit vielen engen, verwinkelten Gassen, den Sois. Dort wird beinahe alles feilgeboten.

 

Chatuchak Weekend Market
Dieser Markt ist jeweils sonntags geöffnet und dort werden Kleider, Schuhe, Früchte, Musikkassetten, Schmuck und vieles mehr zu kostengünstigen Preisen angeboten. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein grosser Park mit einem kleinen See.

 

Klongfahrten
Eine Abwechslung, um die Hektik der Grossstadt zu entrinnen, bietet eine Bootsfahrt auf den Klongs oder auf dem Chao Phraya River, dem grossen Fluss Bangkoks.
 
Lumphini Park
Er ist die grüne Lunge Bangkoks mit Seen, Rasenflächen und Spazierwegen. Dieser Park ist die grösste öffentliche Freizeitanlage Bangkoks. Der Name stammt vom Geburtsort Buddhas.
 

Umgebung von Bangkok

Rose Garden
Der ehemalige Landsitz in tropischer Landschaft mit Golfplatz ist auch für die Thais ein beliebtes Ausflugsziel. Die Anlage mit einem Thai Village und einem grossen Amphitheater bietet täglich verschiedene kulturelle Shows.

 

Timland
Ist eine ähnliche Anlage wie der Rose Garden, jedoch ist sie kleiner. Das traditionelle Thaidorf wirkt authentischer.

 

Krokodilfarm
Ist ein grosses Gelände im Vorort Samut Prakarn mit Schlangen, Tigern und mehreren Tausend Krokodilen. Ausserdem werden dort atemberaubende Krokodilshows angeboten.

 

Ancient City
Viele der schönsten und wichtigsten Bauwerke Thailands sind dort im Massstab 1:3 aufgebaut. Insgesamt sind es 65 Komplexe mit 150 Repliken. Es ist das grösste Freiluftmuseum Südostasiens.

 

River Kwai-Brücke
Die durch den Film weltbekannte Brücke befindet sich in der Nähe von Kanchanaburi, etwa 120 km westlich von Bangkok.
 

Region Pattaya:

Pattaya
Pattaya ist eine pulsierende Kleinstadt mit internationalem Flair. Bekannt ist vor allem das Nachtleben mit zahlreichen Bars, Discos und Transvestiten-Shows. Touristen finden dort sowohl diverse Biergärten als auch Restaurants mit deutscher oder schweizerischer Küche. Selbst auf das bekannte Käsegericht Raclette muss dort niemand verzichten.

 

Elephant Kraal
Dort gibt es täglich eine Show, bei welcher die Intelligenz, Gehorsam, Geschicklichkeit und Kraft von einigen Arbeitselefanten demonstriert werden.

 

Nong Nooch Village
15 Kilometer von Pattaya entfernt liegt das Nong Nooch Village. Es ist eine Art Kulturzentrum mit Orchideenzucht, thailändischem Kunsthandwerk und einer Folklore-Show.
 
Aquarium und Ocean World
Zwischen Chonburi und Pattaya liegt Bang Saen, Thailands ältestes Seebad, welches bei den Bangkokern nach wie vor sehr beliebt ist. Ausser dem Strand gibt es hier noch das Aquarium des Marine Scientific Centre. In der Nähe liegt der Ocean World Wasservergnügungspark, er ist vor allem bei den Kindern beliebt.

 

Zentralregion:

Ruinenfeld von Ayutthaya
Dieses riesige Ruinenfeld zweier glorreicher geschichtlicher Perioden zählt zu den touristischen Höhepunkten eines Thailand-Besuchers.

 

Ruinenfeld von Sukothai
Ist ebenfalls eine riesige Anlage aus früheren Zeiten, welche nicht weniger sehenswert als die obengenannte Ruinenanlage ist.

 

Ramkhampheng Nationalmuseum
Dieses Museum zählt zu den besten in Thailand und steht in der Stadt Sukothai. Sein Besuch ist ein Muss, schon wegen des berühmten schreitenden Buddhas aus dem Jahre 1362.
 

Norden

Chiang Mai
Die Metropole des Nordens verdankt ihre Beliebtheit ihrem Charme, einem angenehmen Klima, zahlreichen kulturhistorischen Stätten, liebenswürdigen Menschen unterschiedlicher ethnischer Gruppen, dem Kunsthandwerk und den vielen Naturschönheiten. Zudem ist dort das Essen etwas weniger scharf als in den anderen Landesteilen.

 

Wat Phra Singh
Ein buddhistischer Tempel aus dem Jahre 1345. Er ist einer der wichtigsten im Zentrum Chiang Mais.

 

Altstadt von Chiang Mai
Die quadratische Altstadt ist umgeben von Wasserkanälen, Wallanlagen und Stadttoren, welche weitgehend erhalten oder restauriert sind.

 

Wat Phra That
Dieser sehenswerte, wunderschöne Tempel steht etwa 1000 Meter über Meer gelegen auf dem Berg Doi Suthep.

 

Wasserfall von Mae Klang
Ein beliebtes Ausflugsziel ist dieser 29 Meter hohe Wassefall. Fährt man weiter, so erreicht man den höchsten Berg Thailands, den Doi Inthanon.

 

Goldenes Dreieck
Das berühmte Dreiländereck von Thailand, Burma und Laos am Mekong. Mae Sai ist die nördlichste Stadt Thailands, welche im Goldenen Dreieck liegt, umgeben von dschungelbedeckten Bergen.

 

Mae Hong Son
In diesem Ort gibt es Tempel im birmanischen Stil, welche an ihren weit aufragenden Mehrfachdächern zu erkennen sind.
 
Phra Buddha Chinarat
In der Stadt Phitsanulok befindet sich ein historisches Tempel, der den Phra Buddha Chinarat beherbergt; er gilt als das schönste Buddhastandbild.
 

Nordosten:

Diese Region ist touristisch weniger gut erschlossen als andere Regionen, aber auch dort gibt es sehenswerte Orte und Objekte.

 

Surin
Das bekannte Elefanten-Round-Up findet an jedem dritten Wochenende im November hier statt.

 

Khao Yay-Nationalpark
Der Park gilt als Attraktion besonderer Art: Wilde Natur, Wasserfälle, verschlungene Trekkingpfade, Orchideen, Lotusse, sowie eine ornithologische Vielfalt als auch seltene Schmetterlinge sind dort zu finden. Es ist ein Paradies für Naturfotografen.

 

Korat
Sehenswert ist der zentrale Platz dieser mittelgrossen Stadt. Zahlreiche Wahrsager und Masseure warten dort auf Kunden.

 

Pakchong
Ist ein kleines, vom Massentorismus beinahe unberührtes Städtchen zwischen Bangkok und Korat mit einem pulsierenden, anmutigen Markt, bei welchem man Einsicht in das Alltagsleben der Thais hat.
 

Süden

Besonders beliebt im Süden sind die Strände, ideal für Badeferien. Bekannte Badeorte sind Hua Hin, Pukhet, Koh Samui und neuerdings Krabi.

 

Petchaburi
Die Khao Luang-Tropfsteinhöhlen mit über 100 Buddha-Statuen sind ein berühmtes buddhistisches Heiligtum.

 

Nakhon Si Thammarat
Der Wat Mahathat soll angeblich rund 1000 Jahre alt sein und wurde Mitte des 13. Jahrhunderts neu errichtet. Die bedeutende Anlage wird von einem 77 Meter hohen goldenen Chedi überragt.

 

Hat Yai
Im Wat Hat Yai Nai befindet sich ein 35 Meter langer und 15 Meter hoher Buddha.

 

Koh Samui
Eine sehenswerte Pagode im Dorf Silangu am Südzipfel, sowie der Big Buddha des Ngu-Tempels an der Nordspitze.

 

Phuket
Die Altstadt im sino-portugiesischen Stil mit chinesischen Tempeln und Märkten.
Von hier aus kann man mehrere Ausflüge machen, beispielsweise zu den Phi-Phi-Inseln mit ihren Höhlen oder die Perlenfarmen auf verschiedenen Inseln. Ebenfalls sehenswert ist das Fischerdorf Ko Pannyi. Man findet in dieser Region infolge der grösstenteils muslimischen Bevölkerung einige Moscheen.

 

Krabi
Touristischer Mittelpunkt ist der Phra Nang Beach. Der Ort ist ein gemütliches Provinzstädtchen ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten. Die Region bietet vor allem Ruhe.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

DIE STADT BANGKOK 

 

Thailands Hauptstadt mit ihren etwa 7 - 8 Millionen Einwohnern, andere Quellen sprechen sogar von 10 Millionen, trägt viele Namen, manche jedoch zu Unrecht. Es wäre wohl übertrieben, von einem "Venedig des Ostens" zu sprechen. Um den Anspruch, das "Tor Asiens" zu sein, muss sich der 1537 Quadratkilometer grosse Moloch, welcher im Jahre 1900 noch 460'000 Einwohner auf 300 Quadratkilometern lebten, mit Singapur und Hongkong teilen.
Die Bezeichnung "Stadt der Engel" kommt der Sache schon etwas näher, weil sie die ersten drei Worte des traditionellen Namens bildet. Er besteht je nach Schreibweise aus bis zu 178 Buchstaben, ein Chaos wie die Stadt selbst: Krungthep Manahakhon Bovorn Ratanakosin Mahintharayutthaya Mahadilikpop Noparatratchathani Burirom Udomratchanivetmahasathon Amornpiman Avatarnsathit Sakkathattiyavisnukarmprasit.
Die sinngemässe Übersetzung lautet: "Stadt der Engel, grösste alle Städte, unsterblich wertvolles Juwel, allmächtig und alt, Hort der neun kostbaren Edelsteine, himmlische Stadt, von Vishnukarman erbaut".
Die Thais sagen schlicht Krung Thep, und im Amtsthai heisst sie Phra Nakorn, die heilige Stadt.
Man könnte die Metropole Thailands auch das grösste Dorf der Welt nennen, denn Bang heisst in Thai Dorf, Kok bedeutet eine Art wilde Olive. Das "Dorf der Oliven" war vor über 200 Jahren der Ort, an dem die heutige Stadt gegründet wurde, einst eine kleine Fischersiedlung an einer strategisch günstigen Stelle in der Flusskrümmung des Menam Chao Phraya.
Bangkok ist keine Stadt, sondern Bangkok ist ein Zustand: verwirrend, laut, wild, vital, heiss, chaotisch, extrem. Das ist jedenfalls der erste Eindruck, wenn man als Fremder vom Flughafen Don Muang kommend, bis zu 90 Minuten benötigt, um knappe 20 Kilometer bis zum Hotel zu fahren. Jedoch gibt es mittlerweile einen Highway vom Flughafen bis ins Stadtzentrum, wo man einigermassen zügig vorwärtskommt. Allerdings bleibt man dann oft bei den Ausfahrten im Stau stecken.
Um die Stadt wirklich kennen zu lernen, benötigt man doch mehrere Tage. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte. Auch Shopping soll auf dem Plan stehen, denn bei den verschiedenen Märkten kann man sehr preisgünstig Kleider, Schuhe, Seidenwaren, Souvenirs, aber auch gefälschte Markenartikel kaufen. Dort kann man beispielsweise für 100 US-Dollar eine Rolex-Uhr erstehen oder für ein paar Baht ein Lacoste-Hemd.
An den Strassenrändern reihen sich abends tausende von Garküchen, welche diverse einheimische Spezialitäten, Früchte und Getränke zu sehr kostengünstigen Preisen anbieten. Weil das verarbeitete Fleisch und Gemüse frisch vor den eigenen Augen zubereitet wird, kann man diese Gerichte bedenkenlos essen.
Bei vielen Touristen, welche regelmässig nach Bangkok gehen, ensteht mittlerweile eine sogenannte Hassliebe. Man entdeckt und erlebt dort immer wieder Neues. Links und rechts der grossen Strassen gibt es sehr viele schöne Stadtquartiere mit Einfamilienhäusern und günstigen Hotels.
Leider besitzt Bangkok nur sehr wenige Grünflächen. Die Luft ist infolge des hohen Verkehrsaufkommens verschmutzt, umsomehr wirkt sich das in den warmen Monaten von März bis Mai aus, wo Temperaturen von 35 Grad Celsius keine Seltenheit sind. Viele Verkehrspolizisten und Tuk-Tuk-Fahrer tragen einen Mundschutz, um sich vor den Abgasen zu schützen.
Viele traditionelle Wasserkanäle, die Klongs, sind im Laufe des 20. Jahrhunderts zugeschüttet worden, um an ihrer Stelle breite Strassen für den enorm wachsenden Verkehr zu bauen. Jedoch gibt es in Bangkok relativ wenige Durchgangsstrassen, viele kleinere Strassen enden in Sackgassen oder man kommt dort zurück, woher man kam. Vielerorts ähneln die Strassen einem Labyrinth. Nur etwa 8% der verbauten Fläche von Bangkok besteht aus Strassen, währenddem das Strassennetz von anderen Metropolen dieser Grösse zwischen 20 und 25% der Stadtfläche betragen.
Zurzeit wird eine Ringautobahn um die Stadt gebaut, um den Verkehr auf den Strassen etwas zu entlasten. Ebenfalls wird an einer Hochbahn vom Flughafen Richtung Stadtzentrum gebaut und geplant ist ausserdem eine weitere Hochbahnlinie vom Westen der Stadt nach Osten. Aus finanziellen und geologischen Gründen ist der Bau einer U-Bahn nicht denkbar, weil Bangkok auf sandigem Boden erbaut ist, welcher in einigen Teilen der Stadt sich bis zu einige Millimeter pro Jahr absenkt.
Auf der linken Seite des grossen Flusses Chao Phraya sind noch einige Wasserstrassen, die Klongs, übriggeblieben. Die Idylle wird allerdings durch eine Vielzahl von den mit Touristen überladenen Hong Yaos gestört, die auf diesen schmalen, wendigen Langschwänzen mit ihren dröhnenden Aussenbordmotoren die Stadt besichtigen, bis hin zu den berühmten Schwimmenden Märkten. In den Klongs sieht man Kinder baden, die Frauen ihre Kleider waschen und junge Männer, welche darin brauchbare Gegenstände suchen, um diese dann zu verkaufen.

Bangkok hat auch ein sehr intensives, pulsierendes Nachtleben. Viele Bewohner essen eher spät, die meisten kleinen Läden schliessen erst um 22 Uhr oder später. Die Garküchen sind geöffnet, bis sie alles verkauft haben, was nicht selten erst nach Miternacht der Fall ist.
Daneben gibt es sehr viele Discos in der Stadt und in den Hotels. Besonders attraktiv für Touristen sind die Theater-Restaurants, die neben typischer Thai-Kost während der oft bis zur zweistündigen Mahlzeit auch Thai-Kultur, vor allem Thaitänze darbieten
(Thai Dinner with Classical Thai Dance oder Candle Light Dinner with Entertainment).
Bekannt und berüchtigt ist der Stadtteil Patpong, das Rotlichtviertel Bangkoks. Viele hundert Bars und Clubs befinden sich an diesem Ort, welche häufig von eher älteren, alleinstehenden, männlichen Farangs besucht werden. Auch in anderen Stadtteilen sieht man immer wieder einschlägige Clubs.
Viele Taxifahrer versuchen immer wieder, vor allem abends, ahnungslose Touristen nach Patpong zu chauffieren.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

REISEN IN THAILAND

 

Thailand verfügt eines der besten Verkehrsnetze Asiens. Nicht wenige westliche Reisende kommen sogar zur Auffassung, dass das Reisen in Thailand einfacher sei als in Europa. Eine Überraschung für alle, die dort vor Menschen überquellende, hoffnungslos unpünktliche Eisenbahnen und Busse, eben den sogenannten "Dritte-Welt-Verhältnisse", befürchtet hatten.

 

Eisenbahn:
Die bequemste, wenn auch nicht immer die schnellste Reisemethode, ist die Eisenbahn. Die meisten der längeren Fahrten beginnen nachmittags oder abends, so dass der Reisende am nächsten Morgen sein Ziel erreicht.
Die thailändischen Eisenbahnen unterscheiden sich in 1., 2. und 3. Klasse, welche selbstverständlich ein unterschiedliches Preisniveau aufweisen. Die Züge der 1. Klasse sind alle mit Klimaanlage ausgestattet, jene der 2. Klasse gibt es sowohl welche mit als auch ohne Klimaanlage, je nach Wunsch. Die klimatisierten Wagen kosten dann einen Aufpreis. Die Züge der dritten Klasse sind weitaus weniger komfortabel, aber sehr preiswert. Eine Fahrt mit der dritten Klasse von Bangkok nach Chiang Mai kostete 1993 158 Baht.
Es ist durchaus möglich, dass man dort den Sitz mit ein paar Körben voller Hühner oder mit einer ganzen Familie teilt, aber ich empfehle unbedingt, wenn auch nur für eine kurze Fahrt, einmal mit der dritten Klasse zu fahren. Denn dort erlebt man das wirkliche, wahre Leben der Thais.
Ungewohnt für Europäer sind auch die vielen fliegenden Händler, welche in den Eisenbahnen Zeitungen, Früchte, gekochte Gerichte, gekühlte Getränke und Süssigkeiten für wenige Bahts verkaufen. Diese steigen irgendwo ein, und wenn sie ihre Waren verkauft haben, steigen sie wieder aus. Auch solche, welche Erfrischungstücher verkaufen, gibt es zuhauf.
Es ist jedoch Versicht geboten, wenn man fertige, gekochte Gerichte von diesen Händlern verspeist. Nicht selten endet dieses Essvergügen für westliche Touristen in Bauchschmerzen und Erbrechen, vor allem wenn das Fleisch alt oder kalt ist.
Bangkok ist die Drehscheibe der vier Hauptlinien nach Norden, Nordosten, Osten und Süden. Vom Hua Lampong-Hauptbahnhof starten alle Züge Richtung Norden, Nordosten und Osten sowie die Expresszüge Richtung Süden. Alle Züge Richtung Westen und zusätzliche Eilzüge Richtung Süden fahren ab Bangkok Noi-Bahnhof in Thonburi.
Wenn man von gelegentlichen Sprachschwierigkeiten beim Kauf der Tickets absieht, gibt es keinerlei Gründe, nicht von den staatlichen Verkehrsmitteln Gebrauch zu machen. Weil man inzwischen auf individuell reisende Touristen eingestellt ist, hängen an den Billettschaltern Fahrpläne mit lateinischer Schrift. Das Schalterpersonal beim Hua Lampong-Hauptbahnhof spricht in der Regel Englisch. Sowohl die Telefonauskunft als auch die Platzreservierung ist mit englischsprachigen Thais besetzt.

 

Bus:
Thailands Landstrassen und Highways werden von zwei Arten öffentlicher Busse befahren, den Rot Thammada (gewöhnlicher Bus) und Rot Air (Bus mit Klimaanlage). Erstere sind für asiatische Verhältnisse wiederum sehr bequem, mit halbwegs gepolsterten Sitzen, jedoch ohne Klimaanlage. Die Rot Air dagegen sind sehr luxuriöse, klimatisierte Cars mit gut gepolsterten, zurücklehnbaren Sitzen und sie haben meistens eine Toilette. Dazu gibt es einen Service, bei dem das begleitende weibliche Personal sowohl kostenlos alkoholfreie Getränke als auch Lunchpakete ausstellt. Bei mehrstündigen Fahrten wird zudem an einer Raststätte eine Pause eingelegt, bei der die Fahrgäste ebenfalls meist eine freie Mahlzeit erhalten. Diese Tourbusse sind bequem und schnell. Leider ereignen sich immer wieder Unfälle, bei denen Todesopfer und Schwerverletzte zu beklagen sind. Für längere Strecken empfehle ich die Eisenbahn, weil diese doch sicherer sind.
Manchmal friert man in diesen Bussen, weil die Klimaanlage auf Hochtouren läuft. Weil die Thais tagtäglich tropischer Hitze ausgesetzt sind, sehnen sie sich nach Kühle, so wie der Europäer nach Sonnenwärme dürstet. Sowohl der Europäer als auch der Thai übertreiben gelegentlich ihre Vorlieben, und so handelt sich der eine einen fürchterlichen Sonnenbrand ein, währenddem der andere die Klimaanlage mit der höchsten Leistung laufen lässt, bis bei allen der Schüttelfrost einsetzt. Deshalb ist es ratsam, etwas warme Kleidung wie beispielsweise ein langärmeliger Pullover oder eine leichte Jacke und Socken zur Hand zu haben. Man kann sich dabei ohne weiteres erkälten, wenn man sich nicht ausreichend gekleidet hat.
Diese Cars besitzen alle eine Musik- und Videoanlage an Bord und diese wird allzu oft in voller Leistung ausgenutzt. So werden thailändische und Hongkong-Produktionen dubioser Qualität präsentiert. Und die Musikanlage berieselt den Fahrgast mit thailändischer Popmusik, beziehungsweise mit den Lieblingskassetten des Fahreres. Während einer Fahrt im Sommer 1991 von Bangkok bis Chiangmai, die doch zwölf Stunden dauerte, musste ich gezwungenermassen viermal die selbe Musikkassette anhören.
Die staatliche Busgesellschaft Borisat Khon Song operiert von Bangkok mit etwa 2800 Fahrzeugen auf 134 Hauptrouten nach allen Provinzen, 1600 Busse verkehren auf 108 Inter-Provinzrouten und 650 Busse auf 39 Rotren innerhalb der Provinzen.
Auf den Hauptstrecken herrscht zusätzlich eine enorme Konkurrenz durch private Unternehmer. Je nach Komfort und Länge der Fahrstrecke sind die privaten Busse zwischen 20 und 50% teurer als die staatlichen. Die privaten Busunternehmer starten oft von eigenen Terminals, die man an den Hotelrezeptionen erfahren kann. Einige Gesellschaften bieten sogar einen Zubringer vom Hotel an.

 

Flugzeug:
Für die Inlandflüge stehen auch Flugzeuge der Thai Airways International zur Verfügung, welche etwa 24 inländische Ziele anfliegt. Diese Flüge sind weit preiswerter als vergleichbare in Europa, und der Service ist freundlich, effizient und unaufdringlich, eben "typisch Thai". Seit 1989 darf auf diesen Flügen nicht mehr geraucht werden. Neben der Thai Airways operiert auch noch die Bangkok Air, eine kleinere private Fluggesellschaft, deren Streckennetz noch im Aufbau ist.
Ein Flug von Bangkok nach Phuket oder Chiang Mai kostet etwa 100 US-Dollar (Stand 1998).

 

Stadtbusse:
In den grossen Städten wie Bangkok und Chiang Mai verkehren öffentliche Busse. Vor allem in Bangkok gibt es mehrere Dutzend Buslinien. Es gibt wiederum zwei Arten von Bussen, den gewöhnlichen und solche mit einer Klimaanlage. Letztere sind etwa doppelt so teuer wie die gewöhnlichen, obwohl diese auch nur wenige Baht kosten. Die Busse sind das preiswerteste öffentliche Verkehrsmittel in den Städten. Jedoch weiss der unerfahrene Tourist kaum, wohin die Busse fahren, denn diese sind nur in thailändischer Schrift gekennzeichnet und allein am Sanam Luang-Platz in Bangkok stoppen 28 Linien. So sollte man unbedingt im Hotel oder im Reisebüro nachfragen. Die beste Orientierungshilfe bietet der "Latest Tours Guide to Bangkok & Thailand", der in den Hotels ausliegt.

 

Tuk-Tuk:
Ist eine offene, dreirädrige Motorradrikscha mit Dieselantrieb. Diese sieht man vor allem in den grösseren Städten. Sie sind zwar preiswert, kosten aber Nerven. Die knatternden Strassenraketen werden von Draufgängern gesteuert, die ihre PS-Samlor (Sam bedeutet drei, Lor heisst Rad) im rasanten Slalom durch die engen Verkehrslücken steuern. Als Fahrgast auf auf einer Sitzbank hinter dem Fahrer sollte man sich einige Grundlregeln merken: Fahrpreis vorher aushandeln, sich festhalten, Füsse abstemmen und nach Ankunft nicht mit grossen Scheinen zahlen, denn die Fahrer können in den seltensten Fällen Geld herausgeben. Eine Fahrt mit dem Tuk-Tuk gehört in jedem Fall zum Bangkok-Erlebnis wie der Besuch des Eiffelturmes in Paris. Für längere Fahrten empfehle ich das Taxi, weil man im Tuk-Tuk den Autoabgasen schutzlos ausgeliefert ist.

 

Taxi:
Die meisten Touristen bewegen sich in den Städten mit Taxis. Diese sind klimatisiert und im Vergleich zu Europa ebenfalls sehr preiswert. Viele der Taxis besitzen einen sogenannten Taxi-Meter, welcher zur Fahrpreiserfassung dient. Ein Vorteil ist es, dass dieser Taximeter nach gefahreren Kilometern und nicht nach Zeit zählt. Jedoch ist es nicht immer einfach, dem Taxifahrer beizubringen, wohin man fahren möchte. Nicht viele verstehen Englisch.

 

Expressboote:
Auf dem Menam Chao Phraya in Bangkok vekehren die Expressboote (Rua Duan) auf festen Routen. Die Longtail-Taxis (Rua Hong Yao) sind schneller und teurer. Die Fähren über den Fluss nach Thonburi heissen Rua Kham Fak.

 

Motorrad:
Vor allem auf dem Lande, in entlegenen Regionen, fahren weder Busse noch Eisenbahnen. Ein häufiges Verkehrsmittel sind dort Motorrad-Taxis. Diese werden meist von jungen Männern im rasanten Tempo gefahren. Auch hier gibt es Grundregeln: Fahrpreis vorher aushandeln, sich festhalten und nach Ankunft nicht mit grossen Scheinen zahlen, denn auch sie können kaum Geld herausgeben.

 

Übernachtung:
Thailand ist seit Jahren das bedeutendste touristische Ferienziel Südostasiens. Die Zahl jährlicher ausländischer Besucher hat die Fünfmillionen-Grenze bereits überschritten. Das Land musste sich innerhalb von zwei Jahrzehnten den erhöhten Ansprüchen des Massentourismus einstellen.
Bei den landesweit mehr als 3000 Hotels bewegt sich das Angebot vom einfachen Traveller-Zimmer bis zur Luxussuite für mehr als 20'000 Baht pro Nacht.
Die Preise für eine Nacht in einem Luxushotel bewegen sich je nach Ort und Saison zwischen 1500 und 5000 Baht. Für ein Mittelklassehotel muss man zwischen 500 und 1500 Baht rechnen. Einfache Hotels oder Guest-Houses kosten zwischen 100 und 500 Baht. In Bangkok kostet eine Übernachtung etwas mehr als in Chiang Mai, und im hohen Norden oder Nordosten des Landes sind klimatisierte Hotelzimmer schon für 200 - 400 Baht zu haben.
Der Service in den Hotels ist durchwegs sehr gut, freundlich und unaufdringlich. Viele Touristen sind sogar der Meinung, dass der Hotelservice deutlich besser als in Europa ist.
Für Buchungen und Reservationen von Ausflügen gibt das Hotelpersonal Auskunft.
Es ist empfehlenswert, das Hotelzimmer schon zu Hause beim Reisebüro zu buchen, weil nämlich der Preis pro Übernachtung günstiger sein kann. Hingegen in den touristisch weniger erschlossenen Gebieten Thailands fallen die Preisunterschiede oft weg. Man kann in Thailand ohne weiteres ein Hotelzimmer ohne Voranmeldung beziehen. Während der Hauptsaison im Juli und während der Weihnachtszeit ist es jedoch ratsam, schon ein Zimmer reserviert zu haben, weil doch zu dieser Zeit viele Hotels ausgebucht sind.

 

Camping:
Ist in Thailand kaum möglich. Ich kenne keine Campingplätze.

 

Jugendherbergen:
Im Lande gibt es nur wenige. Diese sind im International Youth Hostel Handbook aufgelistet.
Informationen auch unter:
- Youth Hostel Association, Soi Sukuhumvit
- YMCA Collins International House, 27 Thanon Satorn Tai
- YMCA, 13 Thanon Satorn Tai

 

 

 

 

 

 

 

 

 

KULINARISCHES

 

Es wäre eine starke Vereinfachung, zu sagen, dass die typische thailändische Küche nur drei Varianten kennt, nämlich scharf, schärfer und am schärfsten. Schon bald entdeckt man, dass sie ebenso süss, sauer, bitter oder salzig sein kann. Pikant ist sie jedoch fast immer. Vor allem im Isaan, dem Nordosten des Landes, ist das Essen noch eine spur schärfer gewürzt als anderswo.
Das Hauptnahrungsmittel ist Reis, ohne den kaum eine Mahlzeit denkbar ist. Er kommt als Beilage oder als eigenständiegs Gericht auf den Tisch. Der trockene, weisse Reis heisst khaao plau. Der klebrige Reis, khao niau, serviert man häufig im Nordosten und im Norden. Er wird dort mit den Fingern zu Kugeln gerollt. Der gebratene Reis, khao pat, gibt es in den verschiedensten Zubereitungsformen, beispielsweise mit Schweinefleisch, Hühnerfleisch oder Meeresfrüchten. Vor dem Genuss wird der khao pat entweder mit Soja- oder Fischsauce beträufelt. Auch sind vegetarische Variationen des gebratenen Reises erhältlich, zum Beispiel mit Pilzen oder Tofu als Beigaben.
Suppen sind ebenfalls ein sehr verbreitetes Gericht. Dabei spielen Nudeln, auf Thai bami, eine wesentliche Rolle. Sie werden zusammen mit den unterschiedlichsten Gemüsesorten, Eiern, Rindfleisch, Schwein oder Huhn gekocht. Der chinesische Einfluss ist unverkennbar. Ebenfalls kriegt man beinahe überall gebratene Nudeln mit den verschiedenartigsten Zutaten. Selbst auf die bekannte Frühlingsrolle, mit oder ohne Fleischzusatz in der Füllung, muss man nicht verzichten.
Die Nudeln werden entweder mit Reis- oder Sojamehl hergestellt, nur eher selten sieht man Teigwaren aus Weizenmehl.
Die traditionelle Thaiküche ist schon aufgrund einer schier endlosen Palette an Gewürzen eine Herausforderung für Feinschmecker. Sie wird durch regionale Spezialitäten geprägt, ja sie ist mit Abstand die variationsreichste Südostasiens und beinhaltet ausserdem die kulinarischen Besonderheiten aus China, Indien, Malaysia und Indonesien.
Vor allem im Süden und auf den Inseln kommt häufig Fisch und Meeresfrüchte auf den Teller, währenddem im Norden gelegentlich Süsskartoffeln zusammen mit Reis gegessen wird.
Sukiyaki, ein aus Japan stammendes Gericht, ist im ganzen Lande verbreitet. Ähnlich wie beim Fondue Chinoise werden in einer mit Bouillon gefüllten Pfanne Rindfleisch, Schweinefleisch, Fischkugeln, Meeresfrüchte, Gemüse und Glasnudeln gegart. Je mehr Leute daran teilnehmen, umso mehr Spass macht es.
Im Isaan, dem vegetationsarmen Nordosten Thailands, essen die Bewohner infolge gelegentlicher Dürren auch gebratene Käfer und Heuschrecken. Ich konnte schon beobachten, dass Kinder lebende Maden und Raupen genussvoll verzehrten. Bekanntlich sind dies sind ja gute Proteinlieferanten.

Weil das Gemüse nur kurz in der Pfanne angebraten wird, ist das thailändische Essen reich an Vitaminen und enthält in der Regel wenig Fett und Zucker, ja sie ist also eine ideale Ernährungsform für linienbewusste Zeitgenossen.
In den Grossstädten sieht man des öfteren bekannte Fastfood-Lokale wie Mac Donalds und Burger King. Man findet dort ebenfalls Restaurants und Hotels mit europäischer Küche. Gelegentlich sieht man eine Pizzeria, doch diese sind für thailändische Verhältnisse eher teuer.
Süssigkeiten wie Kuchen, Torten, Schokolade und Cremes sind nur an einigen wenigen Orten zu relativ hohen Preisen erhältlich. Die Thais essen zum Nachtisch meistens verschiedene Früchte oder Gerichte bestehend aus Kokosnuss, Kokosmilch, Sago und Zucker, was nicht jedem europäischen Gaumen schmeckt.
Glacé kann man beinahe überall kaufen. Aber Vorsicht: Das Eis an der Garküche ist möglicherweise mit Bakterien verseucht, welche Bauchschmerzen hervorrufen können. Man sollte deshalb nur eingepackte Glacé von den Nahrungsmittelfabriken kaufen.
Vorsicht ist auch beim Verspeisen von kaltem Fleisch oder Fisch geboten. Es ist besser, darauf zu verzichten und nur frisch zubereitetes Fleisch zu essen. Es kann vorkommen, dass man im Restaurant, im Hotel oder bei den Einheimischen zu Hause, kaltes Essen serviert bekommt, obwohl es ursprünglich gekocht wurde. Den Thais ist es nicht sehr wichtig, ob das Essen warm oder kalt auf den Tisch kommt, gegessen wird sowieso.
In den Supermärkten der Grossstädte erhält man auch das typische, viereckige amerikanische Formen-Brot, sowie Käse, Schokolade, Bonbons, abgepacktes Fleisch und Fisch und Teigwaren.
In den Hotels werden den Touristen zum Frühstück Toast, Butter, Marmelade, Früchte, Speck und Eier serviert. Die Thais selbst essen zum Frühstück Reis mit Fisch, dicken Eiern, Gemüse oder Fleisch. Dies ist vor allem gewöhnungsbedürftig, wenn man bei Einheimischen wohnt.
Der Käse wird vorwiegend aus Neuseeland und Australien importiert. Üblicherweise essen die Thais kein Käse, weitere Milchprodukte oder Brot. Hingegen Innereien wie Niere, Leber oder Herz von Hühnern oder Schweinen stehen hoch im Kurs.

Die meisten Thais trinken zum Essen Wasser aus Flaschen, jedoch ohne Kohlensäure. Es ist das preisgünstigste Getränk und stillt den Durst. Daneben erhält man überall Coca Cola, Sprite, Fanta, Eistee, Fruchtsäfte und Tee. Kaffee ist schwieriger erhältlich, denn die wenigsten Thais mögen Kaffee; zudem ist dieses Getränk teuer.
Bekannt ist das Singha-Bier, welches von einem bayerischen Brauer in Bangkok hergestellt wird und steht den europäischen Bieren im nichts nach. Jedoch ist dieses Bier nicht ganz billig. Neben Singha gibt es auch importierete Biere wie beispielsweise Carlsberg-Bier. Wein ist Thailand sehr teuer und nicht überall erhältlich. Der Maekong-Whisky ist sehr preiswert, aber schmeckt nicht sonderlich gut. Er wird vor allem von den Thaimännern getrunken. Er kann auch als Mittel gegen Magenschmerzen verwendet werden.

Wichtig zu wissen ist, dass der Thai täglich mindestens einmal Reis isst. Lebt er im Ausland oder verbringt er ausserhalb von seiner Heimat die Ferien, ist es für ihn enorm wichtig, Thai-Essen zu kriegen; denn der Thai isst in der Regel nur das, was er kennt und für ihn ist ja selbstverständlich die Thai-Küche die schmackhafteste und bekömmlichste. Hingegen die meisten Europäer können ohne weiteres, natürlich gibt es Ausnahmen, eine oder mehrere Wochen auf ihre eigenen kulinarischen Köstlichkeiten verzichten. Den einen fällt dies leichter, den anderen allerdings schwerer.
 

Einige typische Gerichte:

 

kuaytiao

Nudeln

khaao niau

klebriger Reis

bamii

Eiernudeln

kääng dschüt

milder Curry

tom yam

scharf-saure Suppe

kääng phet

scharfer Curry

gung thoot

gebratene Krabben

khay dschao

Omelette

gay yang

gegrillter Hühnerschenkel

plaa

Fisch

naam phrik

scharfe Sauce mit Chili

gung

Krabbe

nom

Milch

puu

Krebs

khaao

Reis

gay

Huhn

khaao phat

gebratener Reis

pet

Ente

khaao tom

gekochter Reis

muu

Schwein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SHOPPING

 

Typische Souvenirs aus Thailand:
- Holzschnitzereien wie Elefanten, Schachteln, Schalen und Marktfrauen auf Booten
- Temple Rubbings (auf Reispapier abgeriebene Reliefdarstellungen)
- Masken aus Holz oder Pappmaché
- Lackarbeiten wie beispielsweise Dosen mit Intarsien oder feinen Malereien auf schwarzem Grund
- Thai-Puppen in Form von klassischen Tanzfiguren oder Tieren
- Web- und Flechtarbeiten aus Rattan, Gras, Bambus- oder Sisalfasern
- Silbergegenstände mit feinster Einlegearbeit
- Seide, am begehrtesten die Mud-Mee-Seide mit traditionellen Mustern
- Edelsteine, Halbedelsteine, Schmuck, Gold (billiger als in Europa)
- Imitationen bekannter Marken wie Rolex-Uhren oder Lacoste-Hemden (in den Nachtmärkten Bangkoks)
- Möbel aus Teak-Holz (auch für thailändische Verhältnisse sehr teuer)

 

Kleider:
Man kann, vor allem in den Städten, kostengünstig Seidenanzüge schneidern lassen. Der Service reicht von sehr gut bis exzellent mit einer Wartezeit zwischen zwei und vier Tagen. Die Preise sind im Gegensatz zu Europa sehr billig. Für ungerechnet 150 US-Dollar liess ich für mich vor wenigen Jahren einen Seideanzug bestehend aus Hose, Hemd und Jackett schneidern.
Ebenso preisgünstig sind Jeans, Hemden, Pullover und Schuhe. In den teuren Boutiquen der Shopping-Centers von Bangkok sind die Preise für echte Markenartikel vergleichber mit den europäischen.
Die Qualität der oben genannten Produkte sind meist von guter bis sehr guter Qualität. Selbstverständlich gibt es vor allem im Souvenirartikel-Sektor auch etlichen Kitsch.

 

Luxusartikel:
Nach Thailand importierte Waren wie z.B. Autos, Hifi-Anlagen, Autos, Fernseher und Computer sind ziemlich teuer, weil hohe Luxussteuern (bis zu 50%) zu entrichten sind. Es lohnt sich nicht, dort einen solchen Artikel zu kaufen, um nach Europa zu exportieren. Dies dürfte, neben dem administrativen Aufwand, teurer zu stehen kommen, als wenn man den entsprechenden Artikel hierzulande kauft. Hingegen Güter, welche unter Lizenz in Thailand selbst fabriziert werden, sind zwar deutlich kostengünstiger, jedoch ist auch die Qualität oft nicht zufriedenstellend.

 

Software, Videos, Musikkassetten und CD's:
Computerprogramme sind zwar sehr preisgünstig, aber oft sind dies Raubkopien mit gelegentlichem Virenbefall. Es ist deshalb Vorsicht geboten, bevor man solche Programme zu Hause auf seinem Computer installiert.
Im Jahre 1996 entdeckte ich im Panthip-Plaza in Bangkok eine CD-ROM mit dem Office 95 und darauf war gleichzeitig das Corel installiert, und dies wurde als Original-Office-Paket verkauft. Bill Gates lässt grüssen... Ebenso wurde dort das Windows 96 angeboten, ein Betriebssystem, welches gar nicht gibt.
Überall im Land kann man kostengünstig Musikkassetten von einheimischen Popgruppen oder mit traditioneller Musik kaufen. Die Qualität schwankt von miserabel bis sehr gut. Mit Glück erhält man für wenige Baht qualitativ hochstehende Musik. Leider kann man im Laden sich diese Kassetten oft nicht einmal anhören. Vielerorts sieht man wiederum billige Raubkopien bekannter westlicher Interpreten.
Besser ist es mit den Audio-CD's. Die Qualität ist gut bis sehr gut, jedoch deutlich teurer. Unter 100 Baht sind diese digitalen Tonträger kaum erhältlich.
Die Thais lieben Videofilme über alles. So ist es nicht verwunderlich, dass man diese beinahe an jeder Kreuzung mieten oder kaufen kann. Meist sind dies amouröse, nie endende Seifenopern oder schlecht synchronisierte Karatefilme aus Hongkong. Die Qualität (Inhalt und Aufnahmetechnik) lässt jedoch oft zu wünschen übrig.

 

Lebensmittel:
Hobbyköche werden sich in Thailand mit Gewürzen, allen voran mit Chili, eindecken wollen. Diese sollte man erst kurz vor der Abreise kaufen. Andere Nahrungsmittel erweisen sich als weniger sinnvoll, diese in sein eigenes Land mitzunehmen.
Thailand hat weltweit eines der strengsten Lebensmittelgesetze, diese beziehen sich jedoch nur auf die industrielle Produktion von Lebensmitteln der Nahrungsmittelkonzerne. Wenn man etwas ess- oder trinkbares kaufen will, muss unbedingt auf das Verfalldatum geachtet werden. Vielerorts wird in den Läden oder auf den Märkten abgelaufene Ware verkauft.

 

Wo geht man denn eigentlich einkaufen?:
In Bangkok gibt es mehrere grosse Shopping-Centers nach amerikanischem Stil. An den Wochenenden sind dies Ausflugsorte für die Thais.
Daneben gibt es in Bangkok folgende Einkaufsstrassen und Gebiete:
- Bang Lam Phu
- Bobe Market
- Chatuchak Weekend Market
- Chinatown
- Klong Lord
- Nakon Kasem "Thieves Market"
- Phahurat
- Ratchaphrasong/Ratchadamri/Ploenchit/Pratunam
- Siam Square und Siam Centre
- Thanon Sukhumvit
- Silom - Surawong
- Zen World Trade Center

In Chiangmai ist vor allem der Nachtbazar berühmt. Dort wird beinahe alles, vom Hosenknopf bis zur Stereoanlage, angeboten. Ausserdem gibt es in der Innenstadt viele Läden.

In den weiteren, grösseren Städten gibt es ebenfalls, wenn auch kleinere und weniger luxuriöse, Shopping-Centers.

In den Kleinstädten geht man oft beim Markt einkaufen. Auch in diesen Orten gibt es viele kleine Läden, bei denen man Kleider, Schuhe, Drogerieartikel, Zigaretten, etc. einkaufen kann.
Bei den Märkten ist das Feilschen nicht nur erlaubt, sondern zur Freude beider Parteien wird es auch erwartet.
   
Kleine Bemerkung:
Als Fremder werde ich in Thailand aus klimatischen Gründen sehr oft vom Durst befallen. Ich habe nun festegestellt, dass die Preise von Mineralwassern oder Süssgetränken beträchlich variieren können. So bezahlte ich im Jahr 1995 im Siam Square, wo sich viele Touristen herumtummeln, für ein 3-dl Fläschchen Coca-Cola 30 Baht. Im Norden Bangkoks, an der Thanon Pradipat im Stadtteil Sapankwai, bezahlte ich für das selbe Getränk am selben Tag 20 Baht. Und in einer schmalen Soi, hundert Meter von der Hauptstrasse Thanon Pradipat entfernt, musste ich sage und schreibe noch 5 Baht für dieses Süsswasser berappen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ÖFFNUNGSZEITEN

 

Feste Öffnungszeiten gibt es nicht. Die grossen Einkaufszentren und Warenhäuser sind in der Regel von 10 bis 21 Uhr geöffnet. Kleinere Geschäfte öffnen früher und schliessen abends spät, besonders in Bangkoks Chinatown. Die Märkte stellen ihren Verkauf gegen 19 Uhr ein. Bei Strassenhändlern in Bangkoks Hotelvierteln kann man eine Rolex-Imitation noch nach Mitternacht kaufen. Auch die vielen Garküchen entlang der Strassen sind teilweise bis nach Mitternacht geöffnet.
Auch in Chiang Mai und in Pattaya herrscht bis spätabends emsiges Verkaufstreiben. Bekannt ist der Nacht Bazar in Chiang Mai, welcher erst nach Mitternacht schliesst.
Die Banken sind in der Regel werktags zwischen 9 und 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet. In kleineren Orten schliessen die Bankschalter früher.
Die Postschalter in den Städten sind ebenfalls etwa zwischen 9 und 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Das Hauptpostamt Prisani Klang (General Post Office) liegt zentral an der Charoen Krung Road (New Road) und ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von 8 bis 13 Uhr geöffnet.
Es ist sicherlich sinnvoll, sich an der Hotelrezeption über die genauen Öffnungszeiten zu erkundigen. Vor allem beim Verkehrschaos in Bangkok dürfte die sinnvoll sein, ansonsten man vergebens sich dorthin bemüht und der Schalter dann geschlossen ist.
Die Restaurants sind ebenfalls sehr unterschiedlich geöffnet. Einige öffnen morgens schon um sechs oder sieben Uhr, andere erst viel später. In einigen Hotels gibt es Coffeeshops, welche rund um die Uhr geöffnet sind.
Die Bars in den Vergnügungsvierteln öffnen in der Regel ab 17 oder 18 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GESUNDHEIT & MEDIZIN

 

Impfung:
Zur Einreise nach Thailand sind keine Pflichtimpfungen erforderlich. Lediglich Reisende aus Infektionsgebieten benötigen eine Pockenschutzimpfung, die nicht älter als drei Jahre sein darf und im internationalen Impfausweis eingetragen werden muss.
Für Ausflüge in Dschungelgebiete (Nordthailand, entlang der Grenze zwischen Thailand und Burma, sowie entlang der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha) wird die Einnahme von Tabletten zur Malaria-Prophylaxe dringend empfohlen. Informationen darüber erhält man in den Gesundheitsämtern oder Tropeninstituten.
Es werden jedoch folgende Impfungen empfohlen, wenn man sich ausserhalb von Bangkok und den Touristenorten befindet:
- Hepatitis A
- Tetanus (alle 10 Jahre, nicht nur für Reisen nach Thailand sinnvoll)
- Typhus (Kann bei Genuss von unsauberem Wasser übertragen werden)

 

Allgemeines zur Gesundheit:
Klimawechsel und Zeitverschiebung belasten den menschlichen Organismus. Die Folge können Schwächeanfälle und Erkältungen sein. Besonders während den ersten Tagen ist es ratsam, Stress zu vermeiden. Die Sonne ist sehr intensiv und schwächt den Körper. Unbedingt Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor verwenden, wenn man sich im Freien oder an den Stränden aufhält. Wegen erhöhter Transpiration benötigt der Körper viel Flüssigkeit (mindestens 3 Liter pro Tag) und Salz. Salzmangel durch Tabletten oder einer gelegentlichen Prise Kochalz ausgleichen. Auch Suppen oder Salzstengel beheben den Salzmangel.
In Sachen Gesundheit sind sowohl Unachtsamkeit als auch Überempfindlichkeit in Thailand fehl am Platz. Übertreiben sollte man weder in die eine noch in die andere Richtung
Am empfindlichsten reagieren bei Besuchern aus den Industriestaaten der Magen und Darm. Auf keinen Fall Leitungswasser trinken. Nur Getränke aus verschlossenen Flaschen zu sich nehmen. Ebenso sollte man auf Speiseeis unbekannter Herkunft, Eis in Getränken, ungeschältes rohes Obst, rohen Fisch, rohes Fleisch und frische Salate verzichten. In den Restaurants kann man problemlos Getränke ohne Eis bestellen.
Von Nahrungsmittelherstellern abgepackte Glacé kann man jedoch ohne Bedenken verspeisen.
Wenn man diese Verhaltensregeln einhält, wird man unter keinen ernsthaften Magenbeschwerden leiden. Sollte man trotzdem einmal Durchfall bekommen, darf man die Sache nicht allzu tragisch nehmen. Einfach viel trinken, und der wird von alleine wieder verschwinden. Es ist nicht nötig, den Körper mit Medikamenten vollzupumpen, das verringert nur die Widerstandsfähigkeit.
Trotzdem ist es sinnvoll, Kohletabletten oder ein anderes Präparat zur Stabilisierung der Darmflora zur Hand zu haben.

 

Moskitos:
Ein gutes Mittel gegen Moskitos ist in Thailand in jeder Apotheke erhältlich: Skeeloten. Abends sollte man in ländlichen Gebieten langärmelige Pullover und Hosen tragen. Moskitos sind nur nachts aktiv. Bei Übernachtungen in nicht klimatisierten Räumen ist ein Moskitonetz unerlässlich.

 

AIDS:
Ein besonderer Hinweis gilt AIDS. Die Regierung spielt oft die Fälle der HIV-Infektionen bei Prostituierten herunter. Man kennt keine genauen Zahlen, aber sicherlich ein grosser Prozentsatz von ihnen haben sich mit dem Virus infiziert.
In den letzten Jahren wurden vermehrt Kampagnen über die Ansteckungsgefahren gestartet.
Bei sexuellen Kontakten, vor allem mit Prostituierten, ist es zwingend notwendig, Kondome zu verwenden. Letztere sind auch in Thailands Apotheken oder Drogerien erhältlich. Allerdings gibt es mittlerweile zahlreiche Prostituierte, welche Sex ohne Gummi anbieten.

 

SARS:
Da Thailand auch in Südostasien liegt, ist zu beachten, dass die neue Form der manchmal tödlich verlaufenden Lungenentzündung dort ebenfalls vorkommen kann. Allerdings gibt es zur Zeit keinen Grund zur Panik.
Beim Ankunft im internationalen Flughafen Bangkoks werden Flugpersonal und die Passagiere aus den betroffenenen Ländern vor der Einreise ärztlich untersucht.
Ich rate daher den Reisewilligen, die Nachrichten zu verfolgen, da sich die Situation dauernd ändern kann.

 

Vogelgrippe:
In Thailand gab es einige Todesfälle bei der Übertragung der Vogelgrippe auf Menschen.
Daher ist es ratsam, Geflügelmärkte und Geflügelfarmen nicht zu besuchen. Auch hier sollte man die aktuellsten Nachrichten konsultieren, um auf dem Laufenden zu sein.

 

Gesundheitswesen:
Thailand verfügt über ein verhältnismässig modernes Gesundheitswesen, auch in der Provinz. Weil viele Ärzte in Europa oder in den USA ausgebildet wurden, entspricht ihr Fachwissen dem westlichen Standard. Einige grosse Krankenhäuser haben sich auf ausländische Patienten eingestellt und verfügen über englisch- und deutschsprachige Mediziner.
Gute Notadressen in Bangkok sind das Samitivej Hospital, das Bangkok Christian Hospital und das Seventh Day Adventist Hospital. Deutschsprachige Ärzte praktizieren unter anderem im Samrong General Hospital.
Weitere Informationen erteilen die Botschaften oder das Hotelpersonal.
Bei Arzt- und Spitalbesuchen muss man meist sofort bar bezahlen. Kreditkarten werden nicht überall angenommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DIVERSES & NÜTZLICHES

 

Visum:
Die Visabeschaffung erfolgt über die jeweilige diplomatische Vertretung. Schweizer Touristen können sich bis zu maximal 30 Tagen ohne Visum in Thailand aufhalten.
Die Visa sind nur für eine einmalige Einreise gültig. Werden mehrere Einreisen benötigt, muss beim Beantragen darauf hingewiesen werden. Arbeiten in Thailand ist mit dem Touristenvisum, welches üblicherweise während drei Monaten gültig ist, verboten. Mit hohen Strafen muss gerechnet werden, wer ohne gültiges Visum erwischt wird.

 

Pass:
Der Verlust des Passes muss auf einem Polizeirevier gemeldet werden. Der nächste Gang ist dann zur Botschaft, die einen "Reiseausweis als Passersatz" ausstellt.

 

Zoll:
Pro Person können eine Filmkamera mit drei Rollen Filmen und/oder ein Fotoapparat mit fünf Filmen zollfrei nach Thailand eingefürt werden. Weitere Foto- und Filmkameras müssen deklariert werden. Zusätzliches unbelichtetes Filmmaterial wird mit einer Zollgebühr von 40% des Gesamtwertes (Preise in Thailand) belegt.
Ebenfalls zollfrei eingeführt können Dinge zum persönlichen Gebrauch wie 200 Zigaretten, Zigarren und/oder bis zu 250 Gramm Tabak sowie ein Liter Wein oder Spirituosen.
Die Ausfuhr von Antiquitäten und Kunstgegenständen unterliegt besonders strengen Bestimmungen. Verstösse werden unnachsichtig bestraft. Buddhafiguren sowie Statuen anderer Gottheiten und Teile derselben dürfen, mit Ausnahme von Amuletten und kleinen, auf den Märkten erhältlichen Buddhafiguren ohne religiösen Wert, nur mit einer Genehmigung des Fine Arts Department und des Handelsministeriums in Bangkok ausgeführt werden.
Selbst bei der Ausfuhr eines Souvenir-Buddhas geht man ein Risiko ein, denn nicht jeder Zöllner kann oder will ihn von einem echten unterscheiden.
Strengstens verboten ist sowohl die Einfuhr als auch die Ausfuhr von Drogen.

 

Elektrizität:
Thailand hat 220 Volt Wechselstrom, ausser mit ganz wenigen Ausnahmen in der Provinz. Das Mitnehmen eines Stecker-Adapters erweist sich oft als sinnvoll.

 

Kleidung:
Am zweckmässigsten ist leichte Baumwollkleidung. Während der Regenzeit und im Winter, sowie bei Reisen in die Bergregionen ist abends ein Pullover oder eine leichte Jacke angebracht. In den klimatisierten Bussen ist es ebenfalls empfehlenswert, einen langärmeligen Pullover und Socken zur Hand zu haben.
Wichtig ist in jedem Falle das Tragen von Kleidungsstücken aus saugfähigen und atmungsaktiven Naturfasern.
Auf dem Lande sollte man nicht barfuss gehen, da auf den Feldern und im Gebüsch Schlangen lauern.
Für die Thais wirkt es befremdet, wenn westliche Touristen in zerschundener, ungepflegter Kleidung daherkommen, die für diese zwar ein Ausdruck des Weitgereistseins ist, den Thais aber ein unästhetischer Dorn im Auge ist. Zudem ist es in Thailand ein gesellschaftlicher Druck, besser gekleidet zu sein als es Stand und Einkommen eigentlich erlauben würde. Denn niemand möchte ja als arm angesehen werden, und gepflegte Kleidung vermittelt schliesslich die Illusion von sorgenfreiem Wohlstand.
Die meisten Thais können dies nicht nachvollziehen, dass im Westen ein Grossteil der Bevölkerung sich schäbiger kleidet als es dem Einkommen zuliesse.
Viele Thaifrauen, vor allem auf dem Lande, tragen den Phasinn. Dies ist ein etwa zwei Meter langes Tuch aus Seide oder anderen Stoffen, welcher um die Taille gewickelt wird. Ein getragener Phasinn ähnelt einem langen Rock.

 

Sauberkeit:
Schmutz passt nicht in das ästhetisch geprägte thailändische Weltbild und gilt daher als abstossend. Aus diesem Grunde gehört Thailand zu den saubersten Ländern Asiens. Besonders die persönliche Hygiene wird dort sehr gross geschrieben. So wäscht man sich mehrmals täglich ausgiebig von Kopf bis Fuss, und niemand, der auf sich hält, trägt dieselbe Kleidung länger als einen Tag. Zwei oder mehr Tage in denselben Kleidern gesehen zu werden, ist für die meisten Thais Anlass zu tiefer Scham.
Heute kaum zu glauben, aber im Jahre 1977 galt Bangkok als die schmutzigste Stadt der Welt. Aufgrund der Sauberkeitskampagnen des langjährigen Bangkoker Bürgermeisters Chamlong Srimuang hat sich diese Stadt zu einer hygienisch-präsentablen Metropole entwickelt. Leider hat die Regierung die hohe Luftverschmutzung in Bangkok, welche zum grössten Teil durch Autoabgase verursacht wird, kaum im Griff.
Ausserdem blühen seit wenigen Jahren hohe Strafen, wenn man Papierabfälle, Zigarettenstummel oder Kaugummis auf die Strassen Bangkoks wirft.
Die Hotels und Restaurants sind im allgemeinen sauber bis sehr sauber. Ebenfalls das Prädikat sauber verdienen unter anderem Langstreckenbusse, Eisenbahnen der 1. und 2. Klasse, Flugzeuge, Flughäfen, Spitäler, öffentliche Bauten, Tempelanlagen und Geschäfte.

 

Post und Telefonieren:
Das Post- und Telegrafenwesen zählt nach denen in Singapur, Japan und Hong Kong zu den effektivsten und zuverlässigsten Asiens. Ein Brief von der Schweiz nach Thailand benötigt üblicherweise vier bis fünf Arbeitstage.
In den teureren Hotels erhält man direkte Telefonverbindungen von Thailand aus ins Ausland. Ebenso verbreitet sind, vor allem in Bangkok, Handys.

 

Geld:
Die thailändische Währung ist der Baht. Er ist in 100 Satang unterteilt. Es gibt Münzen zu 1, 2 und 5 Baht, sowie zu 25 und 50 Satang. Banknoten gibt es zu 10, 20, 50, 100, 500 und neuerdings zu 1000 Baht.
Der Satang wird kaum noch verwendet.
Reisechecks können in den meisten Banken und in vielen Hotels eingelöst werden, in letzteren allerdings zu einem weniger günstigen Kurs.
Die aktuellen Wechselkurse können Sie hier aufrufen.

 

Trinkgeld:
In den teuren Hotels und Restaurants sind zehn Prozent in der Rechnung enthalten. In einfachen Hotels und in Strassenrestaurants ist Trinkgeld unüblich, aber willkommen. Bei Dienstleistungen wie Koffertragen wird es erwartet, von Taxifahrern hingegen nicht.
 
Farang:
Ist die Bezeichnung der Thais für Europäer, Amerikaner und Australier, den sogenannten Langnasen. Von seinem Ursprung bedeutet es eigentlich "Franzose". Das r im Wort Farang wird umgangssprachlich oft zu einem l, und somit als "Falang" ausgesprochen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MENTALITÄT & DENKWEISE


Auch in Thailand gilt Anstand als eine Tugend. Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Gastfreundlichkeit der Thais fallen den Fremden angenehm auf.
Weil die Nordthais in der Vergangenheit in einer stark feudalen Gesellschaft lebten, repräsentieren sie das Ebenbild von Charme, Sanftmut und Höflichkeit. Zudem wurde im Norden die thailändische Kultur geprägt, welche vor allem auf der Religion und der Ästhetik beruht.
Die Südthais dagegen sind weitaus direkter als alle anderen. Der Südthai legt weniger wert auf höfliche Floskeln, sondern er ist eher geneigt, so zu handeln, wie er gerade denkt. Diese verhältnismässig direkte Art der Südler erklärt sich zum einen aus deren teilweise starken Unabhängigkeitsgefühl, zum anderen aus deren naturgegebenen Wohlstand. Bis in dieses Jahrhundert hinein fühlten sich die Südthais, vor allem die islamische Bevölkerung, nie so recht zum Rest des Landes. Einige Moslems möchten den Anschluss an Malaysia oder wünschen sich sogar einen eigenen Staat. Leider gibt es seit einigen Monaten Unruhen zwischen den Buddhisten und den Moslems in den südlichen, vorwiegend von Moslems bewohnten Provinzen des Landes. Überfälle auf Moscheen, Tempelanlagen und staatliche Einrichtungen wie Schulen und Polizeiposten gehören zur Zeit leider zur Tagesordnung. Die starke Militärpräsenz in dieser Region und das oft fragwürdige, skrupellose Handeln der Polizei wird sicherlich nicht zum Frieden zwischen den beiden Konfliktparteien beitragen können.
Die Bewohner des Nordostens sind kulturell etwas weniger geschliffen. In dieser weiten, teils kargen Ebene hat sich eine ländlich-einfache Kultur entwickelt, die weniger von komplizierten Höflichkeitsritualen als von zurückhaltender, aber herzlicher Freundlichkeit gekennzeichnet sind. Von ihren Landsleuten in den Städten, vor allem aber in Bangkok, werden die Bewohner des Nordostens als so etwas wie die derben Vettern vom Lande verschrieen, die man nicht gerne mit nach Hause bringt, weil sie sich nicht zu benehmen wissen. Die gelegentliche Weltungewandtheit dieser Menschen wird durch ihre Freundlichkeit und ihren unendlichen Humor vollends kompensiert.
Die Bangkoker sind eine Mischung von allem. Hier treffen sich die vornehmsten, höflichsten, elegantesten Menschen mit der schrulligen, unfreundlichen, schimpfenden Marktfrau. Dennoch stellen die Bangkoker im Vergleich zu anderen Metropolen dieser Grösse die Weltspitze an Höflichkeit dar.
Die menschliche Wärme und die Freundlichkeit der Bewohner Thailands werden einem erst so richtig bewusst, wenn man nach dem Urlaub in sein eigenes, leistungsorientiertes, menschlich eher kühles Land zurückkehrt.

Die gesamte thailändische Gesellschaft ist, wie welche in anderen ostasiatischen Ländern auch, darauf ausgerichtet, sein Gesicht nicht zu verlieren. Der Verlust des Gesichts ist eine der schlimmsten persönlichen Katastrophen im Leben eines Thais. Die Blossstellung seiner Persönlichkeit, mit all ihren Schattenseiten, kommt einem persönlichen Zusammenbruch gleich.

Der Thai hört gerne etwas Angenehmes, das ihn wohlgelaunt und munter macht. Ob es dabei der Wahrheit entspricht oder nicht, ist gar nicht so wichtig. Es geht einzig und allein um die allzeit erstrebenswerte Harmonie mit den Mitmenschen. Kein Wunder also, wenn die Thais gerne zu Schmeicheleien neigen. Davon profitiert auch der Fremde, dann nämlich, wenn man ihm zum zigsten Male bestätigt, dass er wunderbares Thai spricht oder wirklich toll aussieht. Zu sagen "Naja, Dein Thai geht so gerade", bzw. "Du siehst nicht sonderlich gut aus" empfände der Thai als arge Beleidigung.
Aus diesem Grunde sollte man sich in Thailand mit allzu direkten, wenn auch ehrlich gemeinten, Äusserungen zurückhalten. Falls jemand auf die Frage "Wie gefällt Ihnen denn Thailand?" antwortet: "Die Leute dort lächeln mir zu viel, das Essen ist viel zu scharf und zudem hält die Hitze ja kein Schwein aus.", mag zwar seine ehrliche Meinung sein. Im Westen würde er dafür schon eine gewisse Achtung ernten, denn Direktheit, auch wenn sie manchmal schmerzt, hat dort durchaus seinen Platz. In Thailand hingegen werden allzu direkte, harte, kritische Aussagen nicht gerne gehört.
 
Vorwiegend in der Provinz wird der Fremde manchmal bewundernd betrachtet. Das beste Rezept ist, freundlich zurückzulächeln. Gewisse Thais befragen die Touristen mit allerlei persönlichen Fragen, dies hat jedoch nichts mit blankem Neugier zu tun, sondern zeugt von zuvorkommenden Interesse.

Sanuk, Sabai und Suay:
Kann man als thailändische Lebensphilosophie betrachten.
Sabai entspricht etwa unserem "gemütlich", "angenehm", oder "bequem". Das Sabai wird häufig zu Sabai, sabai verdoppelt, was noch ein gesteigertes Gefühl des Wohlseins ausdrückt.
Das Wort suay bedeutet schön. Beim Kauf eines Gegenstandes ist "suay" ein wichtiges Kriterium. Das rein äusserliche Aussehen ist meistens viel wichtiger als der funktionale Nutzen bei Gegenständen oder die inneren Qualitäten eines Menschen. Beispielsweise wird während den Nachrichtensendungen im Fernsehen vorwiegend auf die äusserliche Erscheinung der Moderatorin oder des Moderators geachtet, die vermittelten Informationen hingegen spielen dabei oft keine grosse Rolle.
Sanuk bedeutet, grob übersetzt, "Den Plausch haben" oder einfach nur "Spass".

Essen:
Essen ist absolut Sanuk. Je mehr Leute daran teilnehmen, desto mehr Sanuk ist es. Die Thais denken permanent ans Essen und die kurzen Verdauungspausen zwischen den zahlreichen Mahlzeiten dienen zur weiteren Speiseplanung.

Shopping:
Sehr Sanuk, besonders dem weiblichen Geschlecht. Die Thais kaufen oft unbesonnen und spontan, was sparsameren Zeitgenossen vielleicht als unüberlegt taxieren würden. Der Preis spielt dabei keine so grosse Rolle. Man kauft, was man will, sofern das Geld vorhanden ist. Und wenn nicht, wird es eben ausgeliehen. Der pure Akt des Kaufens selber macht enorm Spass, und spätere Reuegefühle über zuviel ausgegebenes Geld sind nahezu unbekannt.

Fernsehen:
Sehr Sanuk. Das Fernsehen gilt als wertfreie, mannigfaltige Unterhaltung. Analysen des Programmes oder kritische Äusserungen dazu sind nicht üblich. In vielen Haushalten läuft der Fernseher von Sendebeginn bis Sendeschluss um Mitternacht. Der Inhalt ist dabei nicht so sehr wichtig. Am liebsten mögen die Thais endlose Seifenopern und Karatefilme mit den Helden Bruce Lee und Jackie Chan aus Hong Kong. Wissenschaftliche oder kulturelle Programme des staatlichen Senders Channel 11 werden von vielen abgelehnt, weil sie keinen Sanuk bieten, obwohl sie lehrreich und durchaus interessant sind.

Reisen:
Kann zwar Sanuk sein, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Die Thais reisen am liebsten in Gruppen oder im Familienkreis. Individualreisende sind dort eine Rarität. Man reist nur alleine, um Verwandte oder Freunde zu besuchen. Nämlich die wenigsten Thais sind Abenteurer- oder Entdeckernaturen. Zudem muss die Reise bequem sein und darf nicht zu abenteuerlich werden. Kaum ein Thai besucht seine Nachbarländer wie Laos, Kambodscha oder Burma (Myanmar), weil diese Länder in den Augen der Thais rückständig und somit nicht sehenswert sind. Die Thais reisen gerne, sofern es das Budget erlaubt, nach Europa, Australien oder Nordamerika; also in Ländern mit hohem Lebensstandard. Trotz allem fühlen sich die Thais in Thailand am wohlsten. Thailand ist eben Sabai, sabai.

Spazieren gehen:
Kein Sanuk, weil die wenigsten Thais die Fortbewegung aus eigener Kraft zu schätzen wissen. Selbst kurze Strecken werden mit dem Bus, Tuk Tuk oder Taxi zurückgelegt. Wer läuft, erweckt den Eindruck, kein Geld zu haben oder zu geizig zu sein, um das bisschen Kleingeld auszugeben. Der gesundheitliche Nutzen körperlicher Betätigung ist den meisten Thais fremd. Auch das warme Klima fördert nicht gerade die Motivation, Sport zu treiben. Zudem möchte sich kaum jemand freiwillig an der Sonne aussetzen, um nicht eine dunklere Hautfarbe zu bekommen. Eine dunkle Hautfarbe ist verpönt, denn die haben die Bauern auf dem Lande, die sich täglich an der prallen Sonne abplagen müssen. Eine helle Hautfarbe hat in Thailand Statuswert.
Diese Einstellung entspricht genau dem europäischen Gegenteil, wo sich viele eine dunkle Hautfarbe wünschen. Um dies zu erreichen, besuchen dann einige von ihnen gelegentlich das Solarium.
 
Lesen:
Ist nur Sanuk, wenn es nicht zu sehr überfordert. Der beliebteste Lesestoff sind Boulevardblätter und Comics, während dem Sachbücher nur für eine Minderheit interessant sind.

Tiefgründige Diskussionen:
Bieten keinen Sanuk. Gespräche mit ernstem Charakter bringen keine Freude, deshalb haben sie locker, freundlich und humorvoll zu sein. Ernste Gespräche gibt es nur in Ländern, in denen die Sonne nicht so oft scheint, es nicht so viel zu Essen gibt und alles nicht so schön ist. Zudem behaupten nicht wenige Thais, dass sie vom vielen Denken Kopfschmerzen bekommen. Offenbar wird das Gehirn für einen Muskel gehalten, der bei Überanstrengung zu schmerzen beginnt. Streitigkeiten und Kontroversen werden so gut wie es geht umgangen, damit der soziale Frieden erhalten bleibt. Das Kritisieren von Personen ist nicht üblich und lässt allenfalls negative Rückschlüsse auf den Kritiker zu, nicht aber auf den Kritisierten. Einfache, freundliche Gespräche fördern das allgemeine Wohlbehagen.
Das häufigste Gesprächsthema der Thaifrauen sind deren Ehemänner. Doch dies ist nicht nur in Thailand der Fall.

 

Arbeiten:
90% der thailändischen Wirtschaft ist in chinesischen Händen. Viele Mitglieder in gehobenen Positionen sind ebenfalls Nachkommen chinesischer Einwanderer. Der relative Wohlstand ist hauptsächlich den fleissigen Chinesen zu verdanken, jedoch bestreiten dies oft viele Thais.
Der typische Thai ist nicht sonderlich bestrebt, Kaderpositionen einzunehmen; er fühlt sich im allgemeinen im einfachen Angestelltenverhältnis wohl. Er ist zwar meist ein guter und zuverlässiger Arbeiter. Doch muss bei der Arbeit noch Freiraum für Sanuk sein, demnach muss auch während der Arbeitszeit die Möglichkeit bestehen, mit jemandem zu sprechen oder zu scherzen. Ist dies nicht möglich, verwelkt der Thai wie eine Topfblume, welche man zu giessen vergisst. Die Thais haben nicht die verbissene Konzentration und Ausdauer wie beispielsweise die Europäer oder Japaner. Alles geht spielerischer, lockerer zu. Dass dabei die Leistung leidet, liegt auf der Hand; auf der anderen Seite besteht ein weitaus gesünderes Arbeitsklima mit ausgeglicherern Angestellten.
In jenem Konzern, in welchem ich arbeite, gibt es eine thailändische Niederlassung in der Nähe von Bangkok. Die Schweizer Chefs schätzen den Fleiss und die Motivation jener Thais, welche dort arbeiten.
Eigene Initiative zu ergreifen, sei es privat oder geschäftlich, ist nicht unbedingt eine typische Eigenart der Thais. Oft werden diese Menschen mit guten Soldaten verglichen, die ohne Widerspruch die Befehle von oben ausführen. Dieses Phänomen kommt daher, dass früher in Thailand Gemüse, Früchte und weitere Nahrungsmittel wild wuchsen und man diese ohne grossen Aufwand ernten konnten. In Europa hingegen musste man rechtzeitig die Felder bestellen und die Ernten einfahren, ansonstem man verhungerte.

 

Familienbande:
Für den Thai ist die Familie, in welche er hineingeboren wurde, der zentrale Lebensinhalt. Die jüngeren Geschwister werden umsorgt und verhätschelt, und mit den Eltern verbindet ihn ein unzerreissbares Band von Liebe, Respekt und Dankbarkeit. Im Gegensatz zu den westlichen Ausländern, die sich irgendwann einmal mehr oder weniger aus ihrem Familiennest hearuslösen, bleibt der Thai der eigenen Familie, wie durch eine unsichtbare Nabelschnur gehalten, für immer verbunden. Die meisten erwachsenen Thais, wenn sie heiraten und wiederum selbst eine eigenen Familie haben, wohnen sehr häufig in der Nähe der Eltern. Dies ist oft das selbe Dorf, in der Stadt der selbe Strassenzug. Es gibt jedoch Fälle, wo einzelne Familienmitglieder aus beruflichen Gründen weit weg von der Famile wohnen, doch diese fühlen sich im Innersten natürlich nicht sehr wohl.
 
Der Patriotismus:
Die Thais haben ein starkes Nationalbewusstsein. Sie sind sehr verbunden mit ihrem Heimatland. Glücklicherweise ist bei ihnen der Rechtsextremismus weitgehend unbekannt.
Auf den ausländischen Betrachter wirkt die thailändische Gesellschaft wie eine grosse Familie, in die aufgenommen zu werden,  beinahe unmöglich scheint. Zum Thai-Sein, so würden die Thais wohl sagen, muss man geboren sein. Die Schulen und der Staat fördern unübersehbar das Nationalbewusstsein. So treten Schulkinder morgens vor dem Unterricht zu einem Fahnenappell an und singen die Nationalhymne. Jeweils um 8 Uhr und um 18 Uhr wird die Nationalhymne landesweit über alle Radio- und Fernsehstationen ausgestrahlt. Die Passanten haben dann zu diesem Anlass zu pausieren, um der Hymne zu lauschen. In den Bahnhöfen erheben sich zu diesem Zeitpunkt blitzartig, wie von einer höheren Gewalt befohlen, alle Leute. In den Dörfern und kleineren Städten erstirbt in diesen Momenten oft jeglicher Verkehr. Beim Fernsehen werden zur Nationalhymne noch Bilder der Königsfamilie eingeblendet. Auch vor Kinoveranstaltungen wird die Hymne gespielt, welche ebenfalls mit Bildern der Monarchenfamilie unterlegt wird. Dort hat sich ebenfalls jeder zu erheben.
Das alles schürt das Nationalbewusstsein, ohne das dabei ein Gefühl der Peinlichkeit aufkommt.

 

Die königliche Loyalität:
Die Beziehung der Thais zu ihrem Königshaus, insbesondere zum gegenwärtigen König Bhumipol Adulyadej, Rama IX., ist sehr stark ausgeprägt. In den Augen seines Volkes hat dieser König alle Eigenschaften früherer Monarchen: Er ist gütig, er ist ein väterlicher Herrscher und er ist ein unnahbarer Gottkönig. Das Volk liebt ihn wegen seines unermüdlichen Einsatzes für sein Land und es respektiert und achtet ihn als die höchststehende Person des Landes, obwohl seine Einflüsse in der heutigen Politik eher gering sind.
Das Thaivolk duldet es nicht, wenn der König kritisiert oder ins Lächerliche gezogen wird. Ebenso erscheint er nirgends in den Medien als Karikatur.
Praktisch in jedem Thai-Haushalt, in den Geschäften und in den Restaurants hängen hoch oben an der Wand Bilder des Königs und/oder seiner Familie.

 

Namen und Anreden:
Wenn man sich unter den Thais befindet und ihnen ein wenig zuhört, stellt man fest, dass sich diese fast immer nur mit ihren Spitznamen anreden. Nur bei formellen Anlässen wird der echte Vornamen verwendet, der meist ein komplizierter Sanskrit- oder Palibegriff ist (Pali ist die heilige Sprache der Buddhisten, entsprechend dem Latein der Katholiken). Ausser in allen offiziellen Dokumenten werden die Familiennamen, diese stammen wiederum vom Sanskrit oder Pali, kaum benutzt. Die Gleichgültigkeit dem Familiennamen gegenüber beruht auf der Tatsache, dass diese erst 1919 eingeführt wurden, wobei jeder Familie ihr eigener Name zugeteilt wurde. Weil damals jede Familie ihren individuellen Namen erhielt, kann man heute davon ausgehen, dass Personen mit dem selben Familiennamen alle mehr oder weniger miteinander verwandt sind.
Die oben erwähnten Spitznamen beruhen meist auf einer tatsächlichen oder gewünschten Eigenschaft der Person, oder auf deren Aussehen. Ausserdem stammen viele Namen vom zoologischen Lexikon. So gibt es zigtausende von Mäo (Katze), Muu (Schwein), Mot (Ameise), Phet (Ente), Nok (Vogel), Tao (Schildkröte), Gai (Huhn), Nuu (Maus), etc. Namen wie Schwein oder Maus gelten dabei nicht als Beleidigung. Weitere Spitznamen sind beispielsweise Däng (rot; helle, rosa Hautfarbe), Dam (schwarz; dunkle Hautfarbe), Noy (klein), Lek (klein), Jey (gross), usw.

 

Religion:
Die meisten Thais mögen es ebenfalls nicht, wenn man den Buddhismus kritisiert oder gewisse Elemente davon in Frage stellt. Wie bei jeder Religion gibt es dort natürlich auch Angriffsflächen für Kritik. Beispielsweise lehrte Buddha den Gläubigen, enthaltsam und ohne Begierde zu leben. Hingegen auf der Strasse und selbst bei Tempelbesuchen sieht man etliche Thais mit haufenweise Goldschmuck um den Hals und an den Händen, sowie mit teuren Markenkleidern und modernen Handys. Bei dieser stark auf Materialismus geprägten Gesellschaft gibt es andauernd Widersprüche zwischen Religion und dem weltlichen Leben. Der Materialismus wird zwar durch den Buddhismus in gewissen Grenzen gehalten, doch letzterer ist wie eine grosse Mauer, die allmählich zerbröckelt, besonders in den grösseren Städten.

 

Korruption:
Die Korruption ist in Thailand weit verbreitet. Trotz Bemühungen einiger Politiker lässt sich die Korruption nicht ausrotten. Sie erfasst beinahe jeden Lebensbereich und bildet eine Art zweites Gesetz. Nur durch sie können die Abertausende von Bordellen, Massagesalons und Bars im Lande existieren.
Die Genehmigungen für Haus- oder Hotelbauten werden manchmal auf illegalem Wege bezogen, was erst später, wenn die Gebäude schon stehen, auffällt. Nur auf dieser Weise konnten Hotelbauten an die Küste von Phuket erstellt werden, die gemäss den örtlichen Bauvorschriften viel zu hoch gebaut wurden und dadurch die Landschaft verschandeln. Ebenfalls wurden die Baugenehmigungen der meisten der grossen Bungalow-Anlagen auf den idyllischen Phi Phi-Inseln auf illegalem Wege bezogen, und zwar ohne Rücksicht auf die geschützte Landschaft.
Selbst bei der einfachen Bevölkerung auf dem Lande kommt es häufig vor, dass bei Wahlen Stimmen verkauft werden, um damit einige Baht zu verdienen. Doch diese jammern dann am lautesten, wenn nicht der gewünschte Politiker gewählt wird.

 

Weitere Eigenschaften:
Die Thais planen und reagieren oft sehr spontan und kurzentschlossen. Blitzschnell wird umdisponiert oder auf das vorhin Vereinbarte verzichtet. Langfristiges Planen wie in Europa ist nicht bei allen üblich. Zudem sind die Thais nun mal keine Forscher- oder Abenteurertypen.
In Thailand ist es vielmals üblich, dass innerhalb einer Ehe der Mann bestimmt. In ihrem Sinnbild befindet sich der Mann in den zwei vorderen Füssen eines Elefanten, der steuert und die Frau in den beiden hinteren Füssen, die den vorderen folgen.
Wohnen Thais im Ausland, so haben sie nur untereinander Kontakt. Das heisst, dass eine Thailänderin, welche in Europa lebt, nur Freundinnen aus ihrer Heimat hat und leider kaum Kontakte zu Europäerinnen pflegt.

Die Thais, allen voran die Frauen, lieben den Tratsch. Wird geplaudert, kann es vorkommen, dass man das Gesagte falsch interpretiert und das falsch Gehörte weitergibt. Ich musste oft feststellen, dass die Ehegatten von anderen Thaifrauen (Kolleginnen oder Freundinnen der eigenen Thaifrau) beobachtet werden. Dies ist zwar nicht verboten, aber kann sehr unangenehm sein, wenn diese Beobachtung falsch gedeutet wird und dann anschliessend Gerüchte in die Welt hinausgesetzt werden.
Ich war auch schon Opfer dieser Beobachtungen und möchte hier zwei kleine Anekdoten festhalten:

1. Vor wenigen Jahren gingen meine Frau und ich in einen Asien-Supermarkt in meinem Wohnort. Nach dem Einkaufen sah ich eine Kollegin meiner Frau, welche versuchte, einen 20-kg Reissack in ihr Auto zu schleppen. Ohne zu zögern half ich ihr. Meine Frau blieb beim Ladeneingang stehen, währenddem ich mit dieser Kollegin etwa 100 Meter weiter zu ihrem Wagen spazierte.
Während diesem kurzen Spaziergang mit dem Reissack und dieser Frau wurde ich ohne meines Wissens von einer weiteren Thaifrau beobachtet und einen Tag später verbreitete sich das Gerücht innerhalb der lokalen Thaigemeinde, dass ich eine "neue" Frau habe...

2. Vor einigen Monaten fuhren meine Frau und ich mit einem öffentlichen Bus zu meinem Vater. Neben uns sass eine Thaifrau mit einem Kleinkind, ich kannte diese Frau überhaupt nicht. Gelegentlich warf sie einen Blick auf mich und auf meine Frau, welche die Haare anders als üblich gekämmt hatte und einen Sonnenhut trug. Gleichzeitig schlief meine Gattin, sie bemerkte nicht, dass wir dauernd beobachtet wurden.
Diese kurzen Blicke jener mir unbekannten Thaifrau wurden immer länger und ernster.
Als meine Frau aufwachte und diese unbekannte Thailänderin erkannte, begrüssten sie sich, denn beide kannten sich schon lange. Die Blicke dieser Kollegin wurden wieder fröhlicher. Nun meinte diese Frau zu meiner Frau:
"Ich erkannte Dich gar nicht, ich dachte, dass Reto mit einer anderen Frau unterwegs ist, ich dachte schon, dass ich Retos Frau telefonieren müsse, um ihr zu erzählen, dass er eine Freundin hat..."
   

Es ist wichtig zu wissen, dass die Thais nun mal eine andere Mentalität als die Europäer haben, welche aber niemals als minderwertig oder kleinkariert verurteilt werden darf. In ihren Augen gibt es mit aller Wahrscheinlichkeit auch Eigenarten von Westlern, welche den Thais nicht sonderlich gefallen oder für sie ebenfalls fragwürdig erscheinen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DAS TYPISCHE LÄCHELN

 

So etwas wie ein thailändisches Markenzeichen ist das allgegenwärtige Lächeln, welches man dort auf Schritt und Tritt begegnet. Die Verkäuferin im Laden, der Postboote oder der Bankbeamte lächelt; ja, es lächeln alle Menschen. Selbst der frisch ertappte Massenmörder lächelt in die Kameras thailändischer Journalisten. Daher bezeichnen die Thais ihr Land gerne als Siam Yim, übersetzt Siam, Land des Lächelns. Auch im Westen identifiziert man Thailand häufig mit lächelnden, einladenden Gesichtern. Diese lassen sich tourismustechnisch gesehen natürlich bestens vermarkten. Das Lächeln vermittelt doch das Bild einer harmonischen, warmherzigen und freundlichen Gesellschaft.
 

Lächeln, das kann es bedeuten:
Lächeln aus Freundlichkeit:
Wenn man auf der Strasse plötzlich von fremden Personen angelächelt wird, bedeutet dies in den meisten Fällen ein Akt reiner Freundlichkeit, gelegentlich gepaart mit einem Schuss Respekt vor dem weitgereisten Touristen.
Gelegentlich versuchen Schlepper und andere zweifelhafte Gestalten durch ein freundliches Lächeln das Vertrauen des Touristen zu erlangen, um mit ihnen Geschäftchen machen zu können. Mit etwas Feingefühl und natürlicher Skepsis ist aber in den meisten Fällen zu unterscheiden, ob es sich um einen Freundlichkeitsakt oder um versteckte Absichten handelt. Im letzteren Fall ist es besser, nicht zurückzulächeln.

 

Lächeln um zu verzeihen:
Begeht man selbst Fehltritte oder kleine Fehler, so wird dies oft durch ein Lächeln überspielt, welches gleichzeitig eine Bitte um Verzeihung bedeutet. Dem Charme eines Lächelns können sich die Thais nämlich kaum entziehen. Ebenso zeigt jemand, an dem ein solcher Fehler begangen wurde, durch ein Lächeln seine Bereitschaft zum sofortigen Verzeihen an.

 

Lächeln in Streitsituationen:
Wenn die Thais in Streitsituationen lächeln, so ist dies ein Versuch, das Gegenüber zu besänftigen oder einen schlimmeren Konflikt zu verhindern. Es ist besser, dieses Freundschaftsangebot zu akzeptieren, andernfalls können primitivere Zeitgenossen gerne zur Gewalt greifen.

 

Lächeln als Deckmantel:
Konflikte mit sich selbst werden vielmals mit einem Lächeln überdeckt, denn die Thais neigen nicht dazu, ihr Innerstes preiszugeben, nicht einmal gegenüber den engsten Familienmitgliedern oder Freunden. Das Bekenntnis von inneren Regungen macht schliesslich verletzlich und bietet dadurch Angriffsflächen, die manch potentieller Feind sich zu Nutze machen könnte. Somit werden Kummer, Sorgen oder Probleme mit sich selbst ausgefochten und man macht dabei gute Miene zum bösen Spiel. Das Beklagen des eigenen Schicksals, wie es im Westen häufig üblich ist, zeugt von innerer Schwäche und gilt als abstossend.

 

Lächeln als Bitte:
Das Bitten um einen Gefallen bei Privatpersonen und Ämtern haben weitaus mehr Aussicht auf Erfolg, wenn sie von einem freundlichen Lächeln begleitet werden. Ein Bittsteller mit ernster Miene hat dagegen kaum eine Chance. Das Lächeln gibt dem Gebetenen das Gefühl, respektiert  zu werden, wogegen hartes Fordern mit starrem, ernsthaftem Gesicht ihn einschüchtert oder sogar abschreckt. Mit grösster Wahrscheinlichkeit wir dann diese Bitte abgelehnt. Nett lächeln und mit freundlicher, ruhiger Stimme bitten, das ist vielmals der Weg zum Erfolg.

 

Lächeln bei Gesichtsverlust:
Peinliche Situationen aller Art können mit einem Lächeln vertuscht werden. Dazu gehören unter anderem der Gesichtsverlust, die Blossstellung einer Person oder ihrer Taten in der Öffentlichkeit.

 

Lächeln als eine Absage:
Das Lächeln kann aber auch eine Absage bedeuten. Wird eine Bitte oder Frage mit einem milden Lächeln honoriert, ohne dass dazu eine positive Zusage gemacht wird, so bedeutet das Lächeln "Das geht leider nicht", "Das weiss ich leider nicht", oder ähnliches. Die Thais hassen nämlich abweisende Absagen, die als bewusste Erniedrigung aufgefasst werden können. Mit einem freundlichen Lächeln wird eine Absage etwas schmackhafter verpackt, so wie bittere Medizin mit einer Zuckerschicht überzogen wird.

 

Lächeln bei Verlegenheit:
Gelegentlich lächeln, vor allem junge Frauen, aus Verlegenheit. Ist man einer Person sympathisch, so wird dies häufig mit einem langen, andauernden Lächeln erkenntlich gezeigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

KRIMINALITÄT

 

Im allgemeinen ist Thailand ein sicheres Land. Gewalt oder schwere Verbrechen gegenüber Fremden kommen kaum vor.
Auf Fotoapparat, Portemonnaie und Schmuck muss man aufpassen wie anderswo auch. Vorsicht ist vor allem in den Städten geboten. Taschendiebe gibt es vorwiegend in den Märkten und im Chinatown Bangkoks. Man sollte sich den Gegebenheiten anpassen und sich nicht mit Geld und Schmuck herumwerfen. Bei unauffälligem Verhalten muss kaum mit Diebstahl gerechnet werden.
Gewalt um ihrer selbst Willen, à la Schläger, Rowdies oder Hooligans, ist in Thailand beinahe unbekannt. Westliche Frauen können sich abends und nachts in den Städten ohne Belästigungen oder Anmacherei von Thai-Männern bewegen.
In der Nähe von den bekannten Sehenswürdigkeiten treibt gelegentlich eine Sorte von Ganoven ihr Unwesen, welche sich die Naivität vieler Neuankömmlinge zu Nutze macht. Touristen werden mit einem unaufdringlichen, freundlichen "Hallo, aus welchem Land kommst Du denn?" angesprochen. Danach entwickelt sich ein angeregtes, interessantes Gespräch. Im Verlaufe dieser Diskussion wird der Tourist unerwartet von diesem Schlepper in ein schickes Restaurant eingeladen, in welchem es unter anderem klassischen Thai-Tanz zu sehen gibt. Damit, das wissen ja die Schlepper, lassen sich die Touristen sehr einfach ködern. Im Restaurant wird der Schlepper dem Touristen weiterhin das Gefühl vermitteln, herzlich eingeladen zu sein. Es wird ausgiebig gegessen, getrunken und gescherzt. Später, wenn der Kellner abzuräumen beginnt, wird der Schlepper sich wahrscheinlich zur Toilette begeben - und wird nie wieder zurückkehren. Es scheint, als wäre er spurlos verschwunden. Unter Drohungen werden die Kellner nun die Begleichung der Rechnung fordern, die zudem noch weit überzogen sein kann. Schlepper und Restaurant arbeiten nämlich zusammen. Nicht selten sind es junge, charmante Frauen, auf die männliche Touristen besonders leicht hereinfallen.
Man sollte generell vorsichtig sein, mit wem man ins Gespräch kommt. Betrunkenen geht man besser aus dem Wege.
Obwohl ich schon sieben mal nach Thailand reiste, wurde mir niemals etwas abhanden gekommen. Auch wurde ich bis anhin noch nie betrogen.

Das Verhalten der Thais ist so angelegt, dass sie Konflikte mit Mitmenschen zu vermeiden versuchen. Dazu dient in erster Linie ein stark reglementierter, respektvoller und höflicher Umgang untereinander. Aber auch Beschwichtigungsmechanismen wie beispielsweise das entwaffnende Lächeln oder Schmeicheleien gehören dazu. Dass dabei oft Zugeständnisse an den wahren Gemütszustand gemacht werden müssen, liegt auf der Hand. Beispielsweise muss man nämlich aus purer Etikette zu jemandem höflich sein, den man am liebsten ins Pfefferland wünscht, oder man hat sehr oft gegen die eigene schlechte Tageslaune die gesamte Welt anzulächeln, obwohl es einem eigentlich eher nach einem Wutausbruch zumute wäre. Der wahre Gemütszustand muss also häufig überdeckt werden, weit mehr als in Europa, wo man zum Teil bewundert wird, wenn man seine innersten Empfindungen preisgibt.
Anders ist es in Thailand, wo die Beherrschung dieser Gefühle der Normalität entspricht. Wer sein wahres Inneres preisgibt, verliert unter Umständen sein Gesicht und macht sich dadurch verwundbar. Die Diskrepanz zwischen dem wahren Innenleben und dem, was man nach aussen präsentieren muss, führt häufig zu Kurzschlussreaktionen. So sind kurze, aber folgenschwere Aggressionsausbrüche von labilen Charakteren an der Tagesordnung und füllen die Kriminalstatistik und die Mordseiten der Boulevardpresse.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DER THAI UND DAS GELD

 

Historisches:
Thailand war bis vor der Regierungszeit des Königs Mongkuts (1851 - 1868) isoliert und hatte keine nennenswerte Kontakte zu anderen Ländern. Dadurch konnte sich die thailändische Kultur weitgehend unbeinflusst von aussen entwickeln. Jedoch mit dem König Mongkut kam die Wende. Er entdeckte gewisse Eigenschaften Europas, welche er auch für Thailand von Vorteil hielt, und so begann er, Thailand nach westlichem Bild umzugestalten. Bei allen Leistungen, die der König für sein Land vollbrachte, setzte er eine derart rapide Wandlung aus, deren kulturelle Folgen noch nicht abzusehen waren. Die Oberschicht des Landes schickte ihre Söhne nun zum Studium nach Europa und diese wurden zum Ebenbild britischer Gentlemen. In den Augen des gemeinen Volkes wurde hiermit eine Art Kulturschock ausgelöst. Die alten Werte wurden innert kürzester Zeit verdrängt und durch völlig fremde ersetzt. Eine Kultur entsteht aber aus einem langwierigen Entwicklungsprozess und lässt sich nicht wechseln wie Unterwäsche. Die Folge war dann eine Art Vakuum innerhalb der Gesellschaft. In die so entstandene Leere trat die Gier nach Materialien.
Dieser Materialismus wurde noch durch eine weitere Tatsache gefördert: Die in Europa studierende Elite lernte zwar die moderne Wissenschaft und Technik kennen, kaum aber die Philosophie, auf denen sie beruhten. Der Lernprozess beschränkte sich also nun auf das Technische, unter Nichtbeachtlassung der Moral oder Ethik. Das Ergebnis war somit blanker Materialismus in Reingestalt.

 

Heute:
Ein heikles Thema ist das liebe Geld. Währenddem viele Europäer Geld für das Alter oder für spätere persönliche Investitionen wie ein neues Auto, Ferien, Stereoanlage, etc. sparen, geht der Thai viel lockerer mit dem Geld um. Verdient er etwas, so gibt er es sofort wieder aus. Aus diesem Grunde haben in Thailand die Geldverleiher, meist Nachfahren von chinesischen Einwanderern, welche es in den Städten beinahe an jeder Strassenecke gibt, alle Hände voll zu tun. Um in der Gesellschaft die Illusion von sorgenfreiem Wohlstand zu zeigen, leihen sie oft Geld aus, um Motorräder, Handys, Fernseher, neue Kleidung, Videogeräte, ja sogar Autos oder Kühlschränke zu kaufen. Besonders zu Beginn des neuen Schuljahres im Mai/Juni kommt es zu wahren Verpfändungs-Epidemien, denn es müssen neue Schulbücher und Schuluniformen angeschafft und die Schulgebühren bezahlt werden. Hochzeiten, Beerdigungen, Krankheiten und weitere Ereignisse, welche mit hohen Ausgaben verbunden sind, führen ebenfalls ins Pfandhaus. Dazu kommt noch die Spielleidenschaft der Thais, die, anstatt der Finanzmisere ein Ende zu bereiten, meist nur noch tiefer in den Abgrund führt. Notorische Glücksspieler gehören zu den Stammkunden der Pfandhäuser.
Die Thais zieht es kaum in verantwortungsvolle, gehobene Positionen. Anderseits lieben sie das gute Leben, das zum grossen Teil käuflich ist. Dazu braucht man das nötige Kleingeld. So träumen viele Thais lebenslang vom grossen Lotteriegewinn. Denn dies bietet eine ideale Kombination, viel Geld zu verdienen, ohne sich dafür abzuplagen.
Doch diese Mentalität des Schuldenmachens rächte sich im Laufe des Jahres 1997, als Thailand in eine tiefe Rezession fiel. Die Banken mussten Verluste einfahren, weil sie kein Geld oder Zinsen für viele faulen Kredite erhielten. Gleichzeitig verlor der Baht an Wert, die Grundnahrungsmittel wurden teurer und eine hohe Arbeitslosigkeit machte sich bemerkbar. Seither lernten einige Thais den Umgang mit Geld, doch diese bleiben eine Minderheit. Im grossen und ganzen leben die Thais nach dem "Hier und Jetzt", und was morgen geschieht, ist heute nicht interessant.
Selbst Thais, welche im Ausland leben, haben oft Mühe mit dem Umgang mit dem Geld. Bei vielen reicht das monatliche Einkommen kaum zwei Wochen und somit muss wiederum Geld ausgeliehen werden. Nun beginnt der Teufelskreis: Geld aufnehmen, Schulden bezahlen, weiteres Geld aufnehmen, um den ersten Kredit abzuzahlen, usw. Zudem ist das Vergleichen der Preise nicht üblich, so geschieht es gelegentlich, dass sie für die selbe Ware oft einen zu hohen Preis bezahlen.

Geld ist in Thailand sehr häufig das Mass aller Dinge. Nur so ist es zu erklären, dass Eltern ihre jungen Töchter für einige Tausend Baht an ein Bordell in der Stadt verkaufen, um sich davon lange ersehnte Luxusartikel zu kaufen. Studien in Nordost-Thailand haben gezeigt, dass plötzlicher Geldsegen in den unteren Bevölkerungsschichten nicht etwa für die Altersvorsorge, Schulgelder für Kinder, usw. genutzt wird, sondern zum Kauf von Fernseh- und Videogeräten, Kühlschränken oder Motorrädern verwendet wird.

 

Kleine Bemerkung:
Selbstverständlich gibt es auch Thais, diese sind jedoch eher eine Minderheit, bei welchen das Geld nicht das Mass aller Dinge ist. Sie können sehr gut mit dem Geld umgehen, ohne Schulden zu machen oder den Partner in finanzielle Nöte zu bringen.

 

Geldangelegenheiten bei der Heirat eines Thaipartners:
Ein wichtiger Aspekt, mit dem sich der Farang abzufinden hat, ist die Tatsache, dass er nicht bloss eine Thaifrau heiratet, sondern auch deren Familie, egal, ob sie nun klein oder gross ist. Die thailändische Lebensgewohnheit will es, dass der Ehemann die Familie seiner Frau, jedoch hauptsächlich deren Eltern, lebenslang unterstützt. Dabei ist manches finanzielle Opfer zu erbringen. Die schmerzen besonders, wenn das hart erarbeitete Geld im Familienkreis für irgendwelche Glücksspiele sinnlos verprasst wird, wie es so oft der Fall ist. Damit muss der Mann rechnen, dennoch hat er seine Loyalität zu wahren. Auch die Frau muss ja, so will es die thailändische Tradition, im Guten wie im Bösen zu ihren Eltern stehen. Selbst wenn sie genau weiss, dass das Geld, welches sie schickt, womöglich im Sande versickern wird. Aus diesem Grunde wird oft Liebe und Gefühl den materiellen Erwägungen geopfert. Dies ist ein verständliches Verhalten, bedenkt man, dass es sich nicht selten schlichtweg ums Überleben geht. Eine junge Frau ohne Schulbildung hat vielmals nur durch Heirat mit einem besser gestellten Mann die Chance, ein relativ komfortables Leben führen zu können und dabei eine der Hauptpflichten der guten Tochter zu erfüllen, nämlich die Unterstützung der Eltern. Das sich so für die Eltern einsetzende Mädchen wird dafür in ihrem nächsten Leben belohnt.
In Thailand gibt es keine Altersvorsorge, die Altersvorsorge sind dort die eigenen Kinder.
Aus der Sicht des europäischen Ehepartners ist dies oft kaum verständlich; denn er selbst wird kaum regelmässig Geld von seinen eigenen Verwandten in der Höhe von ein oder bis zu zwei Monatssalären erhalten, ohne dafür arbeiten zu müssen. Auch im reichen Europa liegt das Geld nicht auf der Strasse, sondern es muss ebenfalls hart verdient werden.
Dieses Thema ist eine der häufigsten Streitpunkte von Mischehen zwischen europäischen- und Thaipartnern.

 

Geldfragen:
Grosszügigkeit wird in Thailand sehr gross geschrieben. Bei gemeinsamen Essen, Kino- oder Discobesuchen wird sich meist ein Teilnehmer bereitfinden, welcher die gesamte Rechnung übernimmt. Da der Farang automatisch als reich und damit auch spendierfreudig angesehen wird, wird von ihm häufig die Begleichung der Rechnung erwartet. Das im Westen übliche, penible Aufteilen der Rechnung gilt in Thailand als engherzig und geizig.

Die thailändische Gastfreundschaft will es, dass es dem Gast während seines Aufenthaltes an nichts fehlt. Oft bereitet man ihm ein schmackhaftes Mahl zu oder man kauft eines von einem Restaurant oder von einer Garküche. Dies ist nicht ungewöhnlich, denn aufgrund des grossen Angebots an Nahrungsmitteln und relativ niedrigen Preisen versorgen sich viele Thais zum Teil aus Essensständen. Der Preis spielt dabei oft keine Rolle. Sie zögern nicht lange und kaufen das Gewünschte, selbst wenn dann die Kasse weit vor Monatsende leer ist. Das gehört zur Philosophie des Sanuk. Wer zuviel über Geld nachdenkt, ist ein Geizkragen. Bei Gegenbesuchen erwarten die damaligen Gastgeber ein ebenso grosszügiges Verhalten.
Auch die im Ausland wohnhaften Thais pflegen die grosszügige Gastfreundschaft untereinander. Man wird nie nur zu Kaffee und Kuchen eingeladen, sondern der Gast erhält immer ein reichhaltiges, schmackhaftes Mahl.

Gelegentlich wird man von Thais nach seinem Einkommen gefragt. Dies ist nicht etwa indiskret wie im Westen, sondern es ist ein legitimes Mittel, den Status des Gegenüber einzuschätzen und damit sein Verhalten entsprechend anzupassen. Die Thais haben da keine Geheimnisse untereinander. Im Bezug auf einen Ausländer gesellt sich natürlich noch eine Spur Neugier dazu, weil man eine Vorstellung davon haben möchte, wieviel ein Farang so verdient, ja ob er wirklich so reich ist, wie man immer hört.

Es ist üblich, dass bei Heiraten der Bräutigam bei den Brauteltern um die Hand deren Tochter anhält. Die Brauteltern legen dann eine Art Auslösesumme fest. Dies gilt als eine Wiedergutmachung für alle Ausgaben, die bei der Erziehung der Tochter angefallen sind. Ausserdem bildet diese Summe eine kleine finanzielle Sicherheit für die Tochter, die leider nicht immer mit der lebenslangen Treue ihres Gatten rechnen kann.
Dieser Brautpreis variiert, je nach sozialen Stand der Familien, zwischen wenigen Tausend bis zu einer Million Baht. Er liegt logischerweise höher, wenn der Ehepartner ein Ausländer ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VERHALTENSREGELN

 

Der Wai:
Der Wai ist der thailändische Gruss. Dieser hat seinen Ursprung möglicherweise in der indischen Geste des Namaste, zu der die Handflächen wie im Gebet vor der Brust zusammengelegt werden. Der Wai an sich wirkt schon weit eleganter als das Händeschütteln des Westlers.
Während es beim indischen Gruss keine klaren Abstufungen gibt, die auf den Status des Grüssenden schliessen lassen, so ist die Form des Wai stark reglementiert und ein Ausdruck der Macht- oder Statusverhältnisse. So entscheidet der Status des zu Grüssenden darüber, wie hoch der Grüssende die gefalteten Hände beim Wai zu heben hat:
 

Gegenüber etwas Niedrigergestellten

Daumen etwa in Brusthöhe

Gegenüber Gleichgestellten

Daumen unterhalb des Kinns

Gegenüber Höhergestellten 

Daumen in Höhe der Unterlippe

Gegenüber Mönchen

Daumen zwischen den Augenbrauen

 

Nicht allein die Höhe der Hände zeigt den Respekt, sondern vor allem die Tiefe der Verneigung des Kopfes.
Man antwortet nicht mit einem Wai auf einen Wai von Kindern, Hausangestellten, Bedienung, Bettlern, usw. Hier genügt ein kurzes Nicken oder ein Lächeln.
 

Respekt:
Respekt zu zeigen ist den Thais ein sehr wichtiges Anliegen, aber sonst sind sie oft weit weniger formell als die Europäer. Begrüssungen erfolgen eher beiläufig. Einladungen zu Einheimischen bedürfen keiner besonderen Gelegenheit. Die Häuser der Thais sind nicht nur architektonisch offen gebaut, sondern die Tür ist immer offen für Besucher. Man muss bei Besuchen nichts mitbringen, obwohl gegen Obst, Kuchen, Mahl von Essensständen, und ähnliches nichts einzuwenden ist.
Bei Einladungen zu Parties, Discos, Theaterbesuchen, etc. sollte man sich bei den Thais erkundigen, die ebenfalls dorthin gehen, welche Kleidung man tragen soll.
 

Essen:
Die Thais lieben das Essen über alles. Sie laden dazu oft mehrere Personen ein, damit es mehr Sanuk ist. Wenn man sich mit jemanden zum Essen verabredet, ist es möglich, dass dessen/deren Bekannte oder Freunde ebenfalls dabei sind. Denn die Thais lieben die Geselligkeit und je mehr Leute anwesend sind, desto mehr Spass macht es. Das Essen wird am Schluss von der Person, welche zum Essen eingeladen hat, bezahlt. Es gehört zur Ehre der Ranghöheren, dass sie zum Essen einladen. Gelegentlich kämpfen sich zwei oder drei Personen darum, das Essen bezahlen zu dürfen. Das im Westen übliche Aufteilen der Rechnung ist in Thailand nicht gebräuchlich.
Isst man mit mehreren Personen zusammen in einem Restaurant, so bestellt jeder mindestens ein Gericht, je nach Hunger noch ein oder zwei dazu. Am besten ist natürlich eine interessante Mischung aus verschiedenartigen Fleisch- und Gemüsesorten, damit jeder Teilnehmer von den einzelnen Gerichten kosten kann.
Die Thais essen mit dem Löffel in der rechten Hand, auf den man mit der Gabel von der linken Hand das Essen schiebt. Messer werden nie verwendet, weil das Essen während dem Kochen in mundgerechte Portionen geschnitten wird. Mit den Stäbchen essen die Thais chinesische Gerichte, Nudeln und Frühlingsrollen.

 

Der Kopf als Sitz der Seele:
Deshalb berühren ihn die Thais nicht, ausser Liebespaare im stillen Kämmerlein oder Grosseltern, die ihre Enkelkinder streicheln. Berührt man versehentlich beispielsweise im Bus den Kopf eines Mitfahrers, so sollte man sich bei ihm höflich entschuldigen. Man sollte niemals Kindern über den Kopf streichen.
 

Die Füsse als unreinster Körperteil:
In Tempeln oder gegenüber Mönchen müssen die Frauen ihre Füsse seitlich nach hinten wegstrecken, die Männer müssen sich auf die Knie mit den Füssen nach hinten setzen. Man darf niemals mit den Füssen auf jemand zeigen.
 

Diverse Regeln:
Die Bedienung in Restaurants winkt man mit der Handfläche nach unten heran. Man sollte nicht auf Leute mit dem Finger zeigen.
Geschenke überreicht man mit der rechten Hand, weil die linke unreiner ist, wegen deren Gebrauch auf der Toilette, wo man sich an vielen Orten mit Wasser anstatt mit Papier reinigt.
 

Frauen und Mönche:
Frauen dürfen keinesfalls Mönche berühren, das schliesst auch deren Gewand ein. Eine Frau muss den für den Mönch gedachten Gegenstand entweder erst einem Mann geben, der dann diesen Gegenstand dem Mönch aushändigt, oder sie stellt ihn auf den Boden und der Mönch hebt ihn hinterher auf.
 

Nie in die Augen starren:
Die Thais schauen den Europäern gerne in die Augen, besonders wenn sie blau sind. Anstarren sollte man die Thais auf keinen Fall, denn manche Männer auf dem Land könnten dies als einen Akt der Aggression missverstehen.
 

Zärtlichkeiten austauschen:
Es ist in Thailand nicht üblich, Zärtlichkeiten zwischen Angehörigen beider Geschlechter in der Öffentlichkeit auszutauschen, dies gilt auch für das Küssen und für das Händchenhalten. Gelegentlich sieht man Männer oder Frauen untereinander Händchen halten, was aber keineswegs auf Homosexualität zurückzuschliessen ist.
 

Kritisieren:
Kritisieren ist unter den Thais nicht üblich. Vom Farang erwünscht man es sich ebenfalls nicht. Prahlen über das eigene Land sollte man unterlassen, weil die Thais eine romantische Liebe zu ihrem Land haben. Dagegen macht man sich mit Komplimenten sehr beliebt.
 

Hindurchgehen zwischen Personen:
Wenn man vor oder zwischen Leuten hindurchgehen will, so beugt man den Oberkörper etwas. Auf diese Weise macht man sich ein wenig niedriger. Das gilt vor allem dann, wenn die anderen sitzen. Über das Essen darf man niemals hinübersteigen (bei Leuten, welche auf dem Boden essen).
 

Schuhe ausziehen:
Die Schuhe zieht man vor Betreten von Tempeln und Privathäusern aus. Niemals sollte man die Türschwelle betreten.
 

Fotografieren:
Die Thais machen sehr gerne Erinnerungsfotos. Bevor man eine Person fotografieren möchte, sollte man sie zuerst fragen. Gebäude, Sehenswürdigkeiten, Tempelanlagen, usw. kann man ohne weiteres ablichten, hingegen wenn man im Innern eines Tempels oder einer Moschee fotografieren möchte, muss man sich vorher unbedingt erkundigen, denn das Fotografieren ist in gewissen Räumlichkeiten nicht gestattet. Ebenfalls sollte man militärische Einrichtungen nicht verewigen.
 

Werfen von Gegenständen:
Das Werfen von Gegenständen gilt als unhöflich. Im Falle von Reis gilt dies sogar als grobe Missachtung der Lebensgrundlage der Thais. Auch darf man keinesfalls Geld herumwerfen oder sogar mit den Füssen treten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

KONTAKTAUFNAHME

 

Weshalb haben viele europäische Männer den Wunsch, eine Thailänderin als Frau zu haben?

Da gibt es sehr viele persönliche Gründe. Ich habe hier eine "Hitparade" der häufigsten Gründe zusammengestellt. Sie ist jedoch nicht repräsentativ und erhebt keinen Anspruch auf vollkommene Korrektheit. Es sind nur so genannte Erfahrungswerte von Leuten, die ich kenne, welche mit Thaifrauen befreundet oder verheiratet sind.
 

1.

Die Thaifrauen sind viel weniger emanzipiert als die Europäerinnen

2.

Thailänderinnen sind gute Mütter, lieben die Kinder und kochen gerne

3.

Sie sind ruhig, zuverlässig, freundlich, offen, friedfertig und nicht aufdringlich

4.

Meine Ehe mit einer Europäerin scheiterte, deshalb entschied ich mich für eine Thailänderin

5.

Sie nörgeln nicht andauernd herum und sind viel geduldiger als Europäerinnen

6.

Der Mann mag Thailand, deren Kultur und Mentalität

7.

Der Mann verbrachte längere Zeit in Thailand und lernte dort eine Thailänderin kennen

8.

Eine Thailänderin ist treu, sie betrügt niemals ihren Mann

9.

Sie sind hübscher als ihre westlichen Geschlechtsgenossinnen

 

Und hier ist eine Auswahl von eher primitiven, niveaulosen Gründen, welche dennoch sehr oft zu hören sind:
 

1.

Ich mag eine exotische Frau im Bett: sie macht alles, was ich von ihr will

2.

Eine Thailänderin ist dem Mann unterwürfig, sie macht für ihn alles, sie ist ein gutes Hausmädchen

3.

Weil sie schüchtern ist und kaum unsere Sprache beherrscht, kann ich von ihr sehr vieles verlangen, was ich von einer Europäerin nicht könnte; eine Thaifrau kann sich ja nicht wehren

4.

Man kann Thailänderinnen ausnützen, ohne dass sie es bemerken

5.

Ich habe ja meine Frau gekauft, also gehört sie mir und sie hat mir zu gehorchen

 
 
Wo kann ich eine Thailänderin kennen lernen?

Es gibt viele Möglichkeiten, sei es in Europa oder Thailand, um eine Thailänderin kennen zu lernen. Die beiden häufigsten sind:

1. Man hat im Freundeskreis im eigenen Land eine oder mehrere Personen, welche mit Thaifrauen verheiratet sind. Manchmal  haben diese Besuch von Verwandten aus Thailand. Viele weiblichen unter ihnen, seien es Schwestern, Cousinen, etc., haben ebenfalls den Wunsch, einen Europäer zu heiraten, um unter anderem in der Nähe ihrer in Europa wohnenden Verwandten zu leben.

2. Wenn man überhaupt keine Kontakte zu Thailand hat, kann man die Heiratsanzeigen in diversen Zeitungen studieren. Oft sieht man Inserate im folgenden Stil:

 

Nette Thailänderin, 23 Jahre, Kinder liebend, zur Zeit wohnhaft in Bern, sucht einen netten, seriösen Mann für eine tolle Freundschaft. Bei gegenseitiger Zuneigung Heirat erwünscht.

 

Man soll den Mut aufbringen, falls man tatsächlich daran interessiert ist, dieser Annonce eine Antwort zu schreiben. Aber es sollten nur ernst gemeinte Briefe an die Inserentinnen verschickt werden. Oft werden diese Frauen haufenweise mit zwielichtigen, aufreisserischen und erniedrigenden Briefen überschwemmt. Ein nicht unbedeutender Teil unter ihnen möchte eine solche Frau nur für ein nächtliches Abenteuer in Anspruch nehmen.

Man findet in Europa kaum Thaifrauen, welche in Discos verkehren, mit der Hoffnung, dort einen geeigneten Mann kennen zu lernen. Denn die Thais, welche in Europa zu Besuch sind, verbringen den grössten Teil ihrer Zeit zusammen mit ihren eigenen Verwandten und gehen beinahe nie alleine in den Ausgang.

Man reist nach Thailand, auch dort gibt es zwei Möglichkeiten, welche sehr häufig sind:

1. Die weitaus häufigste Methode, in Thailand eine Thaifrau kennen zu lernen, ist der Besuch in einer Bar oder in einem Coffee-Shop. Dies ist vor allem in Bangkoks Vergnügungsviertel Patpong, aber auch in Pattaya und am Patong-Beach auf Phuket der Fall. Jedoch mag man es kaum glauben, dass diese Frauen eigentlich Prostituierte sind und nur des Geldes wegen ihren Beruf ausüben. Mehr zu diesem Thema im Kapitel "Prostitution".

2. Die andere, vielleicht etwas elegantere Möglichkeit, ist, in einem Restaurant eine Kellnerin, in einem Hotel eine Zimmerfrau oder Receptionistin oder in einem Geschäft eine nette Verkäuferin kennen zu lernen. Es gibt sehr viele Orte, wo dies möglich ist. Meist geschieht dies tagsüber, währenddem die angebeteten Frauen arbeiten. Bei mir war dies nicht anders, meine Frau lernte ich in einem Coiffeursalon eines Hotels in Bangkok kennen. Jedoch darf man niemals aufdringlich auf diese Frauen wirken, ansonsten man seine Chance sehr schnell verspielen kann.
Doch ist Vorsicht geboten: Man darf auf keinen Fall nur mit der Absicht nach Thailand gehen, um dort so rasch wie möglich eine Frau aufzugabeln. Dies geht oft schief wenn man sich dabei überstürzt, ja man lernt dann mit grösster Wahrscheinlichkeit gar keine Frau kennen. Denn während den wenigen Wochen, wo man in Thailand in den Ferien ist, ist die Zeit zu knapp, um die Traumfrau zu finden.

In der Regel sind eigentlich nur die Prostituierten, die so genannten Bardamen, sehr kontaktfreudig gegenüber den männlichen Farangs. Die nicht käuflichen, die "normalen" Frauen, sollen eher wenig Interesse an Freundschaften oder Ehen mit westlichen Ausländern haben. Doch seit den letzten Jahren beobachtet man, dass Europäer vermehrt nicht käufliche Frauen heiraten, weil  die Aussichten für eine glückliche und erfolgreiche Ehe deutlich besser sind. Ausserdem kann man bei einer Beziehung mit einer Bardame riskieren, mit dem HIV-Virus oder mit anderen Krankheiten angesteckt zu werden.

 

Wenn man seinerseits mit jemandem verbalen Kontakt aufnehmen möchte, sollte man dabei unbedingt die thailändische Etikette beachten. Das Ansprechen hat leise, ruhig und höflich zu erfolgen. Dazu gehört ein freundliches Lächeln, um dem Angesprochenen das Gefühl der Gefahrlosigkeit der Situation zu vermitteln. Was man dann immer sagt, sollte mit einem "Excuse me" beginnen. 
Ein hastiges, aufdringliches Verhalten ist unhöflich und das Gegenüber wird dann kaum zuhören. 
Besondere Vorsicht gilt das Ansprechen von Mädchen oder Frauen seitens männlicher Touristen. Die Thaifrauen sind nicht so emanzipiert wie ihre europäischen Geschlechtsgenossinnen, auch wenn die moderne, lockere Kleidung das vielleicht glauben machen will. Das Ansprechen sollte in diesem Fall besonders höflich sein; also sehr leise, ruhig, dezent und respektvoll. Dazu sollte man immer lächeln. Ein Antippen etwa, um die Aufmerksamkeit einer Verkäuferin zu erheischen, ist zu unterlassen. Das wäre respektlos der Frau gegenüber und würde ein entsprechend schlechtes Licht auf den Fragenden werfen. Um die Aufmerksamkeit einer Person zu erlangen, kann "khun" gerufen werden. Das bedeutet etwa soviel wie "Hallo, meine Dame/mein Herr". Das weitverbreitete "Hey you" dürfte den meisten Thais wohl weniger gefallen.

 

Eine weitere Möglichkeit, eine Thaifrau kennen zu lernen, ist via Internet oder Partnerschaftsvermittlung. Doch die Aussichten sind dort nicht immer sehr rosig.

 

Bevor man den Gedanken hat, sich mit einer Thailänderin zu befreunden oder gar eine solche Frau zu heiraten, sollte man sich zuerst unbedingt über Thailand, deren Leute und Mentalität, sowie über den Buddhismus informieren. Dies geschieht beispielsweise durch das Lesen entsprechender Literatur, durch Ratschläge und Tips von Freunden oder durch das Studieren dieser Web-Site. Letzteres hat das Ziel, dass man sich vorher intensiv mit diesem Thema beschäftigt, damit es nicht, wie es leider allzu oft der Fall ist, zu andauernden Spannungen und Problemen in den Mischehen kommt. Zu viele Mischehen scheitern nämlich, teils schon nach wenigen Monaten. 
In der Schweiz liegt die Scheidungsrate von Mischehen zwischen Thaifrauen und Schweizern zur Zeit um 60%.

 

Freundschaften zwischen Thaimann und Farang-Frau:
Für Europäerinnen, welche die Absicht haben, einen Thaimann kennen zu lernen, ist es noch viel schwieriger. Dazu sollte man am besten nach Thailand reisen und mit viel Glück lernt man dort irgendwo einen geeigneten Mann kennen.
Im eigenen Land besteht noch die Möglichkeit, bei den verschiedenen Thaiveranstaltungen einen Thaimann zu treffen.
Hingegen in europäischen Heiratsanzeigen sind diese kaum zu finden.
Eine weitere Gelegenheit, um einen Thaimann kennen zu lernen, ist via Internet, wobei die Erfolgsaussichten ebenfalls eher gering sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PROSTITUTION

 

Historisches:
Offiziellen Schätzungen zufolge arbeiten heute in Thailand einige Hundertausend Frauen oder Jugendliche als Prostituierte.
Dieses Gunstgewerbe hat in Thailand eine lange Tradition, welche bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht.
Bangkok erlebte Mitte des 19. Jahrhunderts einen regelrechten Bordell-Boom, als sich Tausende von chinesischen Einwanderern in der thailändischen Hauptstadt, vor allem im Gebiet des heutigen Chinatown, niederliessen. Diese Chinesen lebten fernab von Frau und Familie, die sie grösstenteils in der Heimat zurückliessen. So entstand eine Marktlücke der Lust, in welche junge chinesische Frauen traten. Auf diese Weise entstanden schon bald die ersten Bordelle.
Während des Vietnam-Krieges in den sechziger Jahres des 20. Jahrhunderts kamen viele amerikanische Soldaten ins Land. Sie fanden ein weit verbreitetes Bordellwesen vor, und abseits des Krieges genossen sie die Gesellschaft der käuflichen Damen, welche den Soldaten das harte, eintönige Leben auf sehr angenehme Weise versüssten. So gaben diese amerikanischen Soldaten jährlich rund 400 Millionen Baht aus. Das entsprach etwa soviel, wie 250'000 Thais in jenen Tagen verdienten.
Diese Ausgabefreudigkeit der Soldaten sprach sich schnell herum, und zahlreiche Bargirls zogen in das Umfeld der amerikanischen Stützpunkte und in die Nähe von Amerikanern bewohnten Hotels. Ohne sie hätten die Mädchen das Geld womöglich bei ihren eigenen Landsleuten verdient. Verglichen mit diesen waren die Fremden ungleich attraktiver. Schliesslich konnte man bei den Fremden deutlich mehr verdienen und zudem war die Hoffnung verbreitet, von einem Soldaten geheiratet und in sein Land mitgenommen zu werden. Leider erfüllte sich diese Hoffnung nur selten, eher blieb ein Mädchen, sehr oft mit einem Mischlingskind, in Thailand sitzen. Dauerhafte Ehen gingen nämlich aus den Fronturlaubs-Liebeleien kaum hervor.
Als der Vietnam-Krieg zu Ende war, und die Soldaten zu ihren Familien zurückekhrten, entstand eine gewaltige Lücke. Viele Prostituierte verdienten nach dem Vietnam-Krieg kaum noch etwas. Diese Lücke sollte jedoch in den frühen 70er-Jahren durch den ständig wachsenden Tourismus gestopft werden. Die Sextouristen der ersten Stunde fanden eine gut eingespielte Prostitutions-Infrastruktur vor, die zu Hause in Europa schon bald zur Legende wurde. Der Name Thailand wurde gleichbedeutend mit Sex. Und diesen Ruf kann man, trotz allen Bemühungen, kaum mehr aus der Welt schaffen.

 

Gegenwart:
In den letzten Jahren bemüht sich das Tourismus-Ministerium immens, diesen zweifelhaften Ruf loszuwerden und macht Werbung für Familien- und Kulturferien in Thailand. Doch leider gibt es auch heute immer noch eine Menge männlicher Touristen, welche nur des Sexes wegen nach Thailand reisen. In einigen Fällen werden sogar Kinder missbraucht und nicht selten kann man in den Medien erfahren, dass dort wieder ein Fremder verhaftet wird, welcher Sex mit Minderjährigen hatte.
Viele ausländische, männliche Sextouristen sind der Meinung, dass sie in Thailand unerkannt bleiben und deshalb dort vor nichts zurückschrecken. Primitivere Gestalten unter ihnen, es können sich dabei durchaus um Geschäftsleute, um Hochschulabsolventen oder um Manager handeln, drehen unter anderem mit thailändischen Kindern Pornofilme oder speisen entsprechende Bilder ins Internet. Wenigstens werden diese dunklen, sadistischen Gestalten nach deren Auffinden hart bestraft.

Eine besondere Tatsache ist, dass die Prostitution in Thailand eigentlich verboten ist. Alle mit Prostituierten verbundenen Unternehmen können nur durch monatliche Zahlungen an das örtliche Polizeirevier weiterbestehen. Eine Einstellung der Zahlungen hätte eine sofortige Razzia zur Folge.
Jedermann in Thailand weiss, dass trotz allen Bemühungen die Prostitution fortbestehen wird, und gelegentlich werden Rufe nach deren Legalisierung laut. Aber einer Legalisierung stehen die Lehren des Buddhismus im Wege, der diese verbietet. So wird die thailändische Gesellschaft auch in Zukunft mit Doppelmoral leben müssen.

 

Weshalb wird man Prostituierte?:
Geldnot, Armut oder zu erfüllende Konsumwünsche sind die Hauptursachen, um Prostituierte zu werden. Demzufolge stellen die ärmeren Gegenden Thailands, wie beispielsweise der Nordosten, die höchsten Kontigente an käuflichen Frauen. Ferner ist es die Pflicht der Thais, ihre Eltern finanziell zu unterstützen. Nur durch Prostitution können viele Mädchen ihrer Pflicht überhaupt nachkommen.
Nicht selten schicken mittellose Eltern ihre Töchter, oft sind diese nur zwischen 13-15 Jahre alt, in die Bordelle. Ein Teil des dadurch verdienten Geldes schicken diese Mädchen ihren Eltern, mit der Hoffnung, diese Mittel für die Schulausbildung der jüngeren Geschwister zu investieren, die es einmal besser haben sollen. Leider wird aber vielmals dieses hart erarbeitete Geld leichtsinnig ausgegeben, um dann damit unter anderem den Heisshunger nach Luxusartikeln stillen zu können oder es wird für Glücksspiele verwendet.
Auch werden Werber von Bordellbesitzern in den Norden und Nordosten geschickt, welche den teilweise ahnungslosen Eltern ihre Töchter abzukaufen trachten. Unter Versprechungen, dass diese in fernen Städten sehr viel Geld verdienen können, überlassen dann vielmals die Eltern den Werbern ihre Töchter für Summen ab 10'000 Baht. In nicht wenigen Fällen sind die Werber Frauen, was bei den Mädchen eher dazu führt, eine Art Vetrauensverhältnis entstehen zu lassen. Diese Mädchen sind schüchtern und haben kaum etwas von der Welt oder von Männern gesehen. Wenn das Mädchen verkauft ist, wird es in einer Stadt, jedoch meist in Bangkok, in ein Bordell gebracht.
Daneben gibt es Werber, die unter falschen Versprechungen, wie beispielsweise ein Stellenangebot als Kellnerin oder Verkäuferin, ein Mädchen ins Bordell locken. Den Versprechungen von einem festen, gutbezahlten Job in der Stadt lässt sich nur schwer widerstehen. Allzuoft mass das Mädchen am Ende erfahren, dass es nun hilflos in den Klauen von gemeinen Verbrecherbanden zappelt, aus denen es kaum ein Entrinnen mehr gibt. Diese jungen Frauen werden teilweise von ihren Zuhältern schikaniert, verprügelt oder sogar vergewaltigt. Jeder Versuch des Mädchens, das Bordell zu verlassen, wird von den Zuhältern mit teils drakonischen Strafen gebüsst. Gelegenetlich werden sie sogar wie Gefangene gehalten und zum Schlaf mit Eisenketten an ihre Betten gefesselt.
In den Bars kommen keine sexuellen Kontakte zustande, sondern der Mann kann nach Bezahlung der Auslösesumme an der Bar ein Mädchen zu sich ins Hotel nehmen. Man kann auf diese Weise eine solche Frau für ein, zwei oder mehrere Tage "kaufen". Deshalb gelten die Bars lediglich als Anlaufstelle für eine verdeckte Prostitution und viele westliche Männer sind der Meinung, dass ein solches Bar-Girl ja gar keine richtige Prostituierte ist, sondern eine normale Frau, die man zufälligerweise dort kennen gelernt hat.

 

Moral:
In den Augen der "normalen" Thais sind Prostituierte sozial indiskutabel, sie stehen auf den untersten Stufen der Hierarchie. Kaum ein Thaimann möchte eine solche Frau heiraten. Meist nur fernab ihres Arbeitsplatzes, den sie schliesslich irgendwann aus Altersgründen aufgeben müssen, haben diese Mädchen die Chance zu heiraten; meistens ist dies irgendwo in ihrer Heimat, wo niemand von ihrer Vergangenheit weiss.
Viele Prostituierte versuchen, nicht als solche erkannt zu werden. Jedoch gelingt das ihnen aber nur selten. Die Thais haben nämlich, im Gegensatz zu den Touristen, ein instinktives Gespür, sie zu identifizieren. Man erkennt sie an der Kleidung, an der Ausdrucksweise, am Verhalten und am Habitus.
Die Prostituierte sind zwar ein willkommenes Ventil für sexuellen Überdruck; aber sozialen Dank ernten sie, wie überall auf der Welt, dafür nicht. Falls sie doch zu relativ grossem Reichtum kommen, was zwar eher selten der Fall ist, haben sie dennoch die Möglichkeit, von der Gesellschaft einigermassen gut akzeptiert zu werden. Diese Frauen verlieren zwar durch ihr Gewerbe ihr Gesicht, aber dieses lässt sich durch den erarbeiteten Reichtum zum Teil wieder wettmachen.
Ein grosser Teil des sauer verdienten Geldes wird in teure Kleidung oder auffälligen Goldschmuck investiert, um wenigstens nach aussen den Anschein von Reichtum zu erwecken, und ein nicht unwesentlicher Teil davon wird oft in endlosen Spielrunden verzockt.
Ausserdem gibt es Prostituierte, die rauchen oder des öfteren Alkohol trinken.

 

Die Kontaktaufnahme zwische Farang-Mann und Bar-Girl:
Es ist nicht zu leugnen, dass heute viele männliche Westler nach Thailand reisen, mit dem Gedanken, eine nette Thailänderin kennen zu lernen. Die zahlreichen Bars und Coffee-Shops in den grösseren Städten bieten die Gelegenheit, auf einfacher Weise eine Thaifrau zu finden. Allerdings sind diese Thai-Farang-Liaisonen sehr oft nur von kurzer Dauer. Nichtsdestotrotz gibt es Fälle, in denen sich mehr daraus entwickelt. Es wird meistens kaum berücksichtigt, dass diese Frauen eigentlich Prostituierte sind. Der einzige Grund, der sie in ihren Beruf gebracht hat, ist das Geld. Und nichts anderes. Mittels Prostitution kommen diese Frauen einigermassen über die Runden. Der Beginn einer Bar-Bekanntschaft beruht also auf dem Wunsch, Geld zu verdienen. Bei den so anschmiegsamen, freundlichen Wesen fällt auch dem Farang das Zahlen nicht schwer, der daheim seinen Freunden oder Verwandten nur ungern etwas spendiert. Die Regeln von Zuhause lösen sich dank der unwiderstehlichen, charmanten Thaifrauen im Nichts auf.
Mancher Barbesucher, der sich ein Mädchen ins Hotel genommen hat, ist von deren frischer und offener Art begeistert und er wird dabei nicht selten zum Wiederholungstäter. Möglicherweise holt er dasselbe Mädchen am nächsten Abend wieder aus der Bar. Anfangs finden sich beide gegenseitig sympathisch, später verliebt sich sogar der Mann in diese nette thailändische Frau; sie mag ihn eigentlich auch ganz gern. Sie ist der Meinung, dass er einer der netteren Kunden, der nicht so sehr betrunken und aggressiv, ist. Er verspricht ihr nun finanzielle Unterstützung, damit sie nicht mehr in der Bar arbeiten muss. Ein verlockender Gedanke für das Mädchen, weil die wenigsten von ihnen ewig in der Bar arbeiten wollen oder können. Natürlich denkt sich diese Frau, dass jener Mann viel Geld zu haben scheint. Sie einigen sich zuerst auf einen gemeinsamen Urlaub in Pattaya, Phuket oder Chiang Mai. Kurz vor der Abreise des Mannes entschliesst er sich, dass diese Frau unbedingt mit in seine Heimat kommen muss. Nach den üblichen Visumsproblemen ist es dann soweit. Der Mann und seine thailändische Flamme fliegen gemeinsam in seine Heimat. Er zahlt den Eltern der Zukünftigen einen ordentlichen Brautpreis, wie sich das so gehört. Natürlich sind diese zweihunderttausend Baht viel Geld, aber was tut man nicht alles für eine solche nette Frau.
Der weitere Verlauf siehe im Kapitel "Kulturschock Mischehe".

Viele Beziehungen laufen nach dem oben beschriebenen Schema ab. Selbstverständlich gibt es auch andere Variationen.

Nicht nur in Thailand entstehen solche Beziehungen zwischen westlichen Touristen und Bar-Girls. Ebenso bekannt dafür sind die Philippinen, vor allem der Stadtteil Mabini in Manila, und die Länder Kenia, Dominikanische Republik, Brasilien und in geringerem Masse Mauritius, Jamaika und Kamerun.

 

Gathoeys, die sexuellen Grenzgänger:
Nicht alles ist in Thailand so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Diese Erkenntnis gilt auch für manche schöne Frau, nach der sich die Männer auf der Strasse die Köpfe verdrehen. Denn Thailand ist die Heimat einer ungewöhnlich hohen Zahl von Gathoeys, den Transsexuellen oder Transvestiten. Viele Thais behaupten, dass diese oft schöner sind als die echten Frauen.
Jährlich lassen sich einige Hunderte von jungen Männern operativ zu Frauen machen. Thailändische Geschlechtsumwandlungs- und Schönheitschirurgen gehören zur Weltspitze und leisten eine solche perfekte Arbeit, dass es oft auch bei genauer Inspektion nicht auffällt, dass die Dame vor kurzem noch ein Herr war. Einzig die tiefe Stimme verrät die Vergangenheit.
Bei den Operationen werden aus den männlichen Geschlechtsteilen die weiblichen geformt. Der Adamsapfel wird entfernt und mit Hormonen und Kunststoffen werden Brüste gebildet. Ausser der Schönheit ist häufig mit dieser neuen Identität nicht viel gewonnen. Zahlreiche Gathoeys arbeiten als Prostituierte, weil sie keinen anderen Job finden können. Meistens kann der männliche Tourist den Gathoey nicht als solchen erkennen, aber die Thais können das jedoch sehr wohl. Kein seriöser Arbeitgeber würde eine solche Person einstellen. Wer Glück und Talent hat, erhält möglicherweise in einem der zahlreichen Transvestiten-Kabaretts von Bangkok oder Pattaya eine Chance, dort aufzutreten. Nicht wenige Gathoeys, die sich prostituieren, gleiten in die Kriminalität ab. Diebstähle und Raub sind somit keine Seltenheit.
Doch in der thailändischen Gesellschaft werden die Gathoeys deutlich toleranter behandelt als beispielsweise Transsexuelle im Westen. Die Toleranz hat jedoch ihren Grund, denn die auf allgegenwärtige Schönheit begierigen Thais sehen die Gathoeys als das, was sie an der Oberfläche sind, nämlich als hübsche, graziöse Wesen, die den Vergleich mit ihren Schwestern nicht zu scheuen brauchen. Mit anderen Worten: Alles ist akzeptabel, nur schön muss es sein.
 

Zum Schluss noch ein Spruch, der manchmal doch ein Körnchen Wahrheit in sich trägt:
Man kann eine Frau aus der Bar holen, aber nicht die Bar aus der Frau!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EINLADUNG VON THAIS IN DIE SCHWEIZ

 

Einladung von Thaigästen in die Schweiz:

Untenstehende Angaben stammen vom Bundesamt für Ausländerfragen BFA (Stand 1999)

Einreisevoraussetzungen:
Zur Einreise in die Schweiz benötigen thaiändische Staatsangehörige ein gültiges und von der Schweiz anerkanntes Reisepapier. In bestimmten Fällen ist zudem ein Visum erforderlich. Schliesslich müssen genügend Mittel vorhanden sein oder auf legale Weise beschafft werden können, um den Lebensunterhalt während der Durchreise oder des Aufenthaltes in der Schweiz bestreiten zu können. Das Bundesamt für Ausländerfragen BFA, die schweizerischen Auslandvertretungen und die kantonalen Fremdenpolizeibehörden geben gerne Auskunft über die allgemeinen Einreisevoraussetzungen.

Zweck und Dauer des Aufenthaltes:
Rechtsmässig eingereiste thailändische Besucherinnen und Besucher, welche keine Erwerbstätigkeit ausüben, benötigen für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten keine Aufenthaltsbewilligung. Nach drei Monaten muss der Aufenthalt in der Schweiz für mindestens einen Monat unterbrochen werden. Insgesamt darf der Aufenthalt höchstens sechs Monate innerhalb von zwölf Monaten betragen. Visumpflichtige Personen haben die im Visum eingetragene Aufenthaltsdauer zu beachten.
Thais, die in der Schweiz einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen, haben unabhängig von der Visumspflicht vor der Einreise persönlich oder durch Vermittlung des Arbeitgebers eine Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung zu beantragen. Im Fall der Visumspflicht wird die Zusicherung mit dem Visum erteilt.

Anmelde- und Meldevorschriften:
Die Gastgeber sind verpflichtet, ihre thailändischen Gäste nach einer Anwesenheit von einem Monat bei der zuständigen Behörde zu melden. Strengere kantonale Meldevorschriften bleiben vorbehalten. Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne entsprechende Bewilligung ist untersagt. Der thailändische Gast muss sich unverzüglich bei der zuständigen kantonalen oder kommunalen Behörde anmelden, wenn eine fristgerechte Ausreise nicht möglich ist.

Garantierklärung:
Die schweizerischen Auslandvertretungen können die Erteilung eines Visums von der Vorlage einer Garantieerklärung abhängig machen, wenn die antragstellende Person nicht über genügende finanzielle Mittel verfügt oder darüber Zweifel bestehen. Damit verpflichtet sich die Garantin oder der Garant, die ungedeckten Kosten (einschliesslich Unfall, Krankheit, Rückreise), die dem Gemeinwesen durch den Aufenthalt der thailändischen Person entstehen könnten, bis zu einem Betrag von Fr. 20'000 zu übernehmen. Wenn eine Garantierklärung nötig ist, stellt die zuständige schweizerische Auslandvertretung der thailändischen Besucherin oder dem thailändischen Besucher ein entsprechendes Formular mit den nötigen Instruktionen zur Verfügung. Die Vorlage einer genehmigten Garantieerklärung gibt keinen Anspruch auf eine Visumerteilung.

Gebühren:
Die Bearbeitung des Garantieformulars durch die kantonalen Behörden ist gebührenpflichtig. Die Bearbeitungsgebühr ist normalerweise im voraus mit einem speziellen Einzahlungsschein einzuzahlen.

Reiseversicherung:
Um das Haftungsrisiko als Garantin oder Garant zu reduzieren, empfiehlt es sich, eine private Reiseversicherung gegen die Folge von Krankheit und Unfall abzuschliessen.

Verfahren (Wenn die einreisende Person durch eine in der Schweiz wohnhafte Person eingeladen wird):
Der Besucher muss in der Schweizer Botschaft in Bangkok ein Touristenvisum beantragen. Benötigt wird:

Bitte beachten Sie, dass Visumsausstellungen nicht auf dem Korrespondenzwege erfolgen können. Für allfällige weitere Auskünfte wollen Sie sich bitte telefonisch an die Botschaft in Bangkok wenden.

 

Die Schweizerischen Behörden behalten sich ausdrücklich das Recht vor, zusätzliche Dokumente und/oder Informationen zu verlangen, wenn dies als

notwendig erachtet wird.

 

Tipp:
Sie bekommen nur ein Touristenvisum, wenn die Botschaft sicher ist, dass der Gast auch nach Thailand zurückkehrt. Der Gast muss eine Erklärung unterschreiben, dass er kein Gesuch auf Visumsverlängerung stellt und dass er auch nicht zum Zwecke der Heirat in die Schweiz reist.
Daher darf die eingeladene Person niemals sagen, dass Sie ihren Verlobten, zukünftigen Ehemann, etc. besucht. Die Botschaft darf unter keinen Umständen das Gefühl bekommen, dass die eingeladene Personen vielleicht nicht nach Thailand zurückkommen könnte. Verdächtige Personen werden sofort registriert und können kein Touristenvisum mehr bekommen.

Adresse der Schweizerischen Botschaft:
Schweizerische Botschaft, 35 North Wireless Road, T-10330 Bangkok, Thailand
Telefon: +66-2-253 01 56 ext. 131 / Fax: +66-2-255 44 81

Weitere Unterlagen (von den zuständigen Behörden entsprechend zu präzisieren):
Für die Kontrolle der Garantieerklärung sind auf Verlangen folgende Belege vorzulegen bzw. einzureichen:

Rechtsschutz:
Im Falle einer Visumsverweigerung teilt die Auslandvertretung der Antragstellerin oder dem Antragsteller ihren Entscheid formlos mit (Art. 14 Verordnung über Einreise und Anmeldung von Ausländerinnen und Ausländern, VEA). Dagegen kann beim Bundesamt für Ausländerfragen, CH-3003 Bern-Wabern, eine beschwerdefähige kostenpflichtige Verfügung verlangt werden (Art. 27 VEA). Gegen eine negative Stellungsnahme der kantonalen oder kommunalen Behörde besteht kein selbständiges Beschwerderecht

 

Wo ist die Garantieerklärung einzureichen (Nordwestschweiz):
Ist die Garantin oder der Garant in den Kantonen AARGAU, BASEL-LAND oder BERN wohnhaft, dann reicht sie/er bei der zuständigen Gemeindebehörde (Einwohneramt, Gemeindekanzlei, usw.) ein.

Die Garantin oder Garant reicht die Garantieerklärung bei der zuständigen kantonalen Fremdenpolizeibehörde ein, wenn sie/er in einem der folgenden Kantone wohnt:
- BS: Einwohnerdienste des Kantons Baselstadt, Abteilung Internationale Kundschaft, Spiegelgasse 6, 4001 Basel
- JU: Service de l'état civil et des habitants, Police des étrangers, 1 Rue du 24 Septembre, 2800 Delémont
- SO: Amt für öffentliche Sicherheit, Abteilung Ausländerfragen, Ambassadorenhof, 4509 Solothurn

 

Weitere Auskünfte:
Bundesamt für Ausländerfragen, CH-3003 Bern-Wabern

Noch ein persönlicher Tip von mir:
Um möglichen Ärger zu ersparen, ist es sinnvoll, von jedem Dokument eine Fotokopie zu erstellen und diese bei sich zu Hause an einem sicheren Ort aufzubewahren.
 

Neue Visumsregelung per 1. August 2000:
Per 1. August 2000 ist eine neue Visumsregelung in Kraft getreten:
Die Regelung betrifft nur in der EU ausgestellte Visen, und Ausstellerländer, die dem Schengenabkommen beigetreten sind. Es bedeutet somit, dass Bürger aus den USA, Kanada, den arabischen Staaten und aus Thailand, welche ein Einreisevisum für einen EU-Staat erhalten, kein zusätzliches Visum für eine Einreise in die Schweiz benötigen. Die Schweiz akzeptiert das Schengenvisum.
Umgekehrt funktiniert es leider nicht. Schweizer Visa sind nur in der Schweiz gültig. Die am 1. August 2000 in Kraft getretenen Einreiseerleichterungen sind von der Schweiz einseitig beschlossen worden. Es handelt sich nicht um eine zwischenstaatliche Vereinbarung. Die Schweiz ist nicht Mitglied der EU und der Schengener-Gruppe. Es gibt keine Verbindung zum Personenfreizügigkeitsabkommen Schweiz-EU.
 

Bemerkung vom 22. Februar 2002:
Heute ist es leider so, dass die Schengen-Staaten oftmals nicht mehr das SCHENGEN-VISUM ausstellen, sondern nur noch ein Visum zum Besuch des jeweiligen Landes (z.B Visum für Deutschland). Dies kommt daher, dass die Schengen-Staaten sich bis heute auf kein gemeinsames Vorgehen beim Ausstellen des Visums geeinigt haben. Somit ist es für die Schengen-Staaten einnfacher, nur ein Visum für den Besuch ihres Landes auszustellen, z.B. ein Visum für den Besuch von Deutschland. DIES IST ABER DANN KEIN SCHENGENVISUM.
Es wird heute oft der Nachweis verlangt, dass der Tourist mehr als einen Schengen-Staat besuchen will, damit er das Schengen-Visum bekommt.
Somit muss der Text 'ein Einreisevisum für einen EU-Staat' durch 'ein Schengenvisum' ersetzt werden.
Die Regelung betrifft nur in der EU ausgestellte Visen, und Ausstellerländer, die dem Schengenabkommen beigetreten sind. Es bedeutet somit, dass Bürger aus den USA, Kanada, den arabischen Staaten und aus Thailand, welche ein Einreisevisum für einen EU-Staat erhalten, kein zusätzliches Visum für eine Einreise in die Schweiz benötigen. Die Schweiz akzeptiert das Schengenvisum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DIE MISCHEHE

 

Kulturschock Mischehe:
In den letzten Jahren wurde es in der Schweiz und in anderen europäischen Ländern regelrecht Mode, eine Thailänderin zu heiraten. Doch so unproblematisch sind diese Mischehen nun auch wieder nicht. Viele Ehen scheitern nämlich schon innerhalb des ersten Jahres.
Wenn beide verliebt sind, hat man bekanntlich Schmetterlinge im Bauch und man sieht das Leben durch eine rosarote Brille. Alles scheint in völliger Harmonie zu sein. Man toleriert gewisse unangenehme oder für einen Europäer unübliche Eigenschaften der thailändischen Partnerin, doch man zeigt viel Geduld ihr gegenüber, ja man ist viel toleranter zu ihr als zu einer Europäerin. Schliesslich ist die Thaifrau eine fremde Person in unserer Gesellschaft und man benötigt nun mal eine gewisse Zeit, um sie zu integrieren.
Doch die Integration in unsere Gesellschaft erweist sich manchmal als sehr schwierig, weil eine Thaifrau aus einer völlig anderen Kultur kommt. Sie spricht eine andere Sprache, sie hat eine andere Mentalität und Denkweise, sie ist Buddhistin, sie isst ausschliesslich nur Thaikost und viele unter ihnen haben nur eine ungenügende Schulbildung.
Der Ehemann braucht viel Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen, damit seine Thaifrau sich einigermassen in unsere Gesellschaft eingliedern kann. Für eine Europäerin ist es selbstverständlich, dass sie mit Waschmaschine, Bügeleisen und weiteren Haushaltgeräten umgehen kann, nicht so bei Thaifrauen. Man muss sie dauernd ausbilden und unsere Denkweise erklären. Doch dies ist nicht immer einfach, da die wenigsten Thailänderinnen eine andere Sprache ausser Thai sprechen und verstehen. Nur ein geringer Prozentsatz von ihnen kann mit der englischen Sprache umgehen. So hat der Mann noch die Aufgabe, seiner Frau die deutsche Sprache, so gut wie es geht, beizubringen.

Wenn eine Thaifrau nach Europa kommt, ist es sehr wichtig, dass es ihr nicht langweilig wird, ansonsten sie unter Umständen ins Zockermilieu abrutschen kann. Deshalb sollte sie baldmöglichst Kontakte zu anderen Leuten, seien dies Thaifrauen oder Europäer, pflegen. Der Mann muss jedoch genau beobachten, mit welchen Thaifrauen sie verkehrt, sonst kann es für ihn sehr unliebsame Überraschungen geben. Leider haben es diese Frauen nicht leicht, in unserer Gesellschaft eine Arbeit zu finden, weil sie oft keine gute Ausbildung haben und unsere Sprache nicht beherrschen. Zudem haben sie in Zeiten von hoher Arbeitslosigkeiten noch viel weniger Chance, eine Stelle zu bekommen. Aus diesem Grunde haben die meisten Thaifrauen sehr rasch Kinder. Dadurch haben sie dennoch eine sinnvolle Beschäftigung zu Hause.
Der Mann muss unbedingt seine Frau fördern, sie darf unter keinen Umständen dauerhaft auf ihn abhängig sein. Sie muss lernen, selbständig zu werden. Denn es gibt Fälle, bei denen die Männer mit ihren Frauen nur in thailändischer oder englischer Sprache sprechen. Selbst nach fünf Jahren verstehen diese kaum ein Wort deutsch und sind somit völlig auf ihre Ehemänner angewiesen. Diese Frauen können beispielsweise weder alleine zum Arzt oder Einkaufen gehen, noch können sie irgendwo eine vernünftige Arbeit finden. Spätestens wenn deren Männer für längere Zeit abwesend sind, zum Beispiel den Militärdienst absolvieren oder geschäftlich unterwegs sind, wird es sich zeigen, wie stark diese Abhängigkeit tatsächlich ist.

 
Der Ehemann hat in den ersten beiden Jahren nach der Hochzeit noch die Funktion, ähnlich einem Lehrmeister, seine Frau zu fördern und in unsere Gesellschaft zu integrieren:
 

1.

Das Lehren der deutschen Sprache

2.

Das Vermitteln unserer Kultur, Mentalität und das Denken

3.

Den sinnvollen Umgang mit dem Geld (Preisvergleich, das Verhindern des Abrutschen ins Zockermilieu)

4.

Erörtern der Konsequenzen wie beispielsweise bei Zockerei, Beitritt in eine Sekte oder Unehrlichkeit

5.

Das Fördern der Selbständigkeit

6.

Das Suchen nach einer sinnvollen Besschäftigung, ansonsten wird sich die Frau langweilen

7.

Gelegentlich mit der Frau Sehenswürdigkeiten der eigenen Region oder des eigenen Landes besuchen

 

 

Es ist zwar traurig, dass ich dies erwähnen muss, aber leider kommt dies häufiger vor als es einem lieb ist: Völlig falsch ist es, seine Thaifrau schamlos auszunützen und nur als Dienstmädchen und für nächtliche Bettabenteuer zu gebrauchen. 

 

Selbstverständlich muss man die Kultur der thailändischen Ehefrau akzeptieren. Ein gelegentlicher Tempelbesuch oder die Anwesenheit eines kulturellen Anlasses ist ebenso notwendig. Man erwartet ja sicherlich auch, dass die Ehefrau mit den eigenen Eltern, Verwandten oder Freunden zusammen Weihnachten feiert.
Weil diese Menschen vom Buddhismus stark geprägt sind, darf man sie niemals dazu zwingen, ihren Glauben zu wechseln. Erst wenn man sich intensiv mit dem Buddhismus beschäftigt, wird man feststellen, dass diese Religion einen sehr guten Einfluss auf die Gläubigen hat. Weil er tolerant gegenüber anderen Religionen ist, gibt es kaum Konflikte untereinander.
Damit das harmonische Zusammenleben mit einer Thailänderin überhaupt möglich ist, ist es unerlässlich, sich über ihr Heimatland, ihre Religion, ihre Sitten und Bräuche und ihre Kultur auseinanderzusetzen. Wenn man aber dazu nicht bereit ist, darf man niemals die Absicht haben, eine solche Frau zu heiraten.

 

Auch Ausländerinnen sind Menschen, egal ob sie aus Thailand, Afrika, Brasilien, Philippinen oder sonst aus einem anderen Land dieser Welt stammen, die das Recht auf ein zufriedenes, erfülltes, menschenwürdiges und harmonisches Leben haben.

 

Oft scheitert aber eine Beziehung, weil beide Partner sie aus unterschiedlichen Gründen eingehen:
Die Frau aus der sogenannten dritten Welt, jedoch vorwiegend solche, die sich prostituieren, wünscht sich ein Leben in Wohlstand und Luxus, damit sie unter anderem ihren Eltern regelmässig grosse Geldbeträge schicken kann. Hingegen der Mann will beispielsweise eine anschmiegsame siamesische Katze, die unterwürfiger ist als ihre westlichen Geschlechtsgenossinnen. Beide bekommen zwar für eine kurze Zeit das, was sie wollen, auf lange Sicht hat diese Beziehung aber keine Basis. Sie wird mit allergrösster Wahrscheinlichkeit in Brüche gehen.

Vielmals kommen thailändische Frauen mit falschen Hoffnungen nach Europa. Sie denken, dass dort das Geld überall auf der Strasse liegt und man alles kaufen kann, was man möchte. Dass dies jedoch meistens nicht der Wahrheit entspricht, wissen nur die wenigsten. Für die Thais sind nun mal die Farangs reiche Personen.
Dieses Klischee von angeblichem Luxus in Europa ist teilweise auch durch europäische Thailandbesucher zu verdanken, welche sich dort mit Geld herumwerfen, um die dortigen Frauen zu beeindrucken.
Ich habe schon von einigen Thaifrauen, welche in der Schweiz wohnen, erfahren, dass es Ihnen wahrscheinlich in Thailand besser gehen würde. Geld alleine reicht eben nicht für ein glückliches, zufriedenes Leben.

Häufig kann man beobachten, dass die europäischen Ehepartner zwanzig, ja sogar dreisssig Jahre oder noch älter sind als deren Thaifrauen. Dieses Phänomen ist in Ehen gleicher Nationalität eher unbekannt, jedoch gibt es natürlich auch dort Ausnahmen.

 

Bei einer Heirat mit einer Thaifrau muss man unbedingt berücksichtigen, dass sie ziemlich kurzentschlossen in ein für sie völlig fremdes Land geht. Sie war weder früher schon einmal dort noch las sie entsprechende Literatur darüber. Hingegen ein Europäer wandert niemals von einer Minute auf die andere in ein für ihn fremdes Land aus, ohne vorher einmal dort gewesen zu sein und sich gründlich darüber informiert zu haben.

 

Schwierig kann es werden, wenn der Mann eine Frau aus dem Bar-Milieu heiratet.
Es kann einige Wochen gut gehen, aber dann kommt die Zeit der Krisen. Seine ehemals so sanftmütige, anhängliche Thai-Frau ist frustriert. Sie hat keine Freunde, kann die Sprache nicht, ja sie langweilt sich zu Tode. Gleichzeitig leidet sie an der klimatischen Kälte ihrer neuen Heimat. Ihre depressive Phase überbrückt sie möglicherweise mit ausgiebiegen Einkäufen, welche die Ersparnisse ihres Mannes wegzuschmelzen drohen. Mittlerweile kann sich der Mann aber diese finanziellen Eskapaden seiner Frau nicht mehr leisten, sie wiederum kritisiert andauernd, dass er knauserig sei. Eine unaufhörliche Nörgelei seitens der Frau lässt das Herz des Mannes sehr rasch erkalten. Und die damals so gute Laune und das sonnige Gemüt seiner Gattin ist der europäischen, kalten Mentalität gänzlich zum Opfer gefallen. Irgendwann zerbricht nun die Ehe, dies kann schon nach wenigen Monaten der Fall sein. In den allermeisten Fällen wird die Frau nach dem Scheitern der Ehe wieder in ihr altes Milieu zurückkehren, um wieder in der Bar zu arbeiten, mit der Hoffnung, dass es beim Nächsten besser klappt.
Spätestens hier zeigt es sich, dass wohl kaum Liebe im Spiel war als materielle Erwartungen seitens der Frau, beziehungsweise die Lust auf Exotik seitens des Mannes.
Selbstverständlich muss eine Beziehung nicht immer auf eine solche Art enden. Es gibt zweifellos viele Ehen zwischen Farang-Männern und Bar-Girls, die glücklich ein Leben lang halten. Man darf aber auf keinen Fall das Vorurteil haben, dass diese Bardamen generell schlechtere Frauen sind als die nicht käuflichen. Es gibt unter ihnen bestimmt auch welche mit aufrichtigem Charakter, bei denen die Liebe wirklich im Vordergrund steht.

Auch kann es vorkommen, dass die Thaifrau ihrem Mann einiges verschweigt, beispielsweise dass sie zu Hause in Thailand eigene Kinder hat, welche sie finanziell unterstützen muss.
 

Folgende Punkte können zu Problemen oder Streitigkeiten innerhalb der Mischehe führen:

1. Seitens des Mannes:
 

Meine Thaifrau schickt dauernd grössere Geldsummen nach Thailand, um ihre Familie finanziell zu unterstützen. Wir erhalten ja auch von niemandem Geld und das Leben in Europa ist teuer genug. Gleichzeitig kritisiert sie mich, dass ich geizig bin.

Meine Frau möchte am liebsten wieder nach Thailand zurück. Doch ich kann nicht einfach meine Stelle kündigen, um die Schweiz zu verlassen. Zudem habe ich nicht genügend Geld auf der Seite für ein solches Abenteuer.

Meine Frau hat nur thailändische Freundinnen. Sie pflegt, ausser meiner eigenen Familie, beinahe keinen Kontakt zu Europäerinnen.

Meine Frau spielt gelegentlich um Geld. Möglicherweise spielt sie regelmässig, währenddem ich bei der Arbeit bin.

Meine Frau dürfte in schlechte Gesellschaft abgerutscht sein, denn sie begann zu rauchen und viel Alkohol zu trinken, was sie vorher niemals tat. Gelegentlich passiert es, dass sie betrunken nach Hause kommt.

Meine Frau denkt dauernd nur an die Religion. Sie liest stundenlang irgendwelche Bücher darüber oder schaut sich entsprechende Videos an. Sie hat kaum andere Interessen.

Meine Frau sitzt von morgen bis abends vor dem Fernseher. Sie hat keine Hobbies, sogar der Haushalt wird vernachlässigt.

Meine Frau kann oder will sich nicht in unsere Gesellschaft integrieren. Sie hat kein Interesse, Neues zu lernen.

Meine Frau liebt es überhaupt nicht, wenn es draussen kalt ist. Sie hasst den Winter wie der Teufel das Weihwasser. Während dieser Zeit ist sie sehr ungeduldig, manchmal etwas depressiv und launisch.

Meine Frau gibt das Geld zu leichtsinnig aus. Sie kauft dauernd teure Markenartikel, und bereits Mitte Monat haben wir dann kaum Geld zur Verfügung, um Lebensmittel zu kaufen. Sie hat keinen Bezug zu den europäischen Preisen. Zudem vergleicht sie die Preise nie, sie hat schon oft zu viel bezahlt.

Meine Frau ist schon seit acht Jahren in der Schweiz und sie spricht kaum deutsch. Ihr fehlt das Interesse, die deutsche Sprache zu erlernen. Sie verkehrt praktisch nur in thailändischen Kreisen.

 

Ich habe hier die sieben verschiedenen Arten von thailändischen Frauen aufgeführt:
(The Kingdom Of The Yellow Robe, Ernest Young, 1898)

1. Ehefrauen, die sich ihrem Mann verpflichtet fühlen, als wären sie ihm eine jüngere Schwester, und die ihm ergeben dienen.
2. Solche, die sich als ältere Schwester fühlen und ihrem Mann mit führender und wohlwollender Hand zur Seite stehen.
3. Frauen, die sich dem Manne gegenüber wie eine fürsorgliche Mutter gebärden, und die in dieser Fürsorge erblühen.
4. Solche, die sich ihm wie einem Freund gleichgestellt fühlen, die Gleiches mit Gleichem heimzahlen.
5. Frauen, die ihre Männer zu dominieren suchen und sie versklaven. Ihre Männer werden, so Young, zu einem Häufchen Elend.
6. Frauen, die sich nur bereichern wollen und sich nicht darum kümmern, wie der Mann das Geld aufbringen soll, das sie so nutzlos vergeuden.
7. "Mörderische" Ehefrauen, die unter Furcht erregenden Temperamentsausbrüchen leiden und alles daran setzen, die Harmonie des Hauses und den Frieden ihres Ehemannes zu untergraben.
 

2. Seitens der Frau:
 

Mein europäischer Mann ist mit mir nicht sehr geduldig. Er regt sich bei den kleinsten Fehlern auf und schimpft sehr oft mit mir. Als wir uns damals kennen lernten war er so geduldig, freundlich und nett zu mir.

Mein Mann betrachtet mich als Dienstmädchen. Ich habe ihm ohne Widerrede zu gehorchen. Ausserdem wird er sehr eifersüchtig, wenn ich mit einem anderen Mann spreche.

Mein Mann lässt mich nicht weiterbilden. Ich würde doch so gerne mehr über das Land meines Mannes erfahren und möchte gerne eine Berufsausbildung machen. Er sagt immer, dass ich zu Hause auf die Kinder aufpassen und den Haushalt  gewissenhaft führen soll.

Mein Mann trinkt sehr viel Alkohol. Wenn er betrunken ist, wird er sehr wütend und er hat mich schon einige Male geschlagen.

Mein Mann hat nicht das geringste Interesse, meine Verwandten in Thailand zu besuchen. Auch hält er nichts vom Thai-Essen und den Sitten meines Heimatlandes. Er will, dass ich endlich lerne, europäisches Mahl für ihn zu kochen.

Mein Mann geht sehr oft abends alleine aus. Vielleicht hat er ja eine europäische Liebhaberin. Irgendwie scheint unsere Liebe zueinander erloschen zu sein.

Als mein Mann erfuhr, dass ich in Thailand meine beiden Söhne finanziell unterstütze, wollte er mich sofort verlassen. Seither leben wir in Disharmonie miteinander.

Er hat nie Zeit für mich. Er sitzt ständig vor dem Fernseher oder er ist mit seinen Vereinskollegen unterwegs.

 

Dies ist nur eine kleine Auswahl. Weitere Probleme zwischen den Mischehen sind ebenfalls möglich.
 

Mischehe Thaimann-Westfrau:
Dies ist zwar ein weitaus kürzeres Kapitel, da diese Art von Mischehen eher selten vorkommt. Doch auch diese können sehr problembeladen sein.
Eine Eigenschaft der Thaimänner ist, dass sie zwar sehr höflich, umgänglich und fast feminin weich sind, aber darunter sich ein Höchstmass an Machotum versteckt. Die Rechte, die er für sich in Anspruch nimmt, gesteht er in den meisten Fällen seiner Frau nicht zu. Zudem sind die Thaimänner nicht gerade für ihre eheliche Treue berühmt, währenddem ihre Frauen treu und ergeben zu sein haben. Glücklicherweise gibt es darunter auch Ausnahmen.
Der Thaimann ist es nicht gewohnt, dass seine Frau emanzipiert und selbständig ist. In Thailand gehorcht die Frau ihrem Mann, aber dass dies in Europa oft nicht der Fall ist, können sie nur sehr schwer nachvollziehen. Dazu kommt, dass der Thaimann, welcher im Ausland lebt, wie die Thaifrau, ausschliesslich nur Thaiküche isst und praktisch nur Kontakt zu Landsleuten pflegt.
 

Folgende Punkte können zu Problemen oder Streitereien führen (aus der Sicht der Europäerin):
 

Mein Thaimann ist mir gegenüber oft ungeduldig, ich muss ihm ständig aufs Wort gehorchen.

Mein Mann hilft mir weder im Haushalt noch im Garten; wenn er von der Arbeit nach Hause kommt, sitzt er nur noch vor dem Fernseher und möchte sich von mir verwöhnen lassen.

Mein Mann hat nur Freunde aus seinem Heimatland, ich kenne sie jedoch kaum. Ich weiss es nicht, ob seine Kollegen überhaupt gute Menschen sind.

Mein Mann gibt viel Geld sinnlos aus. Er trinkt allzuoft viel Alkohol. 

Mein Mann möchte, dass ich mit ihm zusammen sämtliche religiöse und kulturellen Anläss besuche, obwohl ich dazu nicht immer Zeit oder Lust habe. Denn er hält auch nicht viel von Ostern, Weihnachten und weiteren Festen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ERLEICHTERTE EINBÜRGERUNG

 

Erleichterte Einbürgerung für ausländische Ehepartner (Stand 1998):

Die folgende Schilderung bezieht sich auf den Kanton Basel-Stadt in der Schweiz und kann in den übrigen Kantonen etwas variieren.

Seit dem 1. Januar 1992 erhält der ausländische Ehepartner nicht mehr automatisch das Schweizer Bürgerrecht bei der Heirat eines Schweizers. Der Partner erhält die Aufgenthaltsbewilligung B, welche jährlich erneuert werden muss; nach fünf Jahren erhält er dann den C-Ausweis. Jedoch kann sich der ausländische Ehepartner nach 5 Jahren einbürgern lassen.
Da meine Thai-Frau vor kurzem eingebürgert wurde, möchte ich gerne den (komplizierten) Weg erklären, wie man das Schweizer Bürgerrecht erhält:

 

1.  Bei der Heimatgemeinde des Schweizer Ehepartners das Antragsformular "Gesuch um erleichterte Einbürgerung" schriftlich verlangen. Beilagen: Kopie des Ehescheins, Kopie der aktuellen Aufenthaltsbewilligung, sowie eine Kopie vom Pass des schweizerischen Ehepartners. Diese Beilagen sind zwar nicht zwingend notwendig, können aber den Ablauf vereinfachen.
Die erleichterte Einbürgerung ist möglich für den ausländischen Ehepartner eines Schweizer Bürgers, der insgesamt fünf Jahre in der Schweiz gewohnt hat, seit einem Jahr in dieser Gemeinde wohnt und seit drei Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit dem Schweizer Bürger lebt. Meine Frau hatte nach knapp viereinhalb Jahren Ehe / vierdreiviertel Jahren Wohnsitz in der Schweiz den Antrag gestellt. Wird der Antrag zu früh gestellt, kann es durchaus möglich sein, dass man eine Absage erhält.

 

2. Das Formular vom ausländischen Ehepartner ausfüllen lassen und es beim Bundesamt für Polizeiwesen, 3003 Bern, einreichen. Dem Gesuch sind ein Familienschein, welches beim Zivilstandsamt der Heimatgemeinde des schweizerischen Ehepartners erhältlich ist, sowie Wohnsitzzeugnisse des ausländischen Ehepartners für mindestens fünf Jahre, welche bei der Einwohnerkontrolle der Wohngemeinde erhältlich ist, beizulegen. Eine Wohnsitzbescheinigung kostet in Basel Fr. 20.-

 

3. Das Verfahren dauert zwischen ein und zwei Jahre. Bei meiner Frau dauerte es etwa 14 Monate. Möglicherweise erhält man einen Brief vom Bundesamt für Polizeiwesen, der mitteilt, dass man nicht die Behörden über den Stand des Verfahrens nachfragen sollte.

 

4. Per eingeschriebener Brief erhielt dann meine Frau eine schriftliche Bestätigung, dass sie erleichtert eingebürgert wurde. Die Gebühr beträgt Fr. 330.-.
 Folgende Stellen erhalten eine Bestätigung:
- Antragssteller
- Heimatkanton
- Heimatgemeinde
- Wohnsitzkanton
- Bundesamt für Ausländerfragen, Bern
- Bundesamt für Polizeiwesen, Bern

 

5. Bei der Heimatgemeinde einen Heimatschein verlangen, welcher nach einigen Tagen per Post zugestellt wird. Der Heimatschein kostet Fr. 30.-

 

6. Mit der schriftlichen Bestätigung der erleichterten Einbürgerung, sowie mit der aktuellen Aufenthaltsbewilligung und dem Heimatschein bei der Einwohnerkontrolle der Wohngemeinde einen Niederlassungsausweis beantragen. Dies ist ein in weissem Karton eingefasster Papierbogen.
Dieser Ausweis wird sofort ausgestellt und kostet Fr. 15.-. Die Aufenthaltsbewilligung wird eingezogen.
 

 

Um den roten Schweizerpass und eine Identitätskarte zu erhalten, sind folgende Schritte erforderlich:

 

1. Mittels diesem Niederlassungsausweis bei der Einwohnerkontrolle der Wohngemeinde eine Identitätskarte (Kreditkartenformat) beantragen. Dazu ist ein Passfoto notwendig, sowie Angaben über Körpergrösse, Haar- und Augenfarbe. Die Gebühr beträgt Fr. 35.-
Nach wenigen Tagen wird die Identitätskarte mit eingeschriebener Post zugestellt.

 

2. Ebenfalls bei der Einwohnerkontrolle, in Basel ist es beim Passbüro, Petersgasse, Hintereingang des Spiegelhofs, den Pass beantragen. Dazu benötigt man wiederum den Niederlassungsausweis, den Heimatschein, sowie zwei Passfotos. Die Gebühr beträgt Fr. 70.- und die Quittung muss aufbewahrt werden. Nach etwa drei Arbeitstagen kann man den Pass beim Passbüro gegen diese Quittung abholen.
 

Noch ein persönlicher Tipp von mir:

Um möglichen Ärger zu ersparen, ist es sinnvoll, von jedem Dokument eine Fotokopie zu erstellen und diese bei sich zu Hause an einem sicheren Ort aufzubewahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SCHEIDUNG

 

Die Scheidung (aus dem neuen Schweizer Eherecht, gültig ab 1. Januar 2000):

Verlangen die Ehegatten gemeinsam die Scheidung und reichen sie eine vollständige Vereinbarung über die Scheidungsfolgen mit den nötigen Belegen und mit gemeinsamen Anträgen hinsichtlich der Kinder ein, so hört das Gericht sie getrennt und zusammen an; es überzeugt sich davon, dass das Scheidungsbegehren und die Vereinbarung auf freiem Willen und reiflicher Überlegung beruhen und die Vereinbarung voraussichtlich genehmigt werden kann.

Bestätigen beide Ehegatten nach einer zweimonatigen Bedenkzeit seit der Anhörung schriftlich ihren Scheidungswillen und ihre Vereinbarung, so spricht das Gericht die Scheidung aus und genehmigt die Vereinbarung.

Das Gericht kann eine zweite Anhörung anordnen.

Die Ehegatten können gemeinsam die Scheidung verlangen und erklären, dass das Gericht die Scheidungsfolgen beurteilen
soll, über die sie sich nicht einig sind.
Das Gericht hört sie wie bei der umfassenden Einigung zum Scheidungsbegehren, zu den Scheidungsfolgen, über die sie
sich geeinigt haben, sowie zur Erklärung, dass die übrigen Folgen gerichtlich zu beurteilen sind, an.

Zu den Scheidungsfolgen, über die sie sich nicht einig sind, stellt jeder Ehegatte Anträge, über welche das Gericht im
Scheidungsurteil entscheidet.

Gelangt das Gericht zum Entscheid, dass die Voraussetzungen für eine Scheidung auf gemeinsames Begehren nicht erfüllt sind, so setzt es jedem Ehegatten eine Frist, um das Scheidungsbegehren durch eine Klage zu ersetzen.

Ein Ehegatte kann die Scheidung verlangen, wenn die Ehegatten bei Eintritt der Rechtshängigkeit der Klage oder bei Wechsel zur Scheidung auf Klage mindestens zwei Jahre getrennt gelebt haben.
Vor Ablauf der zweijährigen Frist kann ein Ehegatte die Scheidung verlangen, wenn ihm die Fortsetzung der Ehe aus
schwerwiegenden Gründen, die ihm nicht zuzurechnen sind, nicht zugemutet werden kann.
Verlangt ein Ehegatte die Scheidung nach Getrenntleben oder wegen Unzumutbarkeit und stimmt der andere Ehegatte ausdrücklich zu oder erhebt er Widerklage, so sind die Bestimmungen über die Scheidung auf gemeinsames Begehren sinngemäss anwendbar.

Der Ehegatte, der seinen Namen geändert hat, behält den bei der Heirat erworbenen Familiennamen, sofern er nicht binnen
einem Jahr, nachdem das Urteil rechtskräftig geworden ist, gegenüber der Zivilstandsbeamtin oder dem Zivilstandsbeamten
erklärt, dass er den angestammten Namen oder den Namen, den er vor der Heirat trug, wieder führen will.

Das Kantons- und Gemeindebürgerrecht wird von der Scheidung nicht berührt.

Für die güterrechtliche Auseinandersetzung gelten die Bestimmungen über das Güterrecht.
Geschiedene Ehegatten haben zueinander kein gesetzliches Erbrecht und können aus Verfügungen von Todes wegen, die
sie vor der Rechtshängigkeit des Scheidungsverfahrens errichtet haben, keine Ansprüche erheben.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

GLOSSAR

 

Baat
Traditionelles Bettelgefäss der Mönche, mit welchem sie täglich am Morgen durch die Strassen ziehen, damit gläubige Buddhisten darin Nahrung spenden können.

 

Baht
Die thailändische Währung. 1 Baht ist in 100 Satang unterteilt.

 

Buddha
Der Titel, wörtlich "der Erleuchtete", welcher Gautama Siddharta nach Erlangung der Befreiung aus dem Kreis der Wiedergeburten verliehen wurde. Er wurde im Jahr 543 v. Chr. in Lumbini im heutigen Nepal als Sohn eines Fürsten geboren.

 

Changwat
Provinz, Thailand besteht zur Zeit aus 77 Changwats (Provinzen).

 

Chao Phraya
Der volle Name lautet: Mae Naam Chao Phraya, welcher durch Bangkok fliesst und weiter südlich in den Golf von Thailand mündet.
 
 

Das Gesicht verlieren
(Sein Ansehen verlieren)
Die gesamte thailändische Gesellschaft ist, wie welche in anderen ostasiatischen Ländern auch, darauf ausgerichtet, sein Gesicht nicht zu verlieren. Der Verlust des Gesichts ist eine der schlimmsten persönlichen Katastrophen im Leben eines Thais. Die Blossstellung seiner Persönlichkeit, mit all ihren Schattenseiten, kommt einem persönlichen Zusammenbruch gleich.

 

Doi Inthanon
Der südwestlich von Chiang Mai gelegene höchste Berg Thailands (2565 Meter über Meer).

 

Don Muang
Der internationale Flughafen von Bangkok, er liegt im Norden der Stadt.

 

Farang
Die thailändische Bezeichnung für den weissen Ausländer, den sogenannten Langnasen.

 

Gathoey
Thailand ist die Heimat einer ungewöhnlich hohen Zahl von Gathoeys, den Transsexuellen oder Transvestiten. Viele Thais behaupten, dass diese oft schöner sind als die echten Frauen. Jährlich lassen sich einige Hunderte von jungen Männern operativ zu Frauen machen. Thailändische Geschlechtsumwandlungs- und Schönheitschirurgen gehören zur Weltspitze und leisten eine solche perfekte Arbeit, dass es oft auch bei genauer Inspektion nicht auffällt, dass die Dame vor kurzem noch ein Herr war.

 

Isaan
Die thailändische Bezeichnung für den Nordosten des Landes, oft auch als das Armenhaus der Nation bezeichnet.

 

Karma
Die Philosophie, welche besagt, dass gute Taten durch ein gutes Schicksal und schlechte Taten durch ein schlechtes Schicksal vergolten werden.

 

Khaao
"Reis" in thailändischer Sprache.

 

Khrüang Raang
Amulett mit einer angeblich übernatürlichen Kraft. Solche Amulette sollen Thais angeblich reich, glücklich, unverwundbar und unwiderstehlich für das andere Geschlecht machen.

 

Khun
Höfliche Anrede, ähnlich mit unserem "Sie". Auch kann man mit "khun" jemanden rufen.
Man kann "khun" auch einem Namen voranstellen, wie beispielsweise "khun Daao", was somit "Frau Daao" bezeichnet.

 

Klong
Künstliche Wasserstrasse, bekannt sind vor allem jene in Bangkok (Stadtteil Thonburi).
Viele Klongs sind allerdings im Laufe des 20. Jahrhunderts zugeschüttet worden, um an ihrer Stelle breite Strassen für den enorm wachsenden Verkehr zu bauen.

 

Krung Thep
Die Thais nennen ihre Hauptstadt "Krung Thep", welche die ersten drei Worte des traditionellen Namens bildet. Er besteht je nach Schreibweise aus bis zu 178 Buchstaben: Krungthep Manahakhon Bovorn Ratanakosin Mahintharayutthaya Mahadilikpop Noparatratchathani Burirom Udomratchanivetmahasathon Amornpiman Avatarnsathit Sakkathattiyavisnukarmprasit.

 

Mekong
Grenzfluss zwischen Thailand und Laos. Der 4500 km lange Fluss entspringt in China und mündet südlich von Ho-Chi-Minh-Ville (Saigon) ins Südchinesische Meer.

 

Mekong-Whisky
Ist eigentlich kein Whisky, sondern eher ein Rum mit 35 Volumenprozenten Alkohol. Mekong-Whisky kann bei Magenverstimmungen gute Dienste leisten.

 

Nirwana
Ist Sanskrit und bedeutet "Erlöschen, Verwehen". Nirwana ist das Endziel des Buddhismus; das Auslöschen aller Begierden, welches in einem körperlosen, übermenschlichen Zustand mündet und das Ende der Wiedergeburten bedeutet.

 

Pali
Ist die heilige Sprache der Buddhisten, und ist wie das Latein eine tote Sprache. Pali stammt vom Sanskrit ab und gehört der indo-germanischen Sprachfamilie an, zu der auch die deutsche Sprache gehört.

 

Pattaya
Bekannter Urlaubsort am Golf von Thailand. Das Zentrum Pattayas ist unter anderem bekannt für seine Bars, Nachtclubs und Transvestitenshows, welche viele männliche West-Touristen anzieht.

 

Patpong
Rotlicht- und Vergnügungsviertel in Bangkok.

 

Phra
Bedeutet "Mönch", und wird auch als eine Art Ehrentitel den Namen der Mönche vorangestellt.

 

Phra Bhodhirak (Phra Bodhirak, Phra Bodhiraksa)
Phra Bhodhirak wurde 1934 als Magkul Rakpong in der Provinz Sisaket geboren. Er ist ein reformistischer buddhistischer Aktivist, der im Konflikt mit Thailands offizieller Sanghahirarchie steht. Ihm wird vorgeworfen, dass er sich ausserhalb den staatsrechtlich sanktionierten Buddhismus stellt, weil er nicht als Mönch registriert ist, dass er die geistliche Hierarchie kritisiert und dass er unter den Thais Verwirrung stiftet bezüglich der Frage, wem sie in der Religion vertrauen sollten.
Phra Bhodhirak hat als Anhänger etwa 1000 Mönche und ehemalige Mönche, sowie viele Tausend Mitglieder der Santi Asoke Zentren in Bangkok, Nakhon Pathom, Korat, Nakhon Sawan und Roi Et. Seine Anhänger glauben, dass Phra Bhodhirak der asketischste und reinste buddhistische Lehrer Thailands ist.

 

Rai
Thailändisches Flächenmass; 1 Rai = 1600 Quadratmeter

 

Sangha
Ist die religiöse Gemeinschaft, eine Art konfessioneller Aufsichtsrat, welcher für die schriftengerechte Ausübung des Buddhismus zu sorgen hat.

 

Sanskrit
Ebefalls eine tote Sprache, die ihre Blütezeit um 400 v. Chr. hatte. Bis heute ist Sanskrit die heilige Sprache der Hindus, in welcher alle religiösen Schriften Indiens verfasst sind. Sanskrit ist die Grundlage einiger asiatischer Sprachen wie Hindi, Marathi, Nepali etc, wie auch vieler europäischer Sprachen, ausser Baskisch, Finnisch, Ungarisch, Estnisch und Türkisch.
Sowohl die thailändische als auch die laotische und khmerische Schrift stammen von der Sanskrit-Schrift! In Thailand wurde sie vor etwa 700 Jahren von König Ramkhamhaeng adaptiert und auf die Tonsprache umgemünzt.
Viele Fremdwörter im Thai (alle die 'langen' Wörter wie Familiennamen, Ministerien-Bezeichnungen und wissenschaftliche Begriffe) stammen aus dem Sanskrit. So kommt beispielsweise das Wort König - Kasàt - von Kschatriya (Krieger).
 
Santi Asoke
Ist eine 1975 gegründete buddhistische Sekte, deren Mitglieder sich streng vegetarisch ernähren, enthaltsam leben und keine Buddhastatuen verehren.

 

Sanuk
Sanuk bedeutet etwa "den Plausch haben" oder auch "Spass".

 

Satang
Währungseinheit; 100 Satang ergeben 1 Baht. Wird umgangssprachlich auch als "Geld" bezeichnet.

 

Sawaddii khaa
Grussformel, welche von der Frau ausgesprochen wird und bedeutet etwa "Guten Morgen", "Guten Tag", "Guten Abend", aber auch "Auf Wiedersehen".

 

Sawaddii khap
Grussformel, welche vom Mann ausgesprochen wird und bedeutet etwa "Guten Morgen", "Guten Tag", "Guten Abend", aber auch "Auf Wiedersehen".

 

Siam
Der alte Name von Thailand, der 1939 abgelöst wurde. "Siam" stammt vom Sanskrit-Wort "shyama", was "dunkel" oder "schwarz" bedeutet. So waren nämlich die Thais von ihren Nachbarn genannt worden.

 

Thai
Wörtlich "frei". Die Nationalsprache von Thailand ist eine sino-tibetanische Sprache, welche aber einen hohen Anteil an Sanskrit- resp. Pali-Wörtern verfügt. Thai besteht grösstenteils aus einsilbigen Vokabeln, welche aber fünf verschiedene Töne haben. Die Ausnahmen bilden die langen Pali- resp. Sanskrit-Begriffe. Ebenso die Vor- und Familiennamen, nicht aber die Spitznamen, sind Pali- oder Sanskritbegriffe.

 

Tham Buun
Weil der buddhistische Thai an seine Wiedergeburt glaubt, deren Umstände von seinen vorangegangenen Handlungen abhängt, versucht er, sich durch gute Taten, auf Thai übersetzt Tham Buun, für ein möglichst günstiges Schicksal zu qualifizieren. Diese Philosophie des Tham Buun beruht also unmittelbar auf der Theorie des Karma; das heisst, gute Taten in diesem Leben werden durch ein glückliches nächsten Leben belohnt, schlechte durch ein entsprechend leidvolles.

 

Thanon
"Strasse" in thailändischer Sprache.

 

Wat
Buddhistische Tempelanlage
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

QUELLENNACHWEIS

 

Der grösste Teil des Inhaltes meiner Web-Site stammt von mir aus eigenen und von Erfahrungen anderer Personen. Einige wenige Passagen wurden stellenweise vom Büchlein "Thai für Globetrotter" von M. Lutterjohann und vom Traveller-Buch "Kulturschock Thailand" von Rainer Krack übernommen. Beide Bücher kann ich wärmstens empfehlen. Die geografischen Angaben zu Thailand entnahm ich von diversen Lexika sowie von den Angaben des thailändischen Tourismus-Ministeriums.

Allgemeine Angaben , Geschichte und Politik:
Thailändisches Tourismus Ministerium, Lexirom, Schweizer Taschen-Atlas, Kalaya Meyer
Feiertage und Feste, Buddhismus:
Kalaya Meyer, HB-Bildatlas Special, Reto Meyer, Einführung in den Theravadabuddhismus (Beispiel eines Disziplinarfalles), Internet
Santi Asoke:
Reto Meyer, Bangkok Post, Porn Poompanna, Sunai Setboonsarng, Siripen Vongsnara, Phra Bhodhirak
Aberglaube:
Kalaya Meyer, Traveller-Buch "Kulturschock Thailand" von Rainer Krack
Sehenswürdigkeiten, Reisen in Thailand, die Stadt Bangkok, Kulinarisches, Öffnungszeiten, Shopping, Gesundheit:
Kalaya Meyer, Reto Meyer, HB-Bildatlas Special, World-Stadtplan vom RV-Verlag
Gesundheit, Diverses/Nützliches:
Reto Meyer, HB-Bildatlas Special, Kalaya Meyer
Das allgegenwärtige Lächeln:
Traveller-Buch "Kulturschock Thailand" von Rainer Krack, Reto Meyer
Kriminalität:
Reto Meyer, Traveller-Buch "Kulturschock Thailand" von Rainer Krack
Mentalität und Lebensweise, Der Thai und das Geld, wichtige Verhaltensregeln:
Reto Meyer, Kalaya Meyer, Traveller-Buch "Kulturschock Thailand" von Rainer Krack; "Thai für Globetrotter" von M. Lutterjohann
Die Kontaktaufnahme:
Reto Meyer
Prostitution:
Reto Meyer, Traveller-Buch "Kulturschock Thailand" von Rainer Krack, Noi Gander
Kulturschock Mischehe:
Reto Meyer, Kalaya Meyer, Traveller-Buch "Kulturschock Thailand" von Rainer Krack, Ernest Young "The Kingdom Of The Yellow Robe"
Einladung und Einbürgerung der Thais:
Bundesamt für Ausländerfragen, Kantonale Fremdenpolizei Basel-Stadt, Reto Meyer
Scheidung:
ZGB der Schweiz
Bücher über Thailand:
Reto Meyer
Thai (Sprache und Schrift):
Kalaya Meyer, Reto Meyer, "Thai für Globetrotter" von M. Lutterjohann
Thaifonts:
Reto Meyer
Heitere Anekdoten:
Reto Meyer
Bilder von Thailand:
Reto Meyer, diverse Postkarten, K. Jamgraing
Der Autor, Das Forum, Internetlinks, Quellennachweis, Glossar:
Reto Meyer

Idee, Konzept und Gestaltung dieser Website:
Reto Meyer

Ich verbiete es grundsätzlich nicht, Passagen und Animationen aus meiner Homepage zu kopieren und in andere Websites einzufügen, aber ich fände es toll, wenn man mich vorher anfragen würde.

 

 

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